Vielen Dank für Eure schnelle Reaktion. Leider konnte ich die benötigten Informationen erst jetzt auftreiben. Der Krankenhausbericht schilderte folgedes:
Diagnose: Apoplexia papillae OS, unbekannte Herzrhythmusstörungen
allg. Diagnose: labile arterielle Hypertonie
Bei Aufnahme lag die Sehschärfe s.c. rechts bei 1.0-1.2, links bei 0.2-0.3. Die vorderen Augenabschnitte waren bds. unauffällig und reizfrei. Der Druck lag im Tagesprofil bds. zwischen 20 und 15 mmHg.
Am betroffenen Auge zeigte sich ein ausgeprägtes Papillenödem mit Streifenblutungen. Die Gesichtsfelduntersuchung (FVA) zeigte zentral ein unspezifisches Relativskotom.
Während eines 10-tägigen stationären Aufenthalts führten wir eine i.v.-Hämodilutionstherapie anfänglich mit Expafusin- und Trentalinfusionen, begleitend von einer systemischen Cortison-Therapie mit Decortin-H 100 mg initial durch. Bei einem Hämatokrit von 43.2% führten wir einen Aderlass von 350 ml durch. Da es nach Reduzierung des Cortison zu einer Verschlechterung des Befundes kam, wurde die Dosis auf 250 mg i.v. für drei Tage erhöht.
Bei Entlassung lag die Sehschärfe rechts s.c. bei 0.5-0.6. Es zeigte sich weiterhin ein Papillenödem mit beginnender sektorieller Papillenatrophie oben.
Die internistische Ursachenabklärung ergab folgende befunde:
EKG: überdrehter Linkstyp, SR 68/min, PQ 0.15 sec., linksanteriorer Hemiblock möglich, unauffällige Repolarisation, keine Extrasystolen
Doppelter-/Duplex der Carotiden: unauffällige extrakranielle Carotisstrombahn ohne Plaques oder Stenosen, Aa. Vertebrales seitengleich regelrecht perfundiert
24-h-Blutdruckwerte: bis 176/116 mm Hg, systolisch 91%, disatolisch 58% oberhalb der Norm unter Hämodilutuion
Echokardiographie: Gute LV-Pumpfunktion ohne Wandbewegungsstörungen. Linker Vorhof im oberen Normbereich, übrige Herzhölen unauffällig. Keine relevante Vitien, keine Rechtsherzbelastung, keine Hypertrophie, kein Perikarderguß, kein Trombus
Die ASS-Einnahme sollte als Dauertherapie fortgeführt, das Cortison nach dem mitgegebenen Schema ausgeschlichen werden. Darüber hinaus empfehlen wir das Ansetzen einer antihypertensiven Therapie mit dem Ruhezielwert 130/80.
im Vorfeld bemerkte der Mann einen gewissen Druck "von hinten" gegen sein linkes Auge. Am Folgetag war der Druck auf das Auge wohl zurückgegangen, allerdings bemerkte er ein leicht verschwommenes Gesichtsfeld, was das linke Auge betrifft ("als ob ne Wolke davor sei"). Ein Fremdkörper befand sich jedoch offensichtlich nicht im Auge (wurde von der Frau kontrolliert). Da sich die Situation an einem Wochenende abspielte, wurde auf drängen der Frau der Augenärztliche Notdienst aufgesucht. Nach dortiger, mir nicht weiter bekannten Untersuchung diagnostizierte der Arzt eine Embolie am bzw. hinter dem linken Auge und überwies in ein entsprechendes Klinikum.
Der Sport wird meines Ermessens nach von Ihm gemäßigt ausgeführt und sowieso erst seit 2-3 Jahren betrieben. Nebenbei trainierte er bis vor kurzem mehrmals wöchentlich je ca. 30 Minuten auf einem Crosstrainier in gemäßigtem Tempo (das konnte er die letzten Wochen nicht mehr tun, da das Gerät beschädigt war und noch nicht wieder repariert wurde).
Unter (leichtem ?) Bluthochdruck "leidet" er schon seit seiner Jugend, zumindest schon mehr als 20 oder 30 Jahre. Ob das jemals behandelt wurde, weiß ich nicht.
Der Mann rauchte nie und genoß Alkohol in gemäßigtem Rahmen, sprich Abends schon mal ein gläßchen Wein, vielleicht zwei.
Beruflich bedingt sitzt er die meiste Zeit in einem Büro.
Hoffe ich konnte Euch für's Erste hinreichende Informationen an die Hand geben. Falls noch etwas unklar sein sollte, fragt bitte bei mir nach.
Danke !