Variation beim Rückentraining

Fitotrain

New member
Der Grund für meinen Thread ist folgender: Mir fehlen schon seit längerer Zeit beim Rückentraining (hauptsächlich breiter Rückenmuskel) die Alternativen. Den Latzug in den Nacken habe ich immer ausgeschlossen, weil hier mehrfach erwähnt wurde, wie ungesund das sei. Nun habe ich diese Übung aber beim letzten Training einfach mal ausprobiert und hatte ein super Muskelgefühl. Deshalb nun meine Frage: Wie groß ist die Gesundheitsgefährdung, die Schädlichkeit wirklich? Wird das übertrieben und ist es wirklich ungesund? Wäre schön, wenn die Fachleute, auch und gerade die "Gesundheitsfachleute"(Jeckyll?!) dazu mal was sagen würden! :)
 
Beim Latzug in den Nacken würde ich die Gefahr nicht unbedingt so hoch einschätzen,wie beim Nackendrücken.
Eine Zugübung belastet die Schultergelenke (Rotatorenmanschette) ja nicht ansatzweise so stark,wie eine Druckübung.

Alternative wäre Latzug zur Brust.

Mfg Del Piero
 
Ich würde auch den Latzug zur Brust empfehlen. Ist zum ersten besser für die Rotatorenmanschette und zweitens machen wohl 95% (oder mehr) der Trainierenden 'nen "Buckel", wenn das Gewicht etwas schwerer wird. Und das ist nicht Sinn der Sache.

v.H.
 
Ungesund ist der Latzug hinten nicht, die meisten beugen eben einfach nicht in der Hüft sondern am Nacken und machen evtl einen Rundrücken.
Jede Übung ist ungesund wenn Sie mit zu schwerem oder falschem Gewicht durchgeführt wird.
Latzug zur Brust geht mehr auf den Lat und den mitteleren Rücken, da es der Ruderbewegung recht ähnlich ist.

Latzug hinten bezieht den Nacken mehr mit ein und die Schultern
 
Franz schrieb:
Ungesund ist der Latzug hinten nicht, ...
Das ist 'ne Aussage, die man so nicht stehen lassen sollte! Nur weil vielleicht manche keine Probleme mit der Übung haben, heisst das noch lange nicht, dass sie gesundheitlich unproblematisch ist. :rolleyes: Oftmals treten die Beschwerden auch erst nach längerer Zeit auf. Personen mit Schulterproblemen, sollten diese Übungsvariante von vornherein meiden.

v.H.
 
@Fitotrain

Ich würde dir eh dazu raten, auf Langhantelrudern vorg. und Klimmziehen zu setzen.
Wenn du Kniebeugen und/oder Kreuzheben in deinem Plan hast, wird dein Rückenstrecker ausreichend belastet.
Mehr braucht dein Rücken nicht!!!


Klimmziehen zum Kinn gezogen.

Langhantelrudern vorg. vom Boden gezogen, d.h. man zieht immer vom Boden weg und setzt auch wieder auf dem Boden ab bzw. berührt zumindest den Boden leicht.
Der Oberkörper ist parallel zum Boden vorgebeugt.
Der Rücken, die Hüfte und die leicht gebeugten Knie bleiben dabei fixiert (weitestgehend unbewegt).
Die Hantel wird knapp unter den Brustmuskel (etwa Höhe Solar Plexus) gezogen.
Ich habe es selber nicht geglaubt, wie diese Übung reinhaut, da ich sonst immer im ca. 70°-Winkel gerudert habe.
Mir fehlte immer beim Rudern das Feeling im Rücken.
Die o.g. Variante aber hat es in sich!!!
Man spürt wirklich den gesamten Rücken.
Eigentlich würde diese Übung komplett ausreichen, um einen wirklich massiven Rücken aufzubauen.
Wichtig!!! ist es das man mit wirklich sehr moderaten Gewichten beginnt und die Technik (die saubere Ausführung) erlernt.
Es ist wahnsinn, wieviel weniger Gewicht man bei der o.g. Ausführungsvariante schafft.
 
Danke für eure ausführlichen Stellungnahmen!:)
Den Latzug zur Brust mache ich schon, habe auch ein ganz gutes Gefühl dabei. In der Regel mache ich für den Rücken, den ich ca. alle fünf Tage belaste, folgendes Programm:

3Sätze Klimmzüge
3Sätze Rudern einarmig (die Übung, wo man sich auf der Bank aufstützt)
3Sätze Latziehen zur Brust

Normales Rudern hatte ich davor schon drin, diese Übungen mache ich jetzt schon über einen längeren Zeitraum und würde nun halt gerne variieren, um den Muskel neu zu reizen. Bloß fehlen mir, wie schon erwähnt, beim Rückentraining wirklich die Alternativen, weshalb ich auf das Latziehen in den Nacken zurückgekommen bin.

@Eisenfresser: Den Rückenstrecker trainiere ich separat alle paar Tage an so einer speziellen Maschine. Kniebeugen/Kreuzheben mache ich nicht; ist mir zu riskant.

Die Übung Langhantelrudern, die du ja sehr ausführlich geschildert hast:), habe ich so noch nicht ausprobiert. Ich habe das so gemacht, dass ich mich auf eine Schrägbank gelegt habe und die Hantel dann hochgezogen habe. Ist schwer zu beschreiben, also eigentlich die gleiche Ausführung, bloß halt im Liegen. Das habe ich deshalb gemacht, weil mir bei diesen technisch anspruchsvollen und gesundheitlich nicht ganz unriskanten Übungen immer ein bisschen mulmig ist. Ich hatte aber, ähnlich wie du beim früheren Rudern, kein gutes Muskelgefühl, ging bei mir irgendwie viel mehr auf den Kapuzen-/Rautenmuskel und auch das nur unbefriedigend.
Deine Beschreibung klingt ja gut, aber ich hätte nicht mal jemanden, der mir die Übung zeigen könnte. In meinem Studio sind die Trainer halt "Fitnesstrainer" und haben solche Übungen nicht im Petto. Und was die Benutzer angeht, da gehöre ich schon zu den Fortgeschrittensten...
 
@Eisenfresser: Den Rückenstrecker trainiere ich separat alle paar Tage an so einer speziellen Maschine. Kniebeugen/Kreuzheben mache ich nicht; ist mir zu riskant.

Die Übung Langhantelrudern, die du ja sehr ausführlich geschildert hast:), habe ich so noch nicht ausprobiert. Ich habe das so gemacht, dass ich mich auf eine Schrägbank gelegt habe und die Hantel dann hochgezogen habe. Ist schwer zu beschreiben, also eigentlich die gleiche Ausführung, bloß halt im Liegen. Das habe ich deshalb gemacht, weil mir bei diesen technisch anspruchsvollen und gesundheitlich nicht ganz unriskanten Übungen immer ein bisschen mulmig ist. Ich hatte aber, ähnlich wie du beim früheren Rudern, kein gutes Muskelgefühl, ging bei mir irgendwie viel mehr auf den Kapuzen-/Rautenmuskel und auch das nur unbefriedigend.
Deine Beschreibung klingt ja gut, aber ich hätte nicht mal jemanden, der mir die Übung zeigen könnte. In meinem Studio sind die Trainer halt "Fitnesstrainer" und haben solche Übungen nicht im Petto. Und was die Benutzer angeht, da gehöre ich schon zu den Fortgeschrittensten...

Im Prinzip brauchst du nur darauf zu achten das dein Rücken gerade ist/bleibt, du immer vom Boden anziehst und dort auch immer wieder ablegst bzw. berührst.

Das ist eigentlich alles.

Versuch es einfach mit leichtem Gewicht.

Laß ggf. von einem Sportkamerad mittels Diggi-cam deine Ausführung fotographieren oder sogar filmen.
Somit kannst du die Ausführung gut kontrollieren.

Das gilt im übrigen bei allen etwa "anspruchsvolleren" Übungen.
Einfach Fotos und Videos machen.
Im Zweifelsfall kann man diese dann auch super ins Internet stellen und die Ausführung beurteilen lassen.
 
So könnte ich es wirklich machen!:) Also erstmal (ein paar Wochen?) nach den regulären Einheiten ein, zwei Sätze de facto ohne Gewicht zur Technikerlernung aufwenden und irgendwann dann damit loslegen.
Bin mal gespannt, ob das wirklich so reinhaut, wie du beschrieben hast.
Nichts desto trotz: Latzug in den Nacken ist okay (für einige Monate)?
 
meine "hauptübungen" für den rücken sind auch latzug nach vorne und vorgebeugtes rudern.
bin ebenfalls der meinung: beides super übungen, mehr braucht man nicht.
 
Rückenvariationen

da ich zur zeit sehr gut aufbaue, arbeite ich nur mit schweren gewichten, also zb:

3 klimmzüge mit 20 kg + (8-10reps)
3 kh-rudern 30 kg (10-12 reps)
3 leg-kabel-curls (als alternative zu kreuzh.);

nach Behrens-Buskies sind alle zugübungen effektiver als ruderübungen, und ruderübungen gegen einen widerstand effektiver als freie übungen - da die entsprechenden übungen ein höheres gewicht zulassen und damit den muskel stärker belasten; für den fitness oder semi-prof bereich ist diese aussage meiner erfahrung nach durchaus eine überlegung wert

gruss
 
was sind denn leg kabel curls?

ich könnte mir da jetzt was drunter vorstellen - das geht aber nur auf den beinbizeps.
 
zugübungen: klimmzüge, latziehen (zug von oben nach unten)

leg-cable-curls: ein bein wird am fußgelenk fixiert am kabel und gestreckt nach hinten gezogen (ich kann halt zur zeit echt kaum was fürn rückenstrecker tun), ist klar auch eine übung fürn beinbizeps, aber eben auch für unteren rücken

gruss
 
Wenn es das ist, was ich meine, geht das eher auf den Hintern (glutaeus maximus), als auf den unteren Rücken. :rolleyes:

v.H.
 
Eisenfresser01 schrieb:
Langhantelrudern vorg. vom Boden gezogen, d.h. man zieht immer vom Boden weg und setzt auch wieder auf dem Boden ab bzw. berührt zumindest den Boden leicht.
Der Oberkörper ist parallel zum Boden vorgebeugt.
Der Rücken, die Hüfte und die leicht gebeugten Knie bleiben dabei fixiert (weitestgehend unbewegt).
Die Hantel wird knapp unter den Brustmuskel (etwa Höhe Solar Plexus) gezogen.

Scheisse, was is das denn für 'ne Mordsübung?! Hab sie Freitag das erste mal gemacht und mein Rücken tut weh, als hätte ich 'nen Abgang von 'nem Motorrad gemacht und wär aufm Rücken gelandet. Jetzt weiß ich, wo der Lat (unten) wirklich beginnt..so Schmerzen hab ich noch nie erlebt!Bis in den Trizeps tut alles weh.

Viele Dank für diese schmerzhafte Erfahrung Eisenfresser :cool:

Klasse Übung, Daumen hoch!

Nur eine Frage: Wie soll man vom Boden ziehen? Grenzt ja dann an halbes Kreuzheben?! Also ich bin die ganze Zeit stehengeblieben, hab aber hinterher auch 'n Ziehen im unteren Rücken verspürt.
 
Marcel schrieb:
Nur eine Frage: Wie soll man vom Boden ziehen? Grenzt ja dann an halbes Kreuzheben?! Also ich bin die ganze Zeit stehengeblieben, hab aber hinterher auch 'n Ziehen im unteren Rücken verspürt.
Du stellst dich an die Langhantel und beugst dich vor, bis du die Langhantel greifen kannst.
In dieser Position bleibst du dann und ruderst immer in grobe Richtung Brust.
Der Oberkörper sollte immer vorgebeugt bleiben, sich nicht bewegen und immer geradebleiben (leichtes Holhlkreuz).
Die Knie leicht gebeugt und während des Rudervorganges ebenfalls unbewegt.

Es sollte immer ohne Gürtel gerudert werden.
Die Gewichte sollte kontrollierbar sein, d.h. ist eine saubere Ausführung nicht mehr möglich, unbedingt mit dem Gewicht runter, denn alles worauf es bei dieser Übung ankommt, ist die optimale und ganzheitliche Rückenbelastung.

Diese Übung ist keine Ego-Übung, da man in sauberer Ausführung wirklich nur mit verhältnismäßig (im Verhältnis zu den herkömmlichen Ruderübung) moderaten Gewichten arbeiten kann.
Bei allen anderen Ruderübung, die man in den Studios so sieht, wird abgefälscht, was das Zeug hält.
Des weiteren wird bei einem etwa ~70°-Rückenwinkel, viel aus dem Schultergürtel und Nacken gezogen.


Der untere Rücken ist zumindest stabilisierend mitinvolviert.
Wenn es dann noch während der Ausführung zu einer leichten Auf- und Abwärts-Bewegung des Rückens kommt, wird der untere Rücken noch etwas stärker mit einbezogen.
Ja, im Prinzip hast du recht, dann wäre es eine Art Teilkreuzheben.
Wobei man bei der optimalen Ausführung ohne diese Auf- und Abwärts-Bewegung des Rückens auskommen sollte.

Es eine wirklich fundamentale und super geile Übung, wobei man durch sie den "GESAMTEN" Rücken trainiert!!!


Ich werde mal Fotos von der Ausführung machen und diese dann reinstellen, zur besseren Veranschaulichung.
 
Wäre wirklich klasse, wenn du mal Fotos machen könntest, habe nämlich noch so meine Schwierigkeiten bei der Technikerlernung!
 
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