Supplemente und Verträglichkeit

Hallo an alle,

ich habe neulich in einem Buch über Nahrungsmittelallergien gelesen, daß der Häufigkeit (weltweit) nach folgende Nährstoffe am problematischsten sind:

1. Kuhmilch
2. Hühnerei
3. Schweinefleisch
4. Weizen

Die Mehrzahl der Protein-Supplemente und Weight-Gainer beruht nun justament auf Kuhmilch- und Hühnerproteinen.

Ist die Supplement-Branche des BB auf dem Holzweg?

Gruß

Andreas
 
Und eine echte Allergie haben nach vernünftigen Schätzungen 5-6% der Bevölkerung. Von denen sind etwa 50% behandlungsbedürftig. Das sind nicht sehr viele.

jeckyll
 
@jeckyll

Ja, aber ich dachte nicht in die Richtung, es gebe viele Bodybuilder mit Kuhmilch- und/oder Hühnerei-Allergien.

Sondern ich wollte eigentlich ausdrücken, Lebensmittel, die am häufigsten Allergien hervorrufen sind allgemein nicht gut bekömmlich. Auch für die nicht, die keine harten Allergien gegen sie haben. Die Nicht-Allergiker vertragen sie zwar mehr oder weniger schlecht als recht, andere Nährstoffe wären somit auch für sie viel besser.

Gruß

Andreas
 
Wie kommst Du jetzt da drauf? Nur weil es Allergiker gibt, die darauf reagieren, heißt das nicht, daß diese Nahrungsmittel allgeimein schlecht verträglich sind.
Sehr viele vertragen keine Milch(produkte), stimmt. Das liegt aber nicht am Milchprotein, sondern hauptsächlich am Milchzucker. Der ist aber in Proteinpulvern und Gainern nicht interessant.

jeckyll
 
Ausserdem gibt es z.B. Leute mit Allergie auf Erdbeeren (nicht mal so selten) und die sind für mich sehr bekömmlich ;).
Ansonsten ist die Liste soweit schon richtig, Milchzucker ist für relativ viele Leute nicht verträglich, ist aber keine Allergie im eigentlichen Sinne sondern nur das Fehlen bzw. reduzierte Bilden des nötigen Verdauungs-Enzyms.

Gruss Skyguide
 
Original geschrieben von Skyguide
Ausserdem gibt es z.B. Leute mit Allergie auf Erdbeeren (nicht mal so selten) und die sind für mich sehr bekömmlich ;).

Gruss Skyguide

Bei mir stellte man vor ein paar Jahren fest, dass ich eine Erdbeerallergie habe. War schon ziemlich hart, keine mehr essen zu dürfen, da es Zeiten gab, in denen ich 1 Schachtel pro Tag verdrückt habe.

Gruss Helby
 
@yekill:

Die Überlegung ist ganz einfach: Wenn ein Nährstoff häufig Allergien verursacht, ist er generell nicht besonders bekömmlich, auch wenn sich die Unverträglichkeitssymptome nicht bis zur Allergie steigern.

Gruß

Andreas
 
@Andreas
Wäre Dein Vorschlag jetzt, anur noch leicht Verdauliches zu verspeisen? Dann würde Dein Körper mit der Zeit aber die Fähigkeit verlieren die gestrichenen Lebensmittel zu verdauen.
Sei da lieber vorsichtig.

Gruß
Widar
 
@Widdar:

Ich beobachte tatsächlich, daß meine Fähigkeit, diese unerwünschten Nahrungsmittel zu verdauen, seit meinem weitgehenden Verzicht darauf, nochmals deutlich abgenommen hat. Ich entwöhne mich sozusagen.

Aber das muss ja nicht per se schlecht sein. Es gibt so etwas wie Maladaption. D.h. Anpassung an das Schlechte. Durch dauerhafte Gewöhnung lernt der Organismus, mit an sich Unerwünschten zurecht zu kommen. Diese Fähigkeit geht natürlich bei Verzicht auf die unerwünschten Stoffe weitgehend wieder verloren. Aber wo soll der Verlust liegen? Es fällt ja nur eine unerwünschte Belastung weg.

Ich glaube nicht, daß ich seit meiner Ernährungsumstellung irgendeinen Mangel leide. Fisch und Geflügel sind hochwertige tierische Nahrungsmittel. Ihr Eiweissgehalt leigt nur wenige Prozentpunkte unter rotem Fleisch. Kalzium bekomme ich auch aus Schafskäse. Dafür brauche ich die Kuhmilch nicht.

Ich fühle mich insgesamt wohl. Wenn ich mal auf einem Grillabend ein Rindersteak esse und dann 2 bis 3 Tage brauche, bis die Verdauung wieder unbeschwert läuft, weiß ich daß ich mich richtig entschieden habe.

Meine Tochter ist übrigens ganz anders disponiert als ich. Sie ist rotes Fleisch für ihr leben gern und hat eine vollkommen gleichmäßige und unbeschwerte Verdauung dabei. Die Menschen sind einfach zu unterschiedlich veranlagt, als daß man sie alle über einen Kamm scheren könnte. Ich halte es auch für durchaus möglich, daß einzelne mit einer rein veganen Ernährung sehr gut fahren. Ich gehöre aber nicht dazu. Jeder muss sich selbst beobachten und die richtigen Schlüsse ziehen.

Man hat vor einiger Zeit einmal Kleinkindern völlig freie Wahl bei ihrer Ernährung gelassen. Da waren auch welche mit typischen Kleinkindkrankheiten darunter. Das erstaunliche Ergebnis war, dass sich die kranken Kinder bevorzugt die Nahrungsmittel gesucht haben, die Substanzen enthielten, die gut zur Krankheitsbekämpfung waren. Die Kinder handelten instinktiv richtig. Wir Erwachsene sind nur zu sehr verkopft, hängen irgendwelchen Ernährungsreligionen nach und haben verlernt auf die Stimme des Körpers zu hören.

Gruß

Andreas
 
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