Wann spricht man von einer Gynäkomastie ?!?

HansDampf

New member
Habe schon im Archiv nachgeschaut, ob da evtl. was passendes dabei ist. Nur für die die damit nichts anfangen können: Gynäkomastie (Vergrößerung der männlichen Brustdrüse).

Dabei interessiert mich, ab wann man von einer Gynäkomastie spricht. In meinem Fall sieht es eher so aus, wenn mir warm ist, dann haben die Brustwarzen etwa einen Durchmesser von 2,5 - 3 cm. Ist mir allerdings kalt, dann sind diese eigentlich "normal" bzw. sehen nicht so riesig aus. Dazu sei gesagt, dass ich weder irgendwelche Anabolika/Steroide futtere oder gefuttert habe, Medikamente aus meiner Vergangenheit, die so etwas evtl. verstärkt haben könnten, bin ich mir nicht sicher, da ich nicht weiss, welche Substanz eine Gynäkomastie evtl. verschlimmern. Zudem bin ich 23 und somit eigentlich aus der Pubertät raus :winke:. Durch eine verletzungsbedingte Trainingspause kamen dann zwar noch einige Pfunde mehr auf die Rippen, so das ein leichter "Brustansatz" dazu kam, was die unschöne Form noch verstärkt hat. Aber bin dabei die mühsam wieder abzutrainieren, aber die Brustwarzen sind davon ja nicht beeinflussbar. Gibt es da ne Art Selbstdiagnose durch Tasten oder lieber gleich ärztlichen Rat einholen? Ist der Hausarzt die richtige Anlaufstelle?

In Zusammenhang mit einigen Archivbeiträgen: Was versteht man unter "endokrinologisch" ?!? "...muss edokrinologisch abgeklärt werden..."?

mfg
Hansi

btw. in einem der BB Foren wurde angeblich von einer Salbe berichtet, die helfen soll - ist aber Schwachsinn oder? kann mir nicht vorstellen, dass da eine Salbe hilft...
 
Re: trinkst du ... - Danke fürs Gespräch ;(

Wenn Du nichts vernünftiges zu diesem Thread beizutragen hast, dann verkneif Dir sowas doch bitte, da es für den Betreffenden nicht einfach ist, wie Du Dir vorstellen kannst, überhaupt über ein "solches" Thema zu sprechen. Danke.
 
Mythos Phytoestrogene...

hallo roland,
du weißt hoffentlich, dass auch der "bierbauch" nicht vom bier kommt:winke:
gruß, kurt
 
Hallo Hans,

vielleicht hilft Dir das weiter:

Was ist eine Gynäkomastie?
Unter einer Gynäkomastie versteht man eine gutartige ein- oder beidseitige Vergrößerung der männlichen Brustdrüse (Drüsenkörpers). Sie ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom, das auf eine hormonale Störung hinweist. Von dieser echten Gynäkomastie unterscheidet man die "Pseudogynäkomastie" oder Lipomastie , einer Vergrößerung der Brust durch Fett. Hierbei ist nie ein Drüsenkörper tastbar.



Wie kommt es zu einer Gynäkomastie?

Die Gynäkomastie kann als normale oder krankhafte Veränderung entstehen:

Normal (physiologisch) tritt sie auf als:

Neugeborenengynäkomastie, ausgelöst durch die weiblichen Hormone der Mutter, die über die Plazenta (Mutterkuchen) auf das Neugeborene übertragen wurden.
Pubertätsgynäkomastie die sich wieder zurückbildet, und durch vorübergehend vermehrte Bildung/Umwandlung von Hormonvorstufen in weibliches Geschlechtshormon (Östron/Östradiol) in Fett- und Muskelgewebe entsteht.
Altersgynäkomastie: Durch eine zunehmende Fettgewebsmasse bei abnehmender Körpermasse und eine dadurch erhöhte Umwandlung von männlichen Hormonen (Androgene) in weibliche Hormone (Östrogene) im Fettgewebe. Gleichzeitig dazu nimmt die männliche Hormonbildung im Hoden ab.
Pseudogynäkomastie: bei allgemeiner Fettsucht (Adipositas)


Krankhaft (pathologisch) tritt die Gynäkomastie auf bei:

1.) Mangel an männlichen Hormonen (Hypogonadismus)

Die häufigste Ursache für diese Erkrankung ist ein Gendefekt (Klinefelter-Syndrom) durch welchen die betroffenen Männer (1 Fall pro 1000 männlichen Neugeborenen) ein zusätzliches weibliches Geschlechtschromosom (X-Chromosom) aufweisen.
Androgenresistenz: Bei dieser Erkrankung entfalten die männlichen Hormone keinerlei Wirkung an den Zielorganen. Dadurch kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung geschlechtshormonstimulierender Hormone und es überwiegen die Wirkungen der weiblichen Hormone.
Androgenmangel: Durch Hodenentzündungen (Masern, Tuberkulose), Verletzungen, Kastrationen, Operationen kann nicht mehr genügend männliches Hormon produziert werden.
Bei einem nicht angelegten Hoden während der Embryonalentwickling (Hodenagenesie) fehlt die Hormonproduktion von Geburt an.


2.) Erhöhte Östrogenbildung:-

Östrogentherapie (Transvestiten, Transsexuelle)


3.) Chronische Erkrankungen:-

Leberzirrhose: Östrogen kann nicht mehr ausreichend abgebaut werden, und auch der Abbau männlicher Hormone ist gestört wodurch eine vermehrte Umwandlung in weibliche Hormone erfolgt.
Alkoholmissbrauch: Durch chronischen Alkoholmissbrauch entsteht einerseits eine Leberzirrhose mit daraus resultierender Gynäkomastie, andererseits wird die Bildung von männlichem Geschlechtshormon (Testosteron) durch eine Verminderung der sexualhormonproduzierenden Hormone (der Hirnanhangsdrüse) gebremst.
Niereninsuffizienz


4.) Durch Medikamente bedingte Gynäkomastie:

Eine Therapie mit weiblichen Hormonen oder eine Behandlung mit Gegenspielern (Antagonisten) der männlichen Hormonen (z.B. bei der Behandlung von Hodentumoren, Prostatakrebs) führt zu einer Gynäkomastie. Bei anderen Medikamenten ist der Wirkungsmechanismus noch nicht genau geklärt: Spironolacton, ein entwässerndes Medikament, Magenschutzpräparate (H2-Blocker) einige Psychopharmaka und Antidepressiva, aber auch Rauschgifte wie beispielsweise Heroin und Suchtgiftersatzpräparate wie Methadon können nach längerer Einnahme zur Gynäkomastie führen.



5.) Hyperprolaktinämie

In der Hirnanhangsdrüse wird Prolaktin, ein die Brustdrüse stimulierendes Hormon produziert. In der Schwangerschaft oder bei starkem Stress kommt es zu einer vermehrten Produktion diese Hormons. In seltenen Fällen kann ein Tumor in der Hirnanhangsdrüse zur Vermehrung dieser Zellen und zu einer vermehrten Produktion dieses Hormon führen. Dies führt zu einer beidseitigen Vergrößerung der Brustdrüse.



6.) Brustkrebs

Sehr sehr selten kann es auch bei Männern zum Auftreten von Brustkrebs kommen.



Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Bei der Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) werden Fragen bezüglich einer Medikamenteneinnahme und möglichen Erkrankungen der Leber gestellt. Ein akutes Auftreten, Schmerzen, Spannungsgefühl sind typisch für eine tumorbedingte Gynäkomastie.
Daran schließt sich eine genaue Untersuchung der Brüste und des Hodens an, sowie eine Blutabnahme zur Bestimmung des Hormonstatus und der Leberwerte. Zum Ausschluss eines Brustkrebs des Mannes wird eine Ultraschalluntersuchung und eventuell eine Mammographie durchgeführt. Zur Routinediagnostik gehören weiters ein Lungenröntgen und ein Ultraschall des Oberbauchs (Leber, Niere, Nebenniere).



Wie wird eine Gynäkomastie behandelt?

Bei einer Pseudogynäkomastie muss keine Behandlung durchgeführt werden. Nur bei großer psychischer Belastung kann eine operative Entfernung der Brustdrüsen vorgenommen werden.

Auch die physiologische Gynäkomastie braucht zumeist keine Behandlung.

Auch bei der echten Gynäkomastie handelt es sich zumeist nur um eine leichte hormonelle Störung die sich von selbst zurückbildet. Auslösende Medikamente sollten abgesetzt werden.

Bei bestehendem Androgenmangel wird männliches Hormon substituiert, bei einem Prolaktinüberschuss sollte eine medikamentöse Therapie mit Dopaminantagonisten (Gegenspieler von Prolactin) eingeleitet werden, hormonproduzierende Tumore werden operativ entfernt.

Sollte es trotz Behandlung der der Gynäkomastie zugrundeliegenden Erkrankung nicht zur Rückbildung derselben kommen, ist eine operative Entfernung die Therapie der Wahl, eine externe Bestrahlung ist nicht angezeigt, da es zum Auftreten von Drüsenkrebs kommen kann.

LG,
Melli
 
Gynäkomastie

Hallo Hansi!

Ich weiß nicht, ob ich deine Frage richtig verstanden habe. Die Brustwarzen haben an sich nichts mit einer Gynäkomastie zu tun. Dass die sich bei Kälte zusammenziehen und dadurch kleiner wirken, ist ein ganz normaler Reflex.

Unter einer Gynäkomastie versteht man die gutartige Vergrößerung der männlichen Brustdrüse. Sie ist also keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom. Diese Vergrößerung kann ein- oder beidseitig auftreten.

Es gibt tausend Möglichkeiten, weshalb jemand eine Gynäkomastie entwickelt (Erkrankungen, Medikamente, Dopingmittel).
Es müssen aber nicht immer irgendwelche Krankheiten o.ä. dahinter stecken: Bei Neugeborenen, bei Jugendlichen und im Alter kann sich so eine Gynäkomastie ganz physiologisch entwickeln. Auch interessant ist die sog. Pseudo-Gynäkomastie bei Adipositas (also Fettleibigkeit), die nur durch "Fettpölsterchen" entsteht und nichts mit hormonellen Störungen zu tun hat - diesen Verdacht hast du ja auch schon geäußert! :winke: Bei dieser Variante ist nie eine Brustdrüse zu tasten, das kannst du ja mal ausprobieren.

Im Zweifelsfall kannst du ja einen Arzt aufsuchen, der dich dann gezielt untersuchen kann.

Viele Grüße, Jörg
 
Ist die Gynäkomastie nun ...

von der Optik her, eine größere Brust/Brustansatz oder eben auch damit verbunden größere Brustwarzen?
 
weibliche Hormone im Bier!

Doch, Kurt!
Hat es da nicht mal ein Experiment gegeben, bei dem 10 gesunden, männlichen Testpersonen jeweils 5 liter Bier verabreicht wurde?

Die Testpersonen konnten danach nur noch unsicher Autofahren und vor allem nicht mehr einparken. So konnte bewiesen werden, dass im Bier weibliche Hormone enthalten sind! :lol:Ganz klare Sache, oder?

(schlagt mich nicht für meine blöden Witze! :winke:)

Grüße, Jörg
 
Gynäkomastie

Bei einer echten (!) Gynäkomastie vergrößert sich die Brustdrüse, wodurch sie der weiblichen Brust ähnlich wird. Die Brustwarze bleibt in der Regel normal.

Wie kommst du denn eigentlich darauf? weshalb denkst du, das der Fall bei dir vorliegt?

Jörg
 
siehe meine Postings zu "Gynäkomastie" im Archiv

hallo hans,
ich hab schon erklärt, was eine gynäkomastie ist (nicht so genau wie melli, der ich wohl den titel eins "dr.med.hc.fori" verleihen werde müssen, wenn sie so weitermacht:winke:). mit der größe der brustwarzen hat sie nichts zu tun. der drüsenkörper liegt unter der haut - wie groß kannst du ihn tasten, wenn du ihn in die finger nimmst?
das problem der "bitch tits" ist ein bekanntes und relativ häufiges im BB. aber diese leute sind selbst schuld, was schlucken sie auch steroide? in so enem fall hilft manchmal die einnahme eines antiestrogens (tamoxifem oder anastrozol). mit einer salbe wird man kaum was erreichen. vielleicht mit testosteron, das es jetzt auch als gel im handel gibt.
begriffserklärung: endokronologie = die lehre von den hormonen und der funktion der endokrinen drüsen.
gruß, kurt
 
Erklärung:

nawerwohl sprach die im bier enthaltenen phytosestrogene an. diese spielen aber keine klinisch relevante rolle.
gruß, kurt
 
das kannst du auch sein ;-)

es gibt bis jetzt nur wenige medizinische ehrendoktoren in diesem forum:winke:
lg, kurt
 
Sorry für meine spontane Frage, aber...

...warum reagierst du so empfindlich?
Der Spruch: "Getroffene Hunde bellen" gilt für dich hoffentlich nicht!

Bei deiner Ausgangsfrage musste ich halt unweigerlich an einige Bauarbeiter denken, die ich vor Jahren im Sommer auf einer Baustelle gegenüber beobachten durfte.
Deren mächtiger Bierkonsum stieg proportional zur Temperatur und deren "Rundungen" waren nicht zu verachten, und sogar nahtlos gebräunt.

Dass bei Alkoholmissbrauch eine
Erhöhung des Östrogenspiegels bzw. ein Mangel an Testosteron vorkommen kann, wird dir der erfahrene Endokrinologe bestätigen.

Die von Kurt angesprochenen Phytoöstrogene im Bier waren eben auch schonmal im Gespräch, eine Gynäkomastie zu begünstigen. Sicher ist wohl eher der hohe Energie-Gehalt des Biers verantwortlich für die Figur der oben erwähnten Bauarbeiter ;-)

MfF
Roland

http://www.rit.edu/~andpph/a-africa/lion-1.jpg
 
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