Unsere "gesunde Ernährung" - ein Trugschluss?

Grantelbart

New member
Hallo liebe BBler,

ich habe sehr viel für diesen Sport aufgegeben und lebe ihn mit größter Freude, Liebe, Motivation und in tiefster Erfüllung. Ich beherzige alle Ernährungs-Grundlagen des BBs, die den Anspruch an eine gesunde Ernährung proklamieren.

Die Frage ist nur, was versteht man unter dem Begriff von "gesunder Ernährung".

Für unsereins scheint diese Probelmstellung realtiv leicht zu beantworten: Eine gesunde Ernährung basiert auf einer ausgeglichenen, abwechslungsreichen Küche, deren Basis frische Lebensmittel darstelle: keine Fertigprodukte, kein FastFood, keine Süßigkeiten, Reduktion von gesättigten Fetten und Transfetten, keine legalen Drogen usw. und sofort.

Wie ernähren uns gesund mit bodybuilding-gerechten Lebensmitteln: hochwwertige Eiweiquellen, wie Fisch und Fleisch, frisches Gemüse und langekttige KH sind die Säulen in unserem Alltag.

Aber inwiefern ist eben genau diese Ernährung gesund?

Ich muss mir immer aus meiner Familie anhören, dass

- man nur 2x die Woche Fleisch essen sollte --> stimmt diese Pauschalisierung?
- unsere Hauptproteinquellen (Pute, Huhn, Schwein) mit Antibiotikum vollgestopft werden bis oben hin und in Massentierhaltungen gezüchtet werden
- das mein lieber Thungsich Quecksilber verseucht ist
- usw.

Der Thread soll wirklich eine offene Fragestellung darbieten, aber ich selber fange anzugrübeln, ob diese intensive Fleischzufuhr wirklich gesund ist?

Na klar, gibt es noch mehrere Eiweißquellen wie Rind oder Kalb und diverse tolle Fischarten, aber das Ganze schlägt massiv auf den Geldbeutel, und ich will nicht wissen, wie oft bei einigen von uns der Geldbeutel ausschalggebend für die Ernährung ist...

Würde mich über ein paar hilfreiche Kommentare, Anregungen, Ideen, Bestätigungen, Dementierungen sehr freuen :)

Danke vorab für Eure Mühe!
 
da hast du genau manche von den fragen aufgegriffen die mich selber auch sehr interessieren,
besonders wegen dem Thunfisch und der quecksilbern Belastung...

ich würde sagen da man ja schon auf diverse "ungesunde" dinge wie beispielsweise fast food verzichtet ist diese art der Ernährung schon mal um einiges gesünder als das ich nenne es mal Freestyle essen das ein Großteil der Bevölkerung betreibt, worauf ich lust habe das esse ich auch...

2 mal die Woche fleisch ist immer so ne Sache... früher hat man das sicherlich wegen der Geldknappheit gesagt, ob das für unseren Organismus aber schädlich ist, da kann ich dir leider keine so genauen angaben zu machen... jedoch ist ja fleisch generell nichts schlimmes solange man sich nicht ausschließlich davon ernährt, was eventuell auch zur Verursachung dieses Spruches führte

generell würde ich aber mal behaupten das wir schon gesund leben.

hoffe das meine gedanken dem thema was beizutragen haben :)

lg horst-hans
 
Was ist denn Gesund? Will man seine Ernährung auf den gesundheitlichen Aspekt hingehend optimieren, dann glaube ich nicht, dass eine BB-gerechte Ernährung der richtige Weg ist. Der durchschnittliche ernsthafte BB ernährt sich sicherlich um längen besser als der durchschnittliche Bürger, aber trotz allem ist die Ernährung hauptsächlich auf Muskelaufbau-Fettabbau ausgerichtet u. nicht vordergründig um alle Organe etc. optimal zu versorgen. Außerdem ist es schwer zu sagen, was für wen gesund ist. Kein Organismus arbeitet exakt gleich, also kann man allgemein nicht sagen, wie die PERFEKTE Ernährung aussieht. Gesunde Ernährung wird also rein durch Durchschnittswerte definiert.

Besonders als Sportler sollte man sich zielorientiert ernähren, d.h. um bestmögliche Trainingsleistungen/-ergebnisse zu erzielen, dafür muss der Körper bestmöglich funktionieren - also auch weitgehend gesund sein. Für einen BB vorzugsweise Eiweißreich, als Langstreckenläufer KH-reich, dennoch müssen auch alle anderen Nährstoffe ausreichend vorhanden sein.

Die Lebensmittelauswahl ist heutzutage sicher nicht einfach, denn die meisten sind mit Zusatzstoffen versetzt, um sie länger haltbar zu machen, Schädlinge zu bekämpfen, krankheitserregende Stoffe abzuwehren usw.
Produkte, bei denen man sicher sein kann, dass sie absolut natürlich sind, sind hingegen sehr teuer. Aber auch da hast du nicht die Sicherheit, dass du dich absolut gesund ernährst, denn dort können Krankheitserreger o.ä. inne sein, die sonst v. Pestiziden abgewehrt würden.

Fängt man damit an, dass Apfel mit Pestiziden, Geflügelfleisch mit Antibiotikum u. Thunfisch mit Quecksilber verseucht sind, dann dürfte man gar nichts mehr essen, nicht mal das Zeug aus dem eigenen Garten, denn die Erde hat man ja auch im Baumarkt gekauft... ich halte das alles für etwas überzogen. Der Trend geht sowieso wieder immer mehr zu naturbelassenen Bioprodukten. Das ist der richtige Weg.
 
Über das Antibiotikum im Fleisch denk ich auch oft nach, vorallem das mit dem Tunfisch ist nen Problem, wenn man mal nachdenkt, was man jeden Tag isst, wird einem anders.

Ich glaub Sicherheit kriegste nur, wenn du selbst anbaust/züchtest, oder dir das Biozeug holst.
Versteh auch nicht, wie das legal sein kann, die Tiere so vollzupumpen. Zudem werden die Krankheitserreger immunisiert.

Habs mal ne Zeit ohne Fleisch versucht, den Eiweißbedarf dann über Quark gedeckt, aber irgendwann kriegste nur nen Würgereiz, wenn du die Packung aufmachst.
 
Ich bekomme das Fleisch immer von einem Bauernhof, der 2 min. von mir weg ist ! Und die werden nicht mit Antibiotikum vollgestopft ! Jedes Jahr ein halbes Schwein :) also da Brauch ich mir keine sorgen zu machen!

Thunfisch und Quecksilber ist immer eine häufig gesetzte frage, ich kann leider nicht viel dazu sagen .. Hab mich noch nicht so sehr damit beschäftigt
 
...letzendlich geht es unterm Strich allein darum die negativen Aspekte zu minimieren, denn 100% gesund und naturbelassen können sich die meißten eh nicht ernähren, d.h. für mich auch wenn meine "gesunde" Ernährung nicht immer 100% gesund ist, so ist es der Gegenspieler, Fast Food, Süßigkeiten, verarb. Lebensmittel, Alk, Nikotin etc. erst recht!!!

...für mich ist der richtige Weg die Kohlenhydrate zu minimieren bzw. bedarfsgerecht zu zuführen, ausreichend Eiweiß und gute Fette zu essen, viel zu trinken (kalorienfreie oder -arme Getränke!!!), wenig verarbeitete Lebensmittel, selten Fast Food und Süßigkeiten, selten Alkohol, KEIN Nikotin etc.




Gruß Eisi
 
apropo Alkohol, es wird ja auch immer heftig über Alkohol diskutiert, aber in welchem Ausmaß sollte man Alkohol vermeiden? wenn man ab und zu ein Bierchen trinkt mit Freunden wird's weniger schlimm sein wie 2x in der Woche eine vollkesche ?
 
ich persönlich finde,dass man selber ruhig das wort "selten" in seiner bedarfsgerechten ernährung einfließen lassen darf!denn ausnahmen bestätigen die regel...ich rede nicht unbedingt von jeder woche...aber keiner oder die aller wenigsten von uns fahren diese extreme BB-schiene,dass man sich nicht einmal im monat eine kleine pizza oder ähnliches zu gemüte führen dürfte.das grenzt in meinen augen an eine art einschränkung,die es einfach nicht wert ist.dem körper oder auch den trainingszielen wird es keinen abbruch tun ,aber der "seele" tut soetwas gut.
ich denke auch,dass das eine bier nicht schaden wird.so lange es nicht im vollrausch endet und wie oben beschrieben nicht jede woche,wird auch das zu verkraften sein.

zum fleisch...ich habe letztens eine peta-zeitschrift gelesen und da standen erschreckende sachen drin...antibiotika+bilder von puten!da überlegt man sich 2mal,ob man nicht wirklich zum bio-bauern seines vertrauens fährt,falls möglich.

im allgemeinen ernähre ich mich so,wie es für diesen sport gefordert ist,mache aber mal ausnahmen,was aber weder meiner form ,noch meinem gewissen schadet,sondern einfach zu einer gewissen vielfältigkeit meiner ernährung beiträgt.und ich stehe dazu=)

mfg greg
 
du hast auf jeden Fall ein interessantes Thema aufgegriffen. ich selbst setze den Begriff GESUND immer unter Anführungszeichen. was heißt wirklich gesund? um, das wirklich zu wissen, müsste ich wohl selbst tiere halten, obst und Gemüse anbauen, etc... demnach verwende ich lieber den Ausdruck "Ausgewogen". das setze ich gleich mit Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, etc... vorallem aber auch abwechslungsreich.

thunfisch verwende ich zwar ebenfalls in der Küche allerdings aus zwei Gründen eher selten:

1. wegen der von dir angesprochenen Quecksilberbelastung, wovon auch Meeresfrüchte sehr stark betroffen sind,
2. wegen der Überfischung.

weiche in diesem Fall eher auf heimische Fische aus: Lachs, Lachsforelle, Bachforelle, Saibling, etc... leider kenn ich jetzt keine langfristigen Untersuchungen, welche einen Zusammenhang zwischen höherem Thunfischkonsum und Quecksilber und auswirkungen auf den menschlichen Körper herstellen.

da ich in der Küche und privat mein Fleisch beim Metzger meines Vertrauens kaufe, mache ich mir keine Sorgen wegen antibiotika. es ist aber auf jeden fall hilfreich, als Konsument kritisch zu sein.

weiter oben wurde mal Biozeug genannt: auch hier ist vorsicht geboten, denn was ist BIO? bei uns in Tirol gibt es einige Großbetriebe, die Salat, etc anbauen, diesen auch an Lebensmittelmärkte liefern - keine Frage, auf den ersten Blick BIO, auf den zweiten Blick: direkt neben den riesigen Feldern führt die Autobahn vorbei und die Einflugschneisse der Flugzeuge liegt ebenfalls dort... :)

Bio ist also relativ. wenn ich wirklich Bio will, werd ich wohl eher nicht drum herumkommen, entweder einen Bauernmarkt aufzusuchen, oder so wie ich es im Hotel mache, bei einem Obst und Gemüsehändler beziehen, wo ich im Prinzip alles nachvollziehen kann. sprich vertrauen.

Fazit: den ganzen Pestiziden, etc wirklich auskommen - ich denke, das funktioniert nicht wirklich, bzw sehr schwer. was aber wohl hilfreich ist, skepsis an den tag zu legen.

MFG
premutos
 
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