Ich teilte Dein Schicksal vor mittlerweile zwei Jahren.
Im Nachhinein habe ich von anderen erfahren, dass Ärzte proteinhaltige Nahrung während der ersten Tage nach einer entsprechenden OP häufig verbieten, da die Entzündungs- oder Infektionsgefahr an den Wundstellen dadurch extrem hoch wäre. Wusste ich aber nicht, hat mir vorher nämlich niemand gesagt.
Erinnere mich noch, dass ich am ersten Tag nur wenig Hunger hatte, war eher total matt und wollte schlafen (hatte auch 4 Zähne auf einmal rausbekommen). Abends habe ich dann aber eine große Portion Rühreier zu mir genommen. Nur das Kauen hat halt was länger gedauert als Gewöhnlich. Die Folgetage habe ich dann wieder, abgesehen von der langwierigen Kauprozedur, normal gegessen: Joghurts, Quarks, Haferflocken bzw. Müsli, komplette warme Mahlzeiten und auch Proteinshackes.
Donnerstags wurde ich operiert, Dienstags oder MIttwochs habe ich schon wieder trainiert. Ging völlig problemlos, obwohl ich Angst hatte und entsprechend vorsichtig war (Kniebeugen etc. würde ich vielleicht nicht unbedingt ausführen, generell Pressatmung vermeiden).
Du wirst jetzt sicherlich auch diese Wattebausche im mund haben, hinten auf den Wundstellen. Die schützen eigentlich schon vor dem Schlimmsten, was die Ernährung angeht (z.B. das sich keine Haferflocke in der Wunde einnistet). Wenn Du ein wenig achtsam bist, musst Du meine Meinung nach auf fast nichts verzichten.
Ach so... fast vergessen ... falls Du Schmerztabletten bekommen hast, geh nicht unnötiger Weise verschwenderisch mit denen um. Könnte mir vorstellen, dass die Dein Hungergefühl in gewissem Maße unterdrücken (ich führe meine Mattheit am Tage der OP u.A. auch auf die Einnahme der Tabletten zurück). Heißt: Tabletten nur, wenn's nicht anders geht.
Ich habe z.B. nur eine direkt nach der OP, eine ca. 2 Stunden später (beide prophylaktisch, hatte also keine Schmerzen) und eine abends vorm Schlafengehen genommen, weil es da angefangen hat zu kribbeln.
Gute Besserung !