optimale superkompensation

iceonly

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hiho,

ich hab mich grad gefragt, ob es einen theoretisch optimalen zeitpunkt gibt, einen muskel erneut zu trainieren.
sprich, genau den zeitpunkt abzupassen, andem der muskel nach der erholungsphase zurück zum nullpunkt, und dann in die optimale phase kommt, inder der muskel besonders "empfänglich" für ein erneutes training ist.

beispiel: ein (großer) muskel braucht ca. 48 std. um sich vollständig zu regenerieren. das wäre die erste phase nach dem training in der die kurve nach unten, und wieder gen nullpunkt verläuft. jetzt folgt die positive phase, in der sie nach oben und wieder gen nullpunkt läuft. optimal wäre es den muskel am positiven scheitelpunkt wieder zu trainieren. theoretisch dann doch nach 72 std. oder seh ich da etwas falsch?

oder lieg ich mit den 48 std. schon falsch? oder gibt es da andere richtlinien?


iceonly, in der hoffnung, dass jmd. versteht was ich von ihm will ;)
 
du kannst nicht sagen, wann ein Muskel völlig regenerierst ist. Nach einem durchschnittlichen Training kann das recht früh sein, mit extremem Training bis Muskelversagen (und an diesem Punkt am besten warten und bis 15 zählen :rolleyes: ) und dem entprechend extremen Muskelkater wird es vielleicht mal ne Woche dauern
 
wenn man sich nach dem jetztigen wissenschaftlichen stand richtet dann wäre eine belastung ca. alle 48 stunden die beste methode. stichwort: hst



gruß
 
@ iceonly, ich verstehe ziemlich gut , was Du damit meinst. Ich beschäftige mich schon seit langen mit dem Thema, wie man es erreichen kann, möglichst auf dem Hochpunkt der (natural) anabolen Phase zu trainieren, um ein optimales Ergebnis zu erreichen.

Die 48 - 72 Stunden Regel sind dabei ein grober Anhaltspunkt. Zu berücksichtigenen wäre auch die genetische Vorraussetzung, die Eigenarten der Muskelgruppen, die Trainingsaufteilung und die Übungsauswahl und vor allem die Steuerung der Intensität.

Dafür bieten die Syteme ILB und wie bereits angesprochen, HST eine sehr gute Grundlage.

MfG, Hart
 
Ich persönlich halte 48 Stunden für einen grossen Muskel für
viel zu kurz, um zu regenerieren.

Nehmen wir an, man wüsste, wann ein Muskel vollständig
regeneriert ist und würde dann trainieren:
Man könnte keinen festen Plan einhalten, an dem Muskelgruppen
mit unterschiedlicher Regenerationszeit beteiligt sind, da dieser
durch das Zeitschema verschoben werde würde...

Also lieber warten, bis sicher alle Muskelgruppen sich erholt haben.
 
@ Silberdrache, versteh ich nicht. Ich glaube Du bringst jetzt zwei Dinge durcheinander, Regeneration und die Häufigkeit des Trainings einer Muskelgruppe und deren Dekompensation.

Sicher ist, daß eine kleinere MG, insbesondere der Bizeps, beim Training schnell ermüdet, aber im Vergleich zu einer großen MG auch schneller wieder einsatzfähig ist.

Und darauf kann man schließlich seinen Trainingsplan abstimmen, mit nahezu unerschöpflichen Varianten.

MfG, Hart
 
Der perfekte Zeitpunkt einen Muskel wieder zu trainieren wäre,
wenn er vollständig regeneriert ist - soweit korrekt ?

Dann könnte man grosse und kleine Muskelgruppen nicht
aufeinander abstimmen.
 
Der perfekte Zeitpunkt einen Muskel zu trainieren wäre auf dem Hochpunkt der anabolen Phase. Natürlich kann man ein Training für große und kleine MG's aufeinander abstimmen, wozu gibt es Splitsysteme ?

MfG, Hart
 
@Hart

Wenn der Hochpunkt der "anabolen Phase" für jede Muskelgruppe zu einer anderen Zeit eintritt, wie willst
Du dann in einem Splitt grosse und kleine Muskelgruppen
aufeinander abstimmen ?

Angenommen Du trainierst eine grosse und eine kleine
Muskelgruppe am selben Tag. Wann würdest Du dieselben
Gruppen wieder trainieren ? Da unterschiedliche Zeiten
vorliegen, verschiebt sich das Schema. Training am selben
Tag ist nicht mehr möglich, somit lässt sich der Splitt nicht
einhalten.
 
Man könnte den Split so abstimmen, dass man kleine Muskelgruppen (Arme, Waden) 2x wöchentlich rannimmt.
Wobei man ja bedenken sollte, das die Belastung beim Rücken und Brusttrain für die Arme auch nicht ausser Acht gelassen werden sollte. Aber da kann man soviel rum philosophieren wie man will, man muss es halt selber mal ausprobieren. Wenns zuviel ist kann man ja immer noch reduzieren.
 
jo richtig. man könnte bizeps und trizeps, waden vll sogar schultern an einem tag trainieren.
an einem anderen brust, rücken und beine.

würde man den perfekten zeitpunkt kennen, könnte man die beiden trainingstage weitgehend alleine trainieren.
find ich grad sehr interessant, weil ich grad eh dabei bin einen neuen plan zu erstellen
 
silberdrache als auch hart haben vollkommen recht in ihren aussagen.
es gibt eine möglichkeit den bestmöglichen zeitpunkt des wiederholten trainings für einen muskel zubestimmen.
vor längerer zeit habe ich das in einem thread geschrieben, allerdings wurde dieses verfahren von den meisten "usern" als zu kompliziert abgelehnt.
einen "festen" tr.-plan im klassischen sinne gibt es dann nicht mehr.

gruss
freezer
 
@ Silberdrache, eine anabole Phase für eine MG ? Ich fürchte Du weißt gar nicht wovon Du schreibst.

MfG, Hart
 
@hart

anabol = muskelaufbauend
katabol = muskelabbauend

In der anabolen Phase erholt sich der Körper von den Belastungen, denen er im Training ausgesetzt war. Die verbrauchten Energiequellen wie Glykogen werden wieder aufgefüllt.

Also tritt in einem Splitt die anabole
Phase für jede trainierte Muskelgruppe
zu einem anderen Zeitpunkt ein.

Ich glaube DU verwechselt hier Regeneration und das simple Auffüllen
der verbrauchten Energiequellen.
 
ich hab mich grad gefragt, ob es einen theoretisch optimalen zeitpunkt gibt, einen muskel erneut zu trainieren.
sprich, genau den zeitpunkt abzupassen, an dem der muskel nach der erholungsphase zurück zum nullpunkt, und
dann in die optimale phase kommt, in der der muskel besonders "empfänglich" für ein erneutes training ist.
natürlich gibt es den
in jeder guten sportmedizinischen literatur nachzulesen...:D

es gibt auch trainingssysteme die sich gut an diesen punkt annähern und entsprechende erfolge verbuchen können
die individuelle feinabstimmung muß jeder selbst herausfinden -> instinktprinzip
 
@ Silberdrache, vergiß es. Mich würde allerdings auch sehr interessieren was Mr. Freezer zum Thema geschrieben hat. Das es den meißten zu kompliziert sein soll, kann ich gut verstehen.
Ist ja nicht gerade leichte Kost.

MfG, Hart
 
Denke sehr wohl, wie Tenshinan, dass es Möglichkeiten gibt, den TP entsprechend der unterschiedlichen Regenerationsdauer anzupassen. So ist es ja möglich die kleineren, vermeindlich schneller in die Phase der Superkompensation kommenden Muskeln indirekt noch einmal zu belasten. Klassische Möglichkeit wäre dafür ein Split der Brust/ Bizeps und Rücken/Trizeps als TE´s beinhaltet.

Das eigentliche Problem ist, wirklich diesen Zeitpunkt zu finden, im optimal Fall auf dem Scheitelpunkt der Superkompensation nen neuen Reiz zu setzen. Vor allem wird sich dann ein TP nicht mehr in die Routine der meisten Leute fassen lassen. Viele wollen z.B drei mal die Woche trainieren, egal ob das jetzt von der Regeneration her sinnvoll ist.

Alos, Mr. Freezer: her mit dem Link!


Gruß,
Ren
 
ich würde euch den link gerne geben, doch ich bin bei der suche erfolglos geblieben.
ich fürchte er ist unter den beiträgen, die bei der forenumstellung verloren sind.
einer von ca. 450 beiträgen von mir :(
sorry...

eine sehr abgespeckte (aber nicht sehr befriedigende) variante des threads ist dieser

gruss
freezer
 
Auch wenn man es geschafft hat, den Scheitelpunkt zu bestimmen, tritt doch meist ein neues Problem auf. Der Trainingplan ist immer ein Kompromiß zwischen optimalem und suboptimalem Punkt für das nächste Training, abhängig von der jeweiligen Muskelgruppe und der Kombination, wie sie zusammen trainiert werden. Zudem haben nur wenige die Möglichkeit, ihren Leben um das Training herum zu gestalten, meist ist eher umgekehrt, man versucht das Training zwischen seine Verpflichtungen einzubauen.

jeckyll
 
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