Welche Vorteile hat ein Vegetarier ?

Karlheinz

New member
Welche medizinische Vorteile hat ein Vegetarier ,
der sich ausschließlich Pflanzlich ernährt
gegenüber einer der auch tierische Nahrung aufnimmt ?
 
er kann seine Beerdigung besser planen ...

... denn wer nur rein pflanzliche Nahrung aufnimmt (also Veganer ist), auf tierische Produkte verzichtet und keine Vitaminpillen schluckt, muss täglich 200 Gramm Mandeln futtern, um genügend Vitamin B2 zu bekommen und stirbt trotzdem spätestens nach 3-5 Jahren an Vitamin B12-Mangel. Werden Babys nach dem Abstillen nur mit pflanzlicher Kost ernährt, geht's noch schneller, da sie keine Reserven haben.

Rat mal, warum Gorillas ihren eigenen Kot fressen ...

Gruß

chianti
 
KEINEN!

Mal abgesehen von allen anderen Nachteilen - es fehlt auch an Eisen. Der Mensch ist nun mal von Natur aus ein Allesfresser, die Darmlänge ist zu kurz um alles, was wir brauchen aus rein pflanzlicher Nahrung zu holen. Also reine Vegetarier, oder noch schlimmer: Veganer, müssen eigentlich Zusatzpräparate schlucken, um keine Mangelerscheiunungen zu erleiden. Was meine Vorgänger nicht bedacht haben: Auch Eisen!!! Nicht jeder verträgt Eisenpräparate wirklich gut!

Warum willst Du GEGEN unsere Natur leben??

LG
Meni
 
Das ist nicht wahr!

Aber so ein Thema ist auch ideal fuer Mythen, verkrustete Einstellungen und Stellungskriege.
Wenn mich das Thema interessiert, wuerde ich mich mittels reichhaltig vorhanderer gedruckter und online-verfuegbarer Literatur schlau machen. In diesem Forum wird es kaum moeglich sein, ueber ein solches Thema objektiv diskutieren zu koennen.
EIN Vorteil von vegetarischer Ernaehrung: Risiko an Dickdarmkrebs zu erkranken nimmt ab.

Gruessle,
buzzo
 
Hm.

Interessant. Ist Dir auch klar, dass die meisten von uns viel zu viel Fleisch essen und dass eine Reduktion (!!!) durchaus empfehlenswert ist?
Danke für den Tip mit dem "Informieren" - brauchst Du Unterlagen? Ich kann die auch die Prüfungsfragen gerne mitschicken, wenn Du möchtest.

LG
Meni
 
Vegeratismus

Hallo Karlheinz!

Bevor ich heir auf Deine Frage genauer eingehe, möchte ich zunächst [grün]einen groben Übrblick über die Vegetarier-Landschaft und ihre respektabelen Beweggründe[/grün] geben, denn <font color=red>Vegetarier ist nicht gleich Vegetarier</font color=red>.

Die ältesten Ernährungsrichtlinien sind sicherlich die des Judentums, welche den Verzehr einer Reihe von „unreinen" Tieren, im Wesentlichen Schweinefleisch, verbietet und auch im Islam übernommen wurden.

Im Christentum gibt es die Auffassung, man solle, vor allem an Tagen des Fastens, kein Fleisch essen, wobei Fisch nicht zum Fleisch gezählt wird. Diese Vorstellung geht darauf zurück, dass Fleisch früher ein Reiche-Leute-Essen, Fisch hingegen ein Arme-Leute-Essen war, was so heutzutage ja nicht mehr zutrifft.

[grün]Vegetarier[/grün] verzichten bei ihrer Ernährung auf alle Arten von Tieren, auch Fisch, und haben auch heutzutage noch oft damit zu kämpfen, dass ihnen eben Dieser als vegetarisches Essen vorgesetzt wird. Vegetarismus wird, wenn nicht eine Krankheit (Allergien) dahinter steht, in der Regel mit Aspekten des Tierschutzes oder der Überzeugung, dass Fleisch ungesund sei, begründet. Weitere Argumente sind nicht selten spiritueller Natur. Viele Jugendliche werden in der Pubertät vorübergehend oder dauerhaft zu Vegetariern.

Unter den Vegetariern gibt es verschiedene Unterarten: Lakto-Vegetarier nehmen auch Milchprodukte zu sich, Ovo-Vegetarier auch Eierspeisen, Ovo-Lakto-Vegetarier beides. Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren, (also auch ohne Milchprodukte und Eierspeisen,) nennt man Veganer. Je nach Ausprägung ihrer Überzeugung lehnen eine große Anzahl von Vegetariern auch Produkte aus der Tierrestverwertung, z.B. Gelantine ab. Zu erwähnen wären dann noch die vom Volksmund sogenannten Pudding-Vegetarier: Dieser Begriff bezeichnet Menschen, die zwar einerseits vegetarisch leben, aber ansonsten ungefähr alles in sich hineinstopfen. <font color=red>Auch Vegetarier können fett sein!</font color=red>

Aus biologischer Sicht ist ist eine vegetarische Ernährung nichts problematisches. Der Mensch ist ein Allesfresser und der menschliche Körper darauf eingestellt, sich von Wurzeln und Beeren zu ernähren. Milch und / oder Eier liefern andere, notwendige Nahrungsbestandteile. Die <font color=blue>gesundheitlichen Vorteile</font color=blue> einer solchen Ernährung liegen dabei klar auf der Hand, denn erstens ist eine fleischreiche Ernährung in den meißten Fällen auch eine sehr fettreiche, zweitens nehmen Vegetarier deutlich mehr Obst und Gemüse, auch rohes, zu sich, was ihnen ein deutliches Plus an Vitaminen bringt. Darüberhinaus entfällt mit dem Fleisch auch der ständige Zufluss von Wachstumshormonen und Antibiotika, die Problematik resistentwerdender Krankheitserreger hat sich damit erledigt.

Eine rein veganische Ernährung hingegen ist <font color=red>sehr problematisch</font color=red> und darüber hinaus eine Wissenschaft für sich, da ja auch hier alle wichtigen Nahrungsbestandteile aufgenommen werden müssen. Eine solche Lebensweise wird daher fast nur von allergischen Personen gepflegt, bei denen oft erschwerend hinzukommt, dass sie auch noch gegen andere Stoffe allergisch sind, zum Beispiel Weizen.

Übrigens brauchen Vegetarier heutzutage dank der [grün]Reformhäuser[/grün] auf fast nichts mehr zu verzichten: Die meißten gängigen Fleischgerichte sind nämlich inzwischen glücklicherweise auch in der rein pflanzlichen Version erhältlich, egal ob Gyros, Hackfleisch, ChickenNuggets oder, oder, oder. Auch Gelantine kann (z.B. duch Apfel-Pektin) ersetzt werden.

Gruß. <font color=blue>Es leben alle Vegetarier!</font color=blue>
Euer Matthias <mailto:maro@claranet.demaro@claranet.de</a>>
 
Re: Hm.

Ja,
in der Tat wird viel zu viel Fleisch gegessen. Siehe Kurt, der hier mal geschrieben hat, man solle 3 Mal !! in der Woche rotes Fleisch essen!
Auf deine Unterlagen komme ich gern bei Gelegenheit zurueck. Ich meinte mit dem Informieren aber eigentlich den/die Fragesteller/in. Ich befasse mich seid einigen Jahren damit und muss leider immer wieder feststellen, dass die Fronten bei dem Thema oft so radikal sind, dass kein vernuenftiger und sachlicher Meinungsaustausch moeglich ist.
Jeder wirft dem anderen vor, er muesse in den naechsten so und so vielen Jahren tot umfallen weil er Fleisch/kein Fleisch isst. Es ist doch so, dass beide Weisen gelebt werden und nicht alle Anhaenger einer Ernaehrungsweise zwanglaeufig Mangelerscheinungen oder Krankheiten deswegen haben.
Abgesehen davon denke ich, dass unser Gesundheitssystem weitaus staerker belastet wird durch die Opfer der fleisch - und fettreichen Ernaehrung als durch Vegetarier, die sich zwangslaeufig intensiver mit ihrer Nahrung befassen muessen.
Risiken, die eher Fleischesser betreffen: Cholesterin, Arterienverkalkung, Bluthochdruck, Darmkrebs, Fettleibigkeit usw. Von der Hormonbombe, die man durch massengezuechtete Tiere gratis dazu bekommt mal ganz zu schweigen.

Gruessle,
buzzo
 
Re: Hm.

Drei mal pro Woche entspricht den allgemeinen Aussagen, aber die meisten mampfen es (fast) täglich.
Nja, Fundis gibt´s überall, so schnell fällt es sich nicht tot um, zwischen "Total gesund" und "mausetot" gibt´s schon noch einiges. Zum Beispiel Menschen, die bewusst Fleisch im Speiseplan haben, von allem was essen, sich bewegen, ausreichend schlafen - von einem Ding alleine hängt gesund oder krank nicht ab!

Gut - Unterlagen gibt´s von der Psycho-Seite her (Psychosomatik) und von der Pharma-Seite her. Und in einem Jahr kommt auch noch die Ernährungswissenschaftliche Seite dazu *grins* Ganz nach Belieben!

LG
Meni
 
Du ist nicht objektiv informiert!

das zeigt u.a. deine aussage zum "hormonfleisch" (diesbezüglich siehe meinen info-artikel auf meiner homepage). auch die inzidenz des colon-carzinoms darf nicht dem fleischkonsum als solchem angelastet werden, ebenso unsinnig ist es, die atherosklerose und bluthochdruck sowie die adipositas damit in kausalen zusammenhang zu bringen. der kontext der ernährung darf nicht so einseitig und engstirnig, sondern muss komplexer betrachtet werden!
3x fleisch pro woche ist keinesfalls zuviel, lieber buzzo. vor allem für ausdauersportler ist das das empfohlene minimum (fleisch als einzig relevante eisenquelle). die meisten spitzensportler essen nicht umsonst so gut wie täglich fleisch.
man muss kein vegetarier sei, um sich bewusst und gesund zu ernähren! du hast eine vorgefasste, einseitige betrachtungsweise dieses themas. keine ahnung, woher du deine informationen beziehst, aber sie sind nicht objektiv. sonst müsstest du neben den vorteilen auch die nachteile einer vegetarischen ernährung nennen. ich hoffe, du sagst jetzt nicht, es gäbe keine!
gruß, kurt
 
Re: Du ist nicht objektiv informiert!

zweiteres. müssen tut man nichts (außer sterben:winke:). aber zu einer ausgewogenen mischkost - und nur eine solche ist zu empfehlen - gehört nun einmal auch fleisch.
lg, kurt
 
Auch ich

liebe buzzo,
möchte hier widersprechen. Würde mich zu den Fleischessern zählen aber: mein Cholesterinwert: 138, mein LDL-Cholesterin: 84, mein Hdl-Cholesterin: 45, Triglyceride: 114, Eisen: 123, mein Blutdruck 120 zu 80, Glucose/ Serum; 72, von Arterienverkalkung nix zu sehen, ebenso nix beim Darmkrebs, Magen/Darmspiegelung negativ, Körperfettanteil 12%, Alter knapp 52, wo bitte bin ich ein Opfer fleischlicher Ernährung???
Gruß Rainer
 
Na, na, na ihr zwei Anonyms ;-))

Keine Fundi-Kriege, ist ja fast so schlimm wie Raucher/ Nichtraucher (oder genauer: ehemalige Raucher) - und da ist Rauchen sicher ungesünder als vegetarisch essen!
Es gibt so leckere Sachen auch ohne Fleisch! Und immer Steak ist schließlich auch fad, oder?

LG
Meni
 
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