Hallo alle zusammen!
Ich habe sehr fachspezifische Fragen und hoffe, dass sie jemand beantworten kann.
Ich betreibe seit ca. 1 Jahr Krafttraining (ich finde "Bodybuilding" etwas daneben, weil ich nichts "designen" will), seit 6 Monaten regelmässig und recht erfolgreich.
Umso überraschender kam dann die Diagnose des Massagetherapeuten, den ich wegen anhaltender Schmerzen in der Wade aufgesucht hatte. Diagnose "grade one muscle strain" (bin im Ausland), was nach meinen Englischkenntnissen so viel wie "Muskelzerrung" bedeutet. OK, kann passieren. Ich bin mittlerweilen in der 4. Behandlungswoche und schmerzfrei, allerdings noch nicht 100%ig genesen. Das Sich-Rund-Um-Die-Uhr-Schonen (kein Laufen) nervt zwar schon, aber eine Pause ist immer noch besser, als eine chronische Erkrankung.
Als wäre das nicht genug, habe ich jetzt Probleme mit meinem Unterarm. Das gleiche wie bei der Wade: Es ist ein Bereich zu ertasten, der sich "hart" anfühlt ("tightness"). Der Therapeut kam schnell auf die Ursache und ich musste eingestehen, einen simplen, aber gravierenden Anfängerfehler gemacht zu haben: kaum bis keine Aufwärmphase. :
Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich ja monatelang keinerlei Probleme hatte und noch nie auf diesem Trainingslevel war. Ein Muskelkater gab mir sogar Motivation - ich wusste nicht, dass mir das auch schaden kann. Tja, aus Schaden wird man klug - jetzt weiss ich mehr als vorher.
Was ich allerdings nicht verstehe ist, was genau mit den trainierten Muskeln passiert. So weit ich mich ins Thema eingelesen habe, entstehen bei zu grosser Belastung (ja - ist das nicht der Sinn vom Krafttraining???) Mikrorisse in den Fasern in denen sich Blut ansammelt, wie bei einem blauen Fleck. Meine Schlussforgerung ist, dass sich das ganze über Monate summiert hat, sodass ich in der Wade und im Unterarm jetzt Stellen habe, die hart sind und schmerzen. Aber den stechenden Schmerz, der -nach einigen Erklärungen auf Online Ärzteseiten- bei einer Zerrung auftritt, hatte ich nie. Immer nur den -vermeintlichen- Muskelkater, der sich spätestens nach 2 Tagen verflüchtigte.
Meinem Therapeuten zufolge ist dies nichts dauerhaftes, aber es wird Zeit benötigen um auszuheilen.
Was mich aber verunsichert ist, dass sich das ganze wiederholen könnte - auch an anderen Muskelpartien. Wie schon beschrieben, hatte ich ausser den -vermeintlichen- Muskelkatern keinerlei Schmerzen, also gab es für mich auch kein "Warnsignal" und schon gar keinen Grund, zurückzustecken.
Nun zu meiner eigentlichen Frage:
Wie kann ich mir sicher sein, dass so etwas nicht mehr auftritt und mich nochmal aus der Bahn wirft?
Ist ausreichendes Aufwärmen vorher und Dehnübungen nachher der Schlüssel zum "Training ohne Reue"? Die jetztigen Erfahrungen sind ziemlich demotivierend, weil ich beim Training anfange zu denken ... ob mir das nicht wieder schaden könnte. Ziemlich blöd! :hmm:
Bin für eure Expertenmeinung und/oder die Schilderung eurer eigenen Erfahrungen sehr dankbar!
Michi K.
Ich habe sehr fachspezifische Fragen und hoffe, dass sie jemand beantworten kann.
Ich betreibe seit ca. 1 Jahr Krafttraining (ich finde "Bodybuilding" etwas daneben, weil ich nichts "designen" will), seit 6 Monaten regelmässig und recht erfolgreich.
Umso überraschender kam dann die Diagnose des Massagetherapeuten, den ich wegen anhaltender Schmerzen in der Wade aufgesucht hatte. Diagnose "grade one muscle strain" (bin im Ausland), was nach meinen Englischkenntnissen so viel wie "Muskelzerrung" bedeutet. OK, kann passieren. Ich bin mittlerweilen in der 4. Behandlungswoche und schmerzfrei, allerdings noch nicht 100%ig genesen. Das Sich-Rund-Um-Die-Uhr-Schonen (kein Laufen) nervt zwar schon, aber eine Pause ist immer noch besser, als eine chronische Erkrankung.
Als wäre das nicht genug, habe ich jetzt Probleme mit meinem Unterarm. Das gleiche wie bei der Wade: Es ist ein Bereich zu ertasten, der sich "hart" anfühlt ("tightness"). Der Therapeut kam schnell auf die Ursache und ich musste eingestehen, einen simplen, aber gravierenden Anfängerfehler gemacht zu haben: kaum bis keine Aufwärmphase. :
Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich ja monatelang keinerlei Probleme hatte und noch nie auf diesem Trainingslevel war. Ein Muskelkater gab mir sogar Motivation - ich wusste nicht, dass mir das auch schaden kann. Tja, aus Schaden wird man klug - jetzt weiss ich mehr als vorher.
Was ich allerdings nicht verstehe ist, was genau mit den trainierten Muskeln passiert. So weit ich mich ins Thema eingelesen habe, entstehen bei zu grosser Belastung (ja - ist das nicht der Sinn vom Krafttraining???) Mikrorisse in den Fasern in denen sich Blut ansammelt, wie bei einem blauen Fleck. Meine Schlussforgerung ist, dass sich das ganze über Monate summiert hat, sodass ich in der Wade und im Unterarm jetzt Stellen habe, die hart sind und schmerzen. Aber den stechenden Schmerz, der -nach einigen Erklärungen auf Online Ärzteseiten- bei einer Zerrung auftritt, hatte ich nie. Immer nur den -vermeintlichen- Muskelkater, der sich spätestens nach 2 Tagen verflüchtigte.
Meinem Therapeuten zufolge ist dies nichts dauerhaftes, aber es wird Zeit benötigen um auszuheilen.
Was mich aber verunsichert ist, dass sich das ganze wiederholen könnte - auch an anderen Muskelpartien. Wie schon beschrieben, hatte ich ausser den -vermeintlichen- Muskelkatern keinerlei Schmerzen, also gab es für mich auch kein "Warnsignal" und schon gar keinen Grund, zurückzustecken.
Nun zu meiner eigentlichen Frage:
Wie kann ich mir sicher sein, dass so etwas nicht mehr auftritt und mich nochmal aus der Bahn wirft?
Ist ausreichendes Aufwärmen vorher und Dehnübungen nachher der Schlüssel zum "Training ohne Reue"? Die jetztigen Erfahrungen sind ziemlich demotivierend, weil ich beim Training anfange zu denken ... ob mir das nicht wieder schaden könnte. Ziemlich blöd! :hmm:
Bin für eure Expertenmeinung und/oder die Schilderung eurer eigenen Erfahrungen sehr dankbar!
Michi K.