Training bis Muskelversagen / Progressiv

Wolge

New member
Ich trainiere meist mit einer bestimmten wh zahl (die variiere ich auch) zb momentan 8-10 und nehme in jedem satz soviel gewicht wie ich die 8-10 schaffe aber jedesmal bis zum versagen komme


trainiert ihr nach methode: 12/10/8 WH mit steigenden gewichten? (geht bei mir nicht, kann nur gewicht beibehalten aber net steigern...) was ist bei dieser variante der vorteil?

manchmal lese ich auch wieder dass man gar nicht bis zum konzentrischen versagen arbeiten soll, sondern sich lieber in jedem training langsam steigern...progressiv arbeiten????!!!
 
"trainiert ihr nach methode: 12/10/8 WH mit steigenden gewichten?"

-> Nö.


"was ist bei dieser variante der vorteil?"

-> Der Vorteil ist halt, dass du den Körper langsam auf die schwereren Gewichte vorbereitest, v.a. psychisch.


"manchmal lese ich auch wieder dass man gar nicht bis zum konzentrischen versagen arbeiten soll, sondern sich lieber in jedem training langsam steigern...progressiv arbeiten????!!!"

-> Das eine schließt das andere nicht aus, d.h. man kann sowohl bis zum konzentrischen Versagen arbeiten als auch sich gleichzeitig von Trainingseinheit zu Trainingseinheit langsam steigern. Oder eben nur eins davon oder keins.

Ansonsten ist es aber schwierig zu sagen, was der optimale Weg ist. In der Praxis hat sich halt meist das Training bis zum MV eingebürgert, mit dem man zweifelsfrei gute Erfolge erzielen kann, aber auch andere Ansätze sind vielversprechend, wie z.B. die ILB-Methode, wo nicht immer bis zum MV trainiert wird (gerade bei Anfängern).

Jetzt könnte man auch wieder eine ellenlange Diskussion über "Muskelversagen: Ja oder Nein" führen. Für mich steht fest, dass MV nicht unbedingt notwendig ist. Ich persönlich gehe auch nicht immer bis an diese Grenze. Für mich ist hauptsächlich wichtig, dass ich mich möglichst in jeder Trainingseinheit in Bezug auf die Gewichte steigern kann (Stichwort: Progressive Überlastung) und dass klappt auch ohne ständiges MV ganz gut. Was aber nicht heißen soll, dass ich es nicht praktiziere. Nur halt nicht in jedem Satz. Also praktiziere ich quasi ein "Mischmasch-nach-Gefühl-System". Na ja - jedenfalls bei mir steht der Spaß im Vordergrund und solange die Erfolge in mein Konzept passen, ist es mir wurscht, ob nun die eine oder andere Methode einen Millimeter mehr oder weniger Muskelmasse bringt. Bin ja kein Profi..

Und dann ist die Frage, ob MV wirklich MV ist. Wenn ich z.B. die Hantelstange beim Bankdrücken nicht mehr sauber hochbringe, ist das laut meiner Definition Muskelversagen. Aber wenn es nun um mein Leben gehen würde, dann wäre vielleicht doch noch eine Wdh. mehr drin gewesen. Von daher versagt bei mir manchmal weniger der Muskel, sondern eher die Psyche. Der ewige Kampf Geist gegen Materie...
 
Wolge

Viele Sportler verwenden bzw. favorisieren jeweils ein anderes Satzsystem und jeder schwört darauf.

Wichtig ist die progressive Steigerung der Trainingsgewichte, also sprich das du immer gleichmäßig stärker wirst.

Das klassische Satzsystem, womit bei Beginnern eigentlich immer die beste progressive Kraftentwicklung erreicht wird ist einfach:

2 Sätze a 6-10 Wdh.

Du verwendest ein Trainingsgewicht mit dem du mit Müh und Not 10 Wdh. schaffst (aber immer eine sauber Ausführung), dieses Gewicht behälst du bei und versuchst jetzt noch einmal 10 Wdh. zu schaffen, wird warscheinlich nicht gehen.

Wenn du in diesem 2. Satz dann irgendwann die 10 Wdh. schaffst (der 1. Satz wird dann quasi über die Zeit fast zum letzten Aufwärmsatz, da er immer leichter wird und du ja bei Erreichen der 10 Wdh. das Gewicht ablegst), erhöhst du im nächsten Training das Trainingsgewicht und das Ganze beginnt wieder von vorn.

Eisenfresser
 
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