Tägliches Training kontraproduktiv?

appealtoreason

New member
Hallo erstmal an alle Forenuser,

freue mich zunächst einmal hierher gefunden zu haben, da ich bislang schon einiges an verwertbaren Informationen ausfindig machen konnten, die die ein oder andere Frage auch zur genüge beantworten konnten.

Nun aber noch eine spezielle Frage, da mein Umstand wohl etwas außergewöhnlich ist.

Ich habe mit 17 angefangen dem Kraftsport nachzugehen, das hielt allerdings nur ein knappes Jahr, damals war das Training auch eher sporadisch, also ohne klares Ziel und vorallendingen ohne konkreten Plan, habe aber fast täglich trainiert und auch schnell Erfolge verzeichnen können. Wie schon gesagt war nach knappen 11 Monaten dann Schluss aufgrund der Veränderung Wohnortes, auch hat irgendwann die Motivation nachgelassen. Dann habe ich zirka 1 1/2 Jahre gar nicht trainiert und im Februar wieder angefangen, mit Trainingsplan, mit diversen Präperaten(Kreatin, Eiweiß, Weight Gainer, Aminosäuren) und auch da ging es schnell wieder bergauf..Habe mit einem 2 er Split angefangen und später bin ich auf den 3 er umgestiegen. Habe 4-5 mal die Woche trainiert, je nach Zeit und Kraft, da ich bis September noch täglich arbeitstätig war, was seitdem durch Umzug und co. aber eben nicht mehr der Fall ist. Die Sache ist..Mein neues Fitness-Studio liegt 1 Minute von hier und es ist, vllt. resultierend aus der Arbeitslosigkeit heraus, fast schon ein Bewegungsdrang, den Drang etwas zu tun, das ich eben jeden Tag seit etwa..2 Monaten dort bin. Habe immernoch einen 3 er Split, der wie folgt aussieht:

Brust / Trizeps / Bizeps

Beine / Bauch

Rücken/Schulter/Nacken

Dazu kommen täglich 30 Min Sandsack/Sparringstraining sowie 15 Min laufen, um am Ende den Kreislauf etwas zum Cool Down zu bewegen.

Das eigentliche Kraft-Training dauert 1 1/2 Std täglich, Di+Do bin ich auch morgens am trainieren, sonst halt Mo-Fr(Manchmal auch Samstag), Sonntag pausiere ich ganz.

Da ich ja nun ausser der Hausarbeit keinerlei Tätigkeit nachgeht(Was eben außergewöhnlich ist, da mir klar bewusst ist das so ein häufiges Training bei arbeitstätigen Menschen eher der Ausnahmefall ist), relativ viel schlafe(7-9 Std), mich gut ernähre, quält mich eben die Frage, ob ich durch dieses intensive Training langfristig gesehen im Muskelaufbau stagniere, oder weiterkomme. Ich hoffe das Ihr mir mit dem ein oder anderen Rat weiterhelfen könnt, das wäre sehr hilfreich.

Ich bedanke mich schon einmal im Vorraus!
 
solange du dich verbesserst und zuwächse kommen mach weiter so ,musst halt darauf achten das du nie nen muskel trainierst in dem du muskel kater hast ,gut essen und schlafen !wenn die erfollge ausbleiben dann solltest du was überdenken.
 
Genau da bin ich skeptisch..Ich sehe zwar Erfolge, was Kraftintensität und Leistungssteigerung betrifft, allerdings keine sichtbaren Erfolge am Körper selbst. Mache derzeit auch Defikur mit 25 Wiederholungen und in etwa 2/3 des ursprünglichen Gewichts, wo ich mit 8-16 Wiederholungen trainiert habe.

Allerdings habe ich jetzt mit mehreren Leuten gesprochen, mich durch Foren gestöbert und habe heute beschlossen, mein Training einfach mal probeweise auf 4 x 55-70 Minuten, auch jetzt in der Defiphase, zu reduzieren. Dazu noch 30 Min Laufen um die Fettverbrennung zu erhöhen. Das dürfte bestimmt mehr Erfolg erzielen, als die jetzige, stetige Überlastung, da der Körper einfach keinerlei Regeneration findet. Auch wenn ich der jeweiligen Muskelatur immer 24-36 Std zur Regeneration gegeben habe..Ich denke das der ganze Körper auch mal Ruhe braucht, und nicht nur die angestrengte Muskelpartie.
 
Jo, viel Spaß aufm weg ins Übertraining.
Das is sicher Kontraproduktiv, du wirst vllt am "Anfang" damit aufbauen, weil einfach genug Potential da is und ja erstmal ne gewisse Grundmuskulatur aufgebraut werden muss.

"Defikur", sry aber das is was selten blödes.
Wenn du definieren willst, mach weiterhin deine 3*10 Wdh und nich 25 oder so, das is nur Kraftausdauer was dir dann letztendlich die sichtbaren erfolge gewiss vermiesen wird.
Um zu definieren einfach Fett wegbekommen, sprich Cardio und weniger KH.
 
Warum Übertraining? 4x 55-70 Minuten pro Woche sollten durchaus verkraftbar sein. Dazu etwas Cardio, um die Fettverbrennung zu maximieren. Und die Methodik der Kraftausdauer ist auch förderlich für eine Definitionskur, da eben die Kalorienverbrennung(durch mehrfachen Wiederholungsablauf) gesteigert wird. Ernährung und Cardio gehören natürlich auch klar dazu.
 
Und die Methodik der Kraftausdauer ist auch förderlich für eine Definitionskur, da eben die Kalorienverbrennung(durch mehrfachen Wiederholungsablauf) gesteigert wird.


jegliches bewegung von gewichten erhoeht den kalorienverbrauch. das der Kalorienverbrauch bei weniger gewicht und mehr wiederhollungen besser ist als mit mehr gewicht und weniger wiederhollungen ist ein irrglaube.
wenn du deine muskel bei der definitionsphase behalten willst, eventuel sogar an muskelmasse zulegen willst dann sind reletiv schwere gewichte gefragt.

trainieren kannst du durchaus jeden tag, ich wuerde das ganze aber dann ganz anders angehen, das heisst nur wenige Grunduebungen pro Tag und kurzes knackiges Training.

Bsp.

Montag:
Kreuzheben
Umsetzen

Dienstag:
Klimmziehen
Rudern

Mittwoch:
Kniebeugen
Ausfallschritte

Donnerstag:
Bankdruecken
Military Press

Freitag:
wie Montag

etc.

dann wuerde ich fuer jeden trainingseinheit noch jeweils eine Isolationsuebung einbauen.
 
jegliches bewegung von gewichten erhoeht den kalorienverbrauch. das der Kalorienverbrauch bei weniger gewicht und mehr wiederhollungen besser ist als mit mehr gewicht und weniger wiederhollungen ist ein irrglaube.
wenn du deine muskel bei der definitionsphase behalten willst, eventuel sogar an muskelmasse zulegen willst dann sind reletiv schwere gewichte gefragt.

trainieren kannst du durchaus jeden tag, ich wuerde das ganze aber dann ganz anders angehen, das heisst nur wenige Grunduebungen pro Tag und kurzes knackiges Training.

Bsp.

Montag:
Kreuzheben
Umsetzen

Dienstag:
Klimmziehen
Rudern

Mittwoch:
Kniebeugen
Ausfallschritte

Donnerstag:
Bankdruecken
Military Press

Freitag:
wie Montag

etc.

dann wuerde ich fuer jeden trainingseinheit noch jeweils eine Isolationsuebung einbauen.

Okay, also wieder auf Maximalgewicht setzen, dafür aber mehr Cardio einbauen? z.B 55-70 Min Krafttraining und ne 3/4 Std Cardio?

Das tägliche Training habe ich mal bis auf weiteres an den Nagel gehangen, das Gefühl der Stagnation reißt sich einfach nicht los. Werde jetzt 4x 55-70 Min Kraftsport die Woche machen sowie das Cardio erhöhen und nach 4-8 Wochen mal das erste konkrete Resúme ziehen. Danke dir aber für deinen informativen Beitrag, sollte ich mit der 4x-Methode nicht gut fahren, werde ich mal deinen Rat in die Tat umsetzen.

Mal noch eine kurze Frage, lohnt sich L-Carnitin wirklich? Überall liest man geradezu paradox-ambivalentes, die einen Studien belegen die Wirksamkeit, die anderen verteufeln das Zeug, wie bei allem im Leben. Kann mir da jemand einen Selfmade-Erfahrungsbericht tippen?
 
Cardio trainiert primaer mal die ausdauer bzw. das Herz kreislaiufsystem. dabei werden zwar auch Kalorien verbrannt allerdings weit weniger als bei anaeroben Taetigkeiten (schweres Krafttraining,HIIT , Tabata etc.).
 
l-carnitin lohnt sich nicht! is nur teuer . hatte mal flüssiges, hab auch abgenommen ich glaube das war aber nur kopfsache denn nach dem die flasche alle war nahm ich weiter ab !:hmm:
 
Cardio schließt doch Joggen, Rad fahren und co ein, oder? Das ist also weniger gut für die Fettverbrennung? Kann ich mir kaum vorstellen.

L-Carnitin hat bei dir, Memphis, also nichts gebracht? Hm...Man liest halt viel darüber, denke das hängt von jedem einzelnen irgendwo ab, bei manchen wirkts, bei manchen nicht. Ist wie mit Medizin. Schlägt auch nicht bei allen Menschen gleich an.
 
Google doch mal nach den Begriffen Tabata oder HIIT.

Hey Jimbo, kaum zu glauben...Ich bin mittendrin im HIIT da ich nie ausdauernd gelaufen bin, sondern immer(wie dort vorgesehen) 2 Min jogge, 30 secs Sprint, 2 min Joggen..usw.usf..Hehe, habe ich ja noch einmal Glück gehabt, werde das also beibehalten. Tabata sieht auch interessant anstrengend aus, vllt. komm ich ja mal dazu!

Danke!
 
L-Carnitin hat bei dir, Memphis, also nichts gebracht? Hm...Man liest halt viel darüber, denke das hängt von jedem einzelnen irgendwo ab, bei manchen wirkts, bei manchen nicht. Ist wie mit Medizin. Schlägt auch nicht bei allen Menschen gleich an.

L-Carnitin kann gar nichts bringen, da es lediglich der Transporter von Langkettigen Fetten zur Zelle ist. Die begrenzenden Faktoren sind dann noch immer die Durchlässigkeit der Zellmembrane und dann noch die Kapazitäten der Mitochondrien, der Kraftwerke in der Zelle.

L-Carnitin hat aber durchaus positive Wirkungen, müsste dann aber in sehr hohen und damit sehr teuren Dosen eingenommen werden.

Aber der Glaube versetzt ja auch manchmal Berge ;-)
 
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