purine in natürlichen eiweißen

Andy-X

New member
da ich aktuell ohne supps arbeite, interessierte ich mich für die purine in unseren va tierischen eiweißquellen, aufgrund der gicht-gefahr (ablagerung von harnsäurekristallen in den gelenken), im folgenden ein link für lebensmittel-tabellen mit deren puringehalt / der auswirkung auf den harnsäuregehalt des bluts

wer den ganzen text nicht lesen will, lese wenigstens die fettgedruckte darstellung am ende!

link: http://www.medizinfo.de/rheuma/purine/tabellen.htm


Viele Menschen werden sich sagen: Okay, daß ich Harnsäure mit dem Urin über die Nieren ausscheide, das kann ich ja noch verstehen. Aber wie kommt die Harnsäure bloß in meine Gelenke? Ich dachte immer, Harnsäure kommt nur im Urin vor. Und was um Gottes Willen sind Purine? Das ist ein ganz schönes Durcheinander.
Ganz so kompliziert ist es nicht. Harnsäure ist auch nichts Schlimmes, sondern etwas ganz natürliches. Der Mensch produziert ständig Harnsäure in allen seinen Körperzellen. Sie entsteht bei Abbau- und Umbauprozessen, dem sogenannten physiologischen Zellabbau. Der Mensch besteht ungefähr aus 100 Tausend Milliarden Zellen. Da wird eine Menge Harnsäure produziert. Mit dem Blut gelangt die Harnsäure dann in Niere und Darm. Dort wird sie dann herausgefiltert und ausgeschieden.
Harnsäure steht aber erst am Ende der Reaktionskette des physiologischen Zellabbaus. Was aber sind die konkreten Quellen? In jeder Zelle in unserem Körper sind im Zellkern alle unsere Erbinformationen gespeichert. Sie Informationen befinden sich in den Chromosomen. Die Chromosomen befinden sich in der DNS (Desoxyribonukleinsäure) und in der RNS (Ribonukleinsäure) im Zellkern.
Die gesamte Erbinformation ist, wie in einem Computer, codiert. Der Code besteht nur aus 4 verschiedenen "Einzelteilen", die unterschiedlich zusammengesetzt sind. Diese Einzelteile sind die Basen Adenin, Guanin, Thymin und Cytosin. Die Basen Thymin und Cytosin sind die Pyrimidinbasen. Die Basen Adenin und Guanin werden Purinbasen genannt.
Jetzt sind wir den Purinen schon deutlich näher auf der Spur. Sie stecken praktisch in jeder Zelle. Und das ist nicht nur beim Menschen so. Auch die Tier- und Pflanzenwelt ist aus den gleichen Bausteinen aufgebaut. Dabei gilt: je höher ein Lebewesen entwickelt ist, desto mehr Erbsubstanz in den Zellen ist notwendig, um alle Informationen zu speichern. Bei Pflanzen sind das deshalb nicht so viele, wie z. B. bei hochentwickelten Säugetieren oder dem Menschen.
Diese Tatsache hat eine direkte Auswirkung auf unsere Ernährung. Wenn wir Pflanzen essen, dann enthält diese Mahlzeit nur wenig Purine, die ja einen Teil der Erbinformation ausmachen. Kommt aber häufig Fleisch auf den Tisch, so muß unser Körper jede Menge Purine verarbeiten.
Die Purine aus dem Stoffwechsel in unseren Zellen und die Purine aus der Nahrung werden in einem Abbauprozess zu Hypoxanthin umgewandelt. Mit Hilfe des Enzyms Xanthinoxidase wird Hypoxanthin zu Xanthin und schließlich zu Harnsäure verarbeitet. Unser Körper produziert ungefähr 700 mg Harnsäure pro Tag, die dann über den Darm und die Nieren ausgeschieden werden. Den Vorgang, der sich auch Harnsäurebiosynthese nennt, finden Sie auf der nebenstehenden Grafik dargestellt. Ist dieser Mechanismus in irgendeiner Weise gestört, so kann sich die produzierte Harnsäure im Blut anreichern. Dann bilden sich Harnsäurekristalle (Urate), die von den weißen Blutkörperchen aufgenommen werden. Die weißen Blutkörperchen laden dann ihre "Last" wieder ab, so daß sich die Harnsäurekristalle dann in Gelenken und Geweben absetzen.
Ein Betroffener kann in diesen Stoffwechselkreislauf selbst eingreifen. Er braucht bloß darauf zu achten, daß er mit der Nahrung wenig Purine zu sich nimmt. Dann kann er häufig die Beschwerden vermeiden, oder wenigstens verringern. Genaue Angaben, wieviel Purine in den einzelnen Nahrungsmitteln enthalten sind, haben wir in Tabellen zusammengefaßt. Die Tabellen enthalten auch gleich eine Umrechnung, die angibt, wieviel Harnsäure aus diesen Purinen produziert wird. Außerdem greifen Medikamente in diesen Abbauprozeß ein: Allopurinol hemmt das Enzym Xanthinoxidase. Deshalb wird nicht mehr so viel Harnsäure hergestellt. Kolchizin hindert die weißen Blutkörperchen daran, Harnsäurekristalle aufzunehmen.


Therapie

Die Therapie bei Gicht richtet sich danach, ob ein akuter Gichtanfall behandelt wird, oder chronische Gicht. Das einmalige Vorkommen eines akuten Gichtanfalls rechtfertigt nicht die Durchführung einer medikamentösen Langzeittherapie. Bei allen Betroffenen, die einen erhöhten Harnsäurespiegel haben, ist die Umstellung der Ernährung erforderlich. Häufig wird damit schon eine Normalisierung der Harnsäurewerte erreicht.



Maßnahmen der Ernährungsumstellung sind:
 Essen Sie purinarme Kost. Die Nahrungsaufnahme sollte nur zu einer Bildung von 300 mg Harnsäure pro Tag führen. Genaue Angaben, wieviel Purine in den einzelnen Nahrungsmitteln enthalten sind, haben wir in Tabellen zusammengefaßt. Die Tabellen enthalten auch gleich eine Umrechnung, die angibt, wieviel Harnsäure aus diesen Purinen produziert wird. Problematisch sind insbesondere Fleisch, Fleischprodukte und Innereien. Aber auch Ölsardinen, Sprotten, Fertigsuppen und -soßen, sowie Hülsenfrüchte.
 Viel Trinken ist angesagt. Täglich sollten es etwa 2 Liter Flüssigkeit sein. Das erhöhte die Urinausscheidung und senkt so den Harnsäurespiegel. Aber: Hände weg vom Alkohol. Er hemmt die Harnsäureausscheidung. Außerdem liefert besonders Bier erhebliche Mengen an Purinen. Wenn Alkohol, dann dar es höchstens mal ein Gläschen Wein sein.


so long
 
Zurück
Oben