100 km-Lauf

franky2

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Hallöchen.

Ich hätte einfach mal gerne ein paar Meinungen gehört.
Ich habe vor, in 15 Monaten evtl an einem 100 km-Lauf in der Schweiz mitzulaufen.
Mein momentaner Trainingsstand ist solala, fange jetzt erst wieder richtig an zu trainieren. Bei einem Halbmarathon würde ich wahrscheinlich momentan ankommen.
Mein Ziel für die 100 km ist auch ausschließlich ankommen, ich habe dabei keine besondere Zeit im Kopf.
Ist dieses Vorhaben in 15 Monaten mit ordentlicher Vorbereitung aus eurer Sicht realisierbar?

Danke für eure Antworten,

Gruß Franky
 

xenomorph

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Bist du schon Marathons gelaufen?

Und wie hoch ist dein derzeitiger Trainingsumfang?

http://static.orf.at/community/user/2002-43/3380.gif
 

kurt1

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es ist realisierbar

die erwartungshaltung muss natürlich realistisch sein. aber 100km kann man auch "walken". viele sind beim dahintraben (laufen tun die wenigsten) auch nicht schneller.
eine gute GA ist eine sache, mindestens genauso wichtig ist aber die gewöhnung des bewegungsapparates an eine ultraausdauerbelastung.

gruß, kurt
 

franky2

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Re: es ist realisierbar

Danke erst mal für die Antworten.

Sehe ich es richtig, dass die Gewöhnung an die Ultraausdauerleistung hauptsächlich darin besteht, möglichst oft hauptsächlich längere Läufe zu absolvieren (z.B. am Wochenende einen 3-Stundenlauf u.ä.) oder gibt es da noch wichtige Dinge, die ich dabei nicht bedenke?
Meinen Trainingsplan habe ich mir so vorgestellt, dass ich am Anfang dreimal die Woche laufe (+zweimal Krafttraining), davon 2 mal ca. 10 km und ein längerer Lauf. Und dies dann auf bis zu 6 mal die Woche ausbaue, je näher es an den Wettkampf geht.

Hälst du ein paralleles (Ganzkörper-)Krafttraining für zweckmäßig oder wäre es eher ratsam, sich auf das Laufen zu konzentrieren und das Laufpensum stattdessen zu erhöhen?
 

Rik

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dazu zwei Erfahrungsbericht

von zwei Bekannten von mir.

der eine trainiert praktisch nichts ausser Fussball. Er läuft jedes Jahr in Biel die 100km, dh. er marschiert die Strecke in etwa 14-15h.

der andere: er ist Spinning-Instruktor und auch sonst recht viel in Bewegung (laufen etc.). Er lief einmal in Biel mit, und brauchte etwa 1 Monat bis er wieder richtig sporteln konnte.

Nun, was will ich damit sagen? Es gibt Leute, denen sowas verhältnismässig leicht fällt, andere gehen fast drauf :winke:
Wie's wirklich ist 100km zu laufen kann man nicht voraussagen.

Fazit: Bereite dich gewissenhaft drauf vor (GA, KT, etc.) und versuch's nicht allzu ernst zu nehmen (ein bisschen verrückt muss man schon sein, um 100km zu laufen :winke::))

Grüsse
 

franky2

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Re: dazu zwei Erfahrungsbericht

In Biel will ich also auch an den Start gehen.
Wie gesagt, mein Trainingsprogramm gilt nur für den Anfang, bis ich eine gewisse Grundfitness habe. Gesteigert wird das auf jeden Fall noch.

Mehrfach Läufe über 40 km sind da auf jeden Fall inbegriffen.

Wie gesagt, mein Ziel ist das ankommen. Wenns 16-18 Stunden werden wärs mir auch egal.

Aber was ich den Antworten so entnehme, ist mein Vorhaben realisierbar und Krafttraining sollte wohl auch integriert werden, wie ich das auch geplant habe.

Dann werde ich mal ordentlich trainieren.

Danke euch für die Antworten.

Gruß Franky
 

kurt1

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Re: es ist realisierbar

hallo franky,
wie ich schon sagte, der bewegungsapparat muss eine belastung über mehrere stunden erst gewöhnt werden, das geht nicht von heute auf morgen. natürlich ist ein extensives GA-training auch wichtig, aber wenn dir nach 4 std alles weh tut, nützt dir selbst die beste LZA nichts. was noch wichtig ist, ist die ernährung während einer ultraausdauerbelastung. beim laufen kommt diese eh nur in rein flüssiger form in frage (kohlenhydrat-elektrolytgetränk, siehe "trinken im sport" auf meiner homepage). da die intensität beim 100km-lauf nicht sehr hoch ist, wirst du mit ca. 400-500 kcal/std auskommen (ca. 1 liter/std).

gruß, kurt
 

Rik

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Re: dazu zwei Erfahrungsbericht

ja, es ist realisierbar und krafttraining gehört auch für ausdauersportler dazu.
 

speedy

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Übermut?

Hallo Franky!
Wie ist denn Dein derzeiteiger Fitnesszustand? Anhand älterer Postings von Dir lässt sich erkennen daß Du im Mai letzten Jahres mit Joggen begonnen hast um abzunehmen (damals 87 Kg bei 1,81m). Im Juni hast Du zusätzlich intensiver Krafttraining gemacht. Wie ist Dein Gewicht heute?
Wenn ich das so lese scheinen Deine guten Vorsätze vom letzten Jahr nicht lange angehalten zu haben. Denkst Du nicht Du solltest Dir zu Beginn realistischere Ziele setzen? Wie wäre es erst einmal mit einem Marathon als Ziel?
Ich finde es klasse wenn Du Dir Ziele setzt und etwas erreichen möchtest. Aber nachdem im vergangenen Jahr (zumindest gemäß Deiner Postings im Mai und Juni) mit sporteln doch relativ aktiv warst scheinst Du es in den letzten Monaten ja eher ruhig angegeangen zu haben.
Denkst Du daß Dein Ehrgeiz groß genug ist das Training für ein solches Vorhaben durch zu ziehen?
 

kurt1

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sieht ganz so aus

man könnte es auch selbstüberschätzung nennen oder einfach ein nicht vernünftiges ziel. denn für einen 100km-lauf sollte man ein leichtgewicht sein, seinem "gestell" zuliebe.

gruß, kurt
 

franky2

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Re: sieht ganz so aus

Also, ich wiege zur Zeit 77 kg. Im Thema Ehrgeiz sehe ich eigentlich weniger Probleme bei mir. Es ist auch nicht so, dass ich erst letztes Jahr mit Sport angefangen habe. Ich spiele seit 12 Jahren aktiv Handball. Das Laufen habe ich über den Winter zwar ein wenig vernachlässigt, das Krafttraining jedoch nicht. Aber der Punkt mit dem Gewicht ist interessant. Kurt, würdest du sagen, dass 75-77 kg auf 1,81 zu schwer sind für einen solchen Lauf? Den Aspekt habe ich noch gar nicht bedacht...
Gruß Franky.
 

Rik

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Re: sieht ganz so aus

Für einen Dauerläufer bist du schon ziehmlich schwer, auch wenn 77kg auf 181cm eine top sind! :)
Trotzdem: für den 100er bist du mE nicht zu schwer.
Wichtig ist aber ein kt, damit die muskulatur gestärkt und das "gestell" :winke: entlastet wird.

Grüsse
 

kurt1

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ideal ist es nicht

mit 77kg auf 181cm bist du für einen ultramarathon schon ein ziemlich "schwerer brocken" (ein typischer marathoner hätte bei deiner größe 10kg weniger). aber das sollte dich jetzt nicht dazu verleiten, zu hungern anzufangen! bei einem 100km-lauf muss man ja ohnehin den laufstil sehr ökonomisch für den bewegungsapparat gestalten, also wird es eher nur ein joggen und kein wirkliches laufen sein. so gesehen (ein dahintraben mit kleinen schritten) kann die mechanische dauerbelastung relativ gering gehalten werden. trotzdem musst du mit einem ausgeprägtem DOMS und einer mindestens zweiwöchigen regeneration rechnen.
ich würde an deiner stelle deine dauerlaufambitionen mit einem halbmarathon beginnen lassen.

alles gute, kurt
 

speedy

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Wohl nicht!?

Aber den Trainingsumfang würde mich auch interessieren. Allerdings wie ich schon sagte scheint mir Franky2 den 5ten vor dem ersten Schritt machen zu wollen. Es ist schon erheblicher Unterschied ob ich z.B. einen Halbmarathon laufe oder 30km. Der Körper reagiert in einem ganz anderen Maße.
 
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