Vegeratismus
Hallo Karlheinz!
Bevor ich heir auf Deine Frage genauer eingehe, möchte ich zunächst [grün]
einen groben Übrblick über die Vegetarier-Landschaft und ihre respektabelen Beweggründe[/grün] geben, denn <font color=red>
Vegetarier ist nicht gleich Vegetarier</font color=red>.
Die ältesten Ernährungsrichtlinien sind sicherlich die des
Judentums, welche den Verzehr einer Reihe von „unreinen" Tieren, im Wesentlichen Schweinefleisch, verbietet und auch im Islam übernommen wurden.
Im
Christentum gibt es die Auffassung, man solle, vor allem an Tagen des Fastens,
kein Fleisch essen, wobei
Fisch nicht zum Fleisch gezählt wird. Diese Vorstellung geht darauf zurück, dass Fleisch früher ein Reiche-Leute-Essen, Fisch hingegen ein Arme-Leute-Essen war, was so heutzutage ja nicht mehr zutrifft.
[grün]
Vegetarier[/grün] verzichten bei ihrer Ernährung auf
alle Arten von Tieren, auch Fisch, und haben auch heutzutage noch oft damit zu kämpfen, dass ihnen eben Dieser als vegetarisches Essen vorgesetzt wird. Vegetarismus wird, wenn nicht eine Krankheit (Allergien) dahinter steht, in der Regel mit Aspekten des
Tierschutzes oder der
Überzeugung, dass Fleisch ungesund sei, begründet. Weitere Argumente sind nicht selten
spiritueller Natur. Viele
Jugendliche werden in der
Pubertät vorübergehend oder dauerhaft zu Vegetariern.
Unter den Vegetariern gibt es verschiedene Unterarten:
Lakto-Vegetarier nehmen auch Milchprodukte zu sich,
Ovo-Vegetarier auch Eierspeisen,
Ovo-Lakto-Vegetarier beides. Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren, (also auch ohne Milchprodukte und Eierspeisen,) nennt man
Veganer.
Je nach Ausprägung ihrer Überzeugung lehnen eine große Anzahl von Vegetariern auch Produkte aus der Tierrestverwertung, z.B. Gelantine ab. Zu erwähnen wären dann noch die vom Volksmund sogenannten
Pudding-Vegetarier: Dieser Begriff bezeichnet Menschen, die zwar einerseits vegetarisch leben, aber ansonsten ungefähr alles in sich hineinstopfen. <font color=red>
Auch Vegetarier können fett sein!</font color=red>
Aus
biologischer Sicht ist ist eine vegetarische Ernährung
nichts problematisches. Der Mensch ist ein
Allesfresser und der menschliche Körper darauf eingestellt, sich von Wurzeln und Beeren zu ernähren. Milch und / oder Eier liefern andere, notwendige Nahrungsbestandteile. Die <font color=blue>
gesundheitlichen Vorteile</font color=blue> einer solchen Ernährung liegen dabei klar auf der Hand, denn erstens ist eine
fleischreiche Ernährung in den meißten Fällen auch eine
sehr fettreiche, zweitens nehmen Vegetarier deutlich
mehr Obst und Gemüse, auch rohes, zu sich, was ihnen ein deutliches
Plus an Vitaminen bringt.
Darüberhinaus entfällt mit dem Fleisch auch der ständige Zufluss von Wachstumshormonen und Antibiotika, die Problematik resistentwerdender Krankheitserreger hat sich damit erledigt.
Eine
rein veganische Ernährung hingegen ist <font color=red>
sehr problematisch</font color=red> und darüber hinaus eine
Wissenschaft für sich, da ja auch hier
alle wichtigen Nahrungsbestandteile aufgenommen werden müssen.
Eine solche Lebensweise wird daher fast nur von allergischen Personen gepflegt, bei denen oft erschwerend hinzukommt, dass sie auch noch gegen andere Stoffe allergisch sind, zum Beispiel Weizen.
Übrigens brauchen Vegetarier heutzutage dank der [grün]Reformhäuser[/grün]
auf fast nichts mehr zu verzichten: Die meißten gängigen Fleischgerichte sind nämlich inzwischen glücklicherweise auch in der rein pflanzlichen Version erhältlich, egal ob Gyros, Hackfleisch, ChickenNuggets oder, oder, oder. Auch Gelantine kann (z.B. duch Apfel-Pektin) ersetzt werden.
Gruß. <font color=blue>
Es leben alle Vegetarier!</font color=blue>
Euer Matthias <
mailto:maro@claranet.demaro@claranet.de</a>>