Nochmal zum Thema Muskelkater

MegaCube

New member
Hi,

ich weiß zwar, daß es inzwischen genug Threats zum Thema Muskelkater an verschiedenen Stellen gibt, aber irgendwie passt keines zu meiner Frage, deshalb ein neuer Threat.
Okay, so viel dazu, nun zur Frage:

Nehmen wir jetzt mal an, die neue Erkenntnis, daß Muskelkater auf kleine Risse im Muskel zurückzuführen ist entspricht der Wahrheit, muss man dann nicht davon ausgehen, daß diese Risse sich vergrößern, bzw. nicht richtig heilen, wenn man mit Muskelkater trainiert.

Meine Erfahrung ist aber, daß Muskelkater eigentlich immer besser wird, wenn man die Schmerzen mal für einige Minuten ignoriert und den Muskel trotzdem belastet.
Hat man z.B. einen starken Kater in den Beinen, von vielen Kniebeugen am Vortag und hat am nächsten Tag ein Fußballspiel, so humpelt man zwar die ersten paar Minuten mit schmerzverzertem Gesicht über den Platz, aber nach etwa 10 Minuten ist der Muskelkater komplett verschwunden, obwohl es ansonsten mindestens eine Woche gedauert hätte, bis der Kater weg gewesen wäre.

Wie erklärt sich denn sowas?
Würde mich echt mal interessieren.

C U

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Shit Happens

[Dieser Beitrag wurde von MegaCube am 17.08.2001 editiert.]
 
A

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Re: Nochmal zum Thema Muskelkater
es sind nicht die Mikrofrakturen, die weh tun. Es ist die Milchsäure, die in den Rissen ist. Das ist so wie Salz auf eine Wunde...
Warum das besser wird, weiß ich auch nicht.

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subba bebbe !
 
vieleicht wird die milchsäure aus den rissen "geschüttlet" ....

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weniger ist mehr
 
Milchsäure - Blödsinn!

Wenn Du am nächsten Tag MK hast, dann befindet sich kein Lactat mehr im Muskel - es ist vollständig abgebaut.

Keine Anhnung warum es besser werden sollte, aber eigentlich sollte man Training vermeiden - zumindest Krafttraining.
Aerobes T. ist gut, da der Muskel stark durchblutet wird und verstärkt mit Nährstoffen versorgt wird.

Trotzdem braucht der Muskel nach einem MK länger als sonst, um auf Intensive Arbeit vorbereitet zu sein.

REB



[Dieser Beitrag wurde von REB am 21.08.2001 editiert.]
 
@MegaCube
Auf gar keinen fall die betroffene Muskelgruppe trainieren wenn Muskelkater da ist. Ist kontra produktiv. Frühestens wieder mit anfangen wenn der MK weg ist!


mfg

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Pumping hard eating smart!
 
Also, irgendwie wundert mich das jetzt, daß ihr darüber so wenig wisst...

Ich meine, ich spiele jetzt seit vielen Jahren Fußball und bei uns war Muskelkater noch nie ein Grund ein Spiel auszusetzen, weil er eben nach kurzer Zeit wieder weg geht, nicht nur bei mir, sondern bei allen...

Seid ihr alle so empfindlich daß ihr bei Muskelkater grundsätzlich nichts tut, oder spielt ihr alle nur kein Fußball? (war jetzt nicht so hart gemeint, wie es klingt)
wink.gif


C U

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Shit Happens
 
Fussball hat doch ganz andere Ansprüche als BB. Klar kannst Du auch trainieren mit Muskelkater, nur aufbauen wirste so nix. Mit der Milchsäure, das ist Quatsch, wie REB bereits treffend bemerkte. Microtraumen ist der Fachausdruck dafür. Ich kann mir vorstellen, dass der Körper bei Beanspruchung ein Hormon ausschüttet, das den Schmerz betäubt? Nur ne Theorie. Was sagt denn der Chef im Ring?
 
Hohe Dehnungsbelastungen bewirken Zerreißungen von Z-Scheiben und Auflösung der Sarkomerstruktur der einzelnen Fibrillen. Der Schmerz entsteht vermutlich durch Autolyse zerstörter Faserstrukturen, Ödeme und teilweise auch Entzündungen.

Bei der exzentrischen Kontraktion bremst der Muskel eine Dehnung durch äußere Kräfte. Dabei nimmt er mechanische Arbeit auf (negative Arbeit) und kann die höchsten Kräfte entwickeln, wobei in allen Strukturen besondere Belastungen auftretten.

Eine Mangeldurchblutung als Ödemfolge könnte den Schmerz verstärken, ebenso wie eine schmerzbedingte Verspannung. Dafür spricht, dass leichte konzentrische Arbeit den Muskelkater vorübergehend zum Verschwinden bringt. Das könnte sowohl an einer verbesserten Durchblutung wie auch an einer veränderten Innervierung liegen.

Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin (02/2000, S. 63)
 
A

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Re: Nochmal zum Thema Muskelkater
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