Schmerzen an Knochen und Gelenken

azukahc

New member
Hallo miteinander

Bitte nehmt euch doch die Zeit das kurz durchzulesen, Danke.

Ich (m. 20) trainiere jetzt bereits seit 5 Jahren.

Problem
Vor etwa 8 Monaten hatte es angefangen mit Schmerzen entlang der Elle während einer Bizepübung. Bevor ich jedoch relisierte was es ist, war es bereits chronisch. Ich habe daraufhin mein Training komplett umgekrempelt, so dass ich keine weiteren Schmerzen am Unterarm wärhend des Trainings verspührte. Doch aufgrund der Belastungen am Alltag und besonders durch den Beruf am PC verschwanden auch diese Schmerzen bis jetzt nie ganz, es geht jedoch immer besser.
Nun da die Schmerzen im Unterarm zu verschwinden scheinen, schmerzen auch noch die Schulter und der Oberarmknochen.

Behandlung
Ich bin seit Beginn der Schmerzen in Behandlung. Physio, Massage, und nun schon beim Chirurg und niemand weiss was es ist.

Fitness-Center
In unserem Fitnesscenter haben wir auch gute Coaches, welche auch auf die Ausführung achten und mir sehr geholfen haben, als ich Schmerzen im Unterarm hatte, Übungen zu finden, welche ich ohne Schmerzen absolvieren konnte.

Trainingsausführung
Es war mir von Anfang an wichtig sauber und kontrolliert zu trainieren. Hatte da auch gute Vorbilder. An der Ausführung liegt es also nicht, denn die ist zweifelos beispielhaft.

Trainingsintensität
Ich trainiere in der Regel in eher niedrigen Wiederholungszahlen und dementsprechend viel Gewicht. Doch wie es scheint, hat mein Körper damit ein Problem. Was mich ein wenig ärgert, da ich andere sehe die die Übungen schrecklich ausführen und keinerlei Beschwerden haben.

Körper
Da ich von ziemlich zierlicher Natur bin, auch wenn ich nun gut Aufgebaut habe, sind meine Gelenke und so weiter eher dünn. (Fast schon weibliche Hände xD). Ich weiss nicht ob das ein Problem ist. Ich sehe jedoch andere, welche wircklich hässlich trainieren und keine Probleme haben...

Meine Idee
Um nicht in den gleichen Mist mit den 8 Monaten Schmerzen hineinzulaufen, dachte ich mir dass ich eine 3 Monate Semi-Ruhepause einlege. Ich möchte jedoch nicht gleich alles wieder verlieren. Daher hatte ich mir vorgestellt die Widerholungen so weit hinaufzuschrauben, dass ich keine Schmerzen mehr habe. (ca 20 W.)

Was haltet ihr davon und hattet ihr ähnliche Probleme?

Bin für jede Hilfe dankbar :)
 
die frage ist, wie gut deine grundspannung bei allen ausführungen war. es kann von außen recht schön aussehen, aber wenn die spannung nicht gegeben ist, ist alles kacke. grad bei niedrigen wiederholungen ist eine gute pressatmung fast unumgänglich.

irgendwie bin ich nicht mehr so recht der fan von dem "mein körper verträgt kein hartes training" - manche alltagsbelastungen gehen weitaus mehr auf gelenke als ein squat mit 100kg zusatzgewicht (ein 2stufiges treppensteigen beansprucht dein hüftgelenk um das bis zu 3 fache) ein sprung oder eine landung noch mal um einiges mehr. keiner würde sagen "mein körper vertragt es nicht wnen ich 2 stufen auf einmal gehe". alles ein wenig placebo ?! Hatte selbst stets probleme mit dem Gewicht rauf zugehen und den wiederholungen runter. seitdem ich aber eine gute Pressatmung entwickelt habe und keine angst mehr davor habe, läufts eigentlich sehr sehr gut !

--- ich bin ebenfalls extrem zierlich, also weiß ich wovon du sprichst ;)

lass deinem körper mal eine komplette pause. Vl hast du zu viel trainiert, vielleicht mit zu wenig spannung, vl war der plan auch einfach nur mist und deine gesamten muskeln sind nun ineinander verkettet. wenn die probleme aus gelenken etc. rausresultieren, müsste man das eigentlich in einem MRT erkennen.

dU könntest dir einen Physio suchen, der dich von kopf bis fuß triggert. Triggert man einen schmerzhaften punkt, verschwindet der, aber dann kommt der nächste auf... demnach muss man wirklich von oben anfangen und unten aufhören.
massagen sind auch gut. du kannst in den 2-3monaten öfters schwimmen gehen (anständige technik vorrausgesetzt!)

alternatives training machen (TRX Bänder, Therabänder, etc)

aber die ganzen ratschläge von mir sind wirklich keine garantiepunkte - man kann bei solchen dingen einfach nie wirklich sagen, warum wieso weshalb... oft reicht einfach eine dysbalance die alle muskeln ineinander verspannt!
vl hast du zu viel isoliert trainiert?

lg
 
aja: was natürlich schon stimmt: bist du zierlicher bist du verletzungsempfindlicher! daher ist natürlich eine korrekte ausführung noch mal um einiges wichtiger und gerade bei schwerem gewicht ist die letzte wiederholung fast nie ganz korrekt - daher lieber einmal zu früh abzulegen und nicht jeden satz bis ans versagen führen...

umso größer die muskulatur desto mehr schützt sie dich auch mal vor einer schlechten ausführung! hast du bomben rückenstrecker, kannst du auch mal mit einem buckel 100kg heben. lässt du das einen neuling machen, macht er sich alles kaputt...
zudem gewöhnen sich auch gelenke und bänder und bandscheiben an belastungen! Profis haben bandscheiben die bis zu 4x so belastbar sind wie "normale" bandscheiben...
von demher lässt sich eben auch das erklären "mein körper verträgt nichts schweres" - er verträgts schon - aber nur bei 100% sauberer technik. wirst du stärker und kräftiger, kannst du schon mal eine schlechte wiederholung wegstecken!
aber daher sollte man eben auch schwere wdh erst später in der karriere beginnen und sich auch da zeit lassen!

lg
 
Als ich Schulterschmerzen bekam musste ich auch mein hohes gewicht erstmal beiseite legen.
Rotatorenübungen halfen mir sehr schnell wieder auf den richtigen weg und nun keine Probleme mehr.

zwischenzeitlich habe ich statt 2 schwerer Übungen mit wenigen wiederholungen ( 4 - 6 ) umgestellt auf :

3 Übungen mit 12 wdh und dafür etwas weniger gewicht.


was soll ich sagen??? Trainingseffekt fast derselbe bei mir nur mit weniger gewicht und die schulter konnte sich schnell erholen
 
Nur mal als Anstoß wenn du sagst du hast eine beispielhafte Ausführung und gute Coaches, Massagen, Physio etc... Hast du dir schonmal deine Ernährung angeschaut? Eine Umstellung gehabt? Viel Streß in der Zeit als es angefangen hat? Es gibt ua. im ayurvedischen Bereich Leute die deine Haut, Lebensumstände usw. checken können, außer du kennst einen Arzt der sich nicht nur mit der "Schulmedizin" beschäftigt und keinen normalen Intoleranztest macht (Gluten sind da ein Paradebeispiel wie sinnlos solche Tests teilweise sind), sondern etwas breiteren Horizont in solchen Dingen hat.

Ursachenforschung > lokale Symptombehandlung
 
klingt gut was fux sagt!

auch wenn ich selbst nicht so an diese 80/20basentheorie glaube, aber basenreich essen, erweist sich bei mir als fundamental! ess ich mal zu sauer, spür ichs sofort wieder in der schulter!

vl einfach ein wenig basenreicher essen! basenshampoo,basenbad etc... kann oft tatsächlich VIEL helfen, wenns um allgemeinempfinden geht! auch ein magnesiummangel käme in frage, evtl auch ein kalziummangel...

milch hat mir auch immer schmerzen stärkere schmerzen verursacht und daher hab ich die milch schon aufgegeben, bevor ich veganer wurde!

lg
 
Ah da hast du etwas am Ziel vorbeigeschossen *g. Ich meine damit entzündungsfördernde Lebensmittel (Leaky-Gut Syndrom, Artrithis). Die Erklärung dazu ist in etwa folgende...die Darmflora wird durch diese Lebensmittel zerstört, größere Nahrungsteile (auch von Gemüse etc) gelangen ins Blut, das Immunsystem greift ein weil es natürlich nicht weiß was das ist (Autoimmunkrankheit), Nahrungsteile "verstopfen" den Zufluß zu Gelenken, Nährstoffe kommen nicht mehr ans Gelenk und Stoffe können nicht mehr abtransportiert werden...Überhitzung, Entzündung. Wie gesagt ist nur eine ungefähre Erklärung...

ggf. Intoleranztest machen (edited)

Folgende Lebensmittel testweise für ein paar Wochen weglassen:
- Getreideprodukte / Gluten
- Milchprodukte (Butter ist ok)
- Nachtschattengewächse (Tomaten, Paprika, Aubergine, Kartoffeln, Gurken)

Dann ist natürlich die Frage was ess ich noch?
- Gemüse
- Fleisch
- Fisch
- Kokosnussöl
- Butter
- Obst/Nüsse

Die Frage ist auch ob Reis Probleme macht...blanker Reis sollte eigentlich funktionieren (vorher waschen bis das Wasser klar ist). Es gibt dann noch Pseudogetreide wie Quinoa, Amaranth und Hirse, welche aber immer noch Saponine enthalten...wo man sich nicht sicher ist ob die jetzt wirklich gut oder schlecht sind und in was für eine Menge sich das auswirkt. Wenn du umstellst, dann zieh das konsequent durch. Unterstützen kannst du das ganze mit Knochenbrühe, Dorschlebertran-Supplement, emulg. VitD, L-Glutamin. Was natürlich wie immer wichtige Faktoren sind: Streß, Schlaf!
 
schon klar, dass du nicht den säure-basen-haushalt meintest... den habe ich für mich nochmal angesprochen :-D da ich da ganz besondere wirkung spüre ;)
 
Wow danke das sind wircklich tolle Vorschläge!

Es könnte gut sein, dass ich in letzter Zeit einfach zuviel gemacht habe, auch was Studium und Arbeit angeht. Auch die Punkte der Ernährung treffen zu, ich ernähre mich von genau den Dingen, welche eben für Entzündungen verantwortlich sein könnten.

Ich denke ich probier das ganze einfach mal aus und suche mir jemanden der testen kann, ob ich eine Intoleranz auf gewisse Stoffe aufweise.

Wie mache ich das denn in dieser Zeit mit dem Training? Möchte nicht ganz aufhören sonst geht das bisher Erreichte gleich wieder flöten...
 
@blubber...aaah ok alles klar :D

@azukahc...Sry hab das etwas zu schnell geschrieben...ein Intoleranztest ist jetzt kein muss. Wie weiter oben ja schon geschrieben sind die meisten Tests blödsinn da zbsp bei den Gluten nur ein Bruchteil der Stoffe getestet wird. Dh. du kannst Gluten-Intolerant sein, der Test geht aber trotzdem negativ aus. Mit dem Training hat die Ernährungsumstellung nix zu tun, da kannst du weiter arbeiten. Falls du für die Ernährung Hilfe brauchst, Paleo ist ein guter Ansatz! Zucker, Alkohol, Tabak würd ich persönlich auch in der Zeit streichen.

Hab das weiter oben mal editiert damit nicht wer bis dorthin und nicht weiter liest^^
 
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