Maschinentraining

Nackenkeule

New member
Was ist besser: Maschinen oder Hanteltraining?

Ich mache so 50% von jedem. Aber versuche, soviel es geht mit Hanteln zu machen.
Was haltet ihr vom Kabelzug? Der hat doch auch ne ziemliche Bewegungsfreiheit.
Dann gibts doch noch diese eine Maschine, wo man quasi BD nach vorne macht. Trainiert man damit auch normales BD? Ich schaffe damit nämlich eigentlich genausoviel Gewicht wie beim BD.
Danke im vorraus
 
A

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Re: Maschinentraining
*persönliche meinung /an*

ich halte von maschinentraining wenig (ausgenommen ne stinknormale zugmaschine.. wobei ich die für mich eigentlich nicht zu den maschinen zähle). sobald ich eine entsprechende übung mit freien hanteln machen kann, ziehe ich diese immer den maschinen vor. es gibt sicherlich einige übungen und situationen (gerade für anfänger, man kann nicht soviel falsch machen) wo maschinen mehr vorteile haben, als freie hanteln. ich für meinen teil hab noch nie ne maschine gebraucht und bin bis jetzt sehr gut damit zurecht gekommen.

*persönliche meinung /aus*

den sportmedizinischen background für den unterschied zwischen maschinentraining und freihanteltraining überlass ich mal den anderen zum erklären .. müßte hier im forum aber bestimmt auch schonmal diskutiert worden sein.

gr :D :D tz

dis
 
freies Training ist grundliegend jeder Maschinenübung vorzuziehen, da die Muskeln stabilisieren müssen > mehr beansprucht werden, flexibler werden, nicht starr eine Bewegung durchführen

zusätzlich werden mehr Muskelpartien zur Unterstüzung hernagezogen, was sich positiv auf die Kraftübertragung sowie den Muskelwachstum auswirkt


der Kabelzug ist als Maschine schon eher zu empfehlen, da eben das Kabel keine fixierte Bewegung vorschreibt

die Brustmaschine kann man theroethisch mit BD gleichsetzen, wobei freies BD Training sicherlich efektiver ist

ich habe gelernt, Maschinen (ausser Kabelzug) größtenteils zu umgehen, da sie einfach eine schlechtere Wertigkeit für den symmetrischen Muskelaufbau haben
 
Das ist so ein Thema, über das man sich streiten kann!
Meine Verwandte hat ein eigenes Fitnessstudio und war selbst mal Vizeweltmeisterin und die hat gemeint, dass Anfänger Grundübungen wie Kreuzheben oder Kniebeugen oder Übungen die eine schwere Technik erfordern(KH-Rudern) nicht machen sollten! Statt dessen am Anfang nur wenige leichte(KH-Curls; LH-Curls; Schulterdrücken usw.) machen und die Maschinenübungen
mit der Zeit durch freie Gewichte ersetzen.
 
@Blachi

Du widersprichst dir selber aber heftig!

Du schreibst:

--

freies Training ist grundliegend jeder Maschinenübung vorzuziehen, da die Muskeln stabilisieren müssen > mehr beansprucht werden, flexibler werden, nicht starr eine Bewegung durchführen

zusätzlich werden mehr Muskelpartien zur Unterstüzung hernagezogen, was sich positiv auf die Kraftübertragung sowie den Muskelwachstum auswirkt

--

Im Beitrag "Training, aber wie oft?", jedoch verteufelst du KH-Übungen:

--

Kurzhanteltraining ist zwar toll, ich empfehle aber Langhanteltraining
ich selbst habe stets KH gedrückt, weil ich eine schnellere KRaftsteigerung hatte...

dummerweise wachsen bei KHÜbungen jedoch die Muskeln deutlich weniger, weil weniger Gewicht im Spiel ist, da noch mehr stabilisiert werden muss und je mehr Gewicht (bei korekter Ausführung) in Bewegung gesetzt wird, desto größer werden die Muskeln (wissenschaftlich erwiesen)

--

Einerseits empfiehlst du freie Übungen, weil man damit besser Hilfsmuskeln mittrainieren kann, jedoch andererseits kann man damit weniger Gewicht verwenden, was weniger die Muskeln vergrössern soll.
:confused:
 
also ich hab ja auch mit maschinen angefangen zu trainieren und bin dann zu freihanteln gewechselt. vor gar nicht so langer zeit. man merkt einfach schon, dass die muskel bei freihanteln noch einige zusätzliche arbeit wie stabilität erledigen müssen. mit dem gewicht muss man am anfang ganz klar runter, sonst landet die hantel gnadenlos auf der brust :D und was beim maschinentraining auch total vernachlässigt wird ist die griffkraft. merkt man speziell beim rückentraining bei übungen wie kreuzheben, und vielleicht anschliessendem rudern. da können die patsch-händchen teils schon vor dem versagen des rückenmuskels die hantel los lassen :D
 
Die Brust maschine welche du meinst heißt bei uns im Studio "chess press" und ich find sie recht gut!!!!!Ansonsten sind freie Gewichte Maschinen vorzuziehen!!!!!!!!!!
 
Frei Gewichte sind sicherlich vorzuziehen, gerade weil stabilisierende Muskeln mitbeansprucht werden, was bei Maschinen nicht so ausgeprägt ist. Maschinen haben aber auch ihre Berechtigung. Für Anfänger ist es häufig einfacher mit Maschinen zu trainieren, da die Bewegungsabläufe vorgegeben sind, das macht die Ausführung sicherer. Auch in der Rehabilitation ist das von Vorteil, da Problembereiche ausgeschaltet werden können und trotzdem ein adäquates Training möglich ist.

jeckyll
 
@ioan:
ich habe mich nicht falsch ausgedrückt ;)

auch LH ist eine freie Übung :)
alles was nicht auf einer Maschine gemacht wird (egal ob mit Langhanteln oder Kurzhanteln) ist freies Training

beim Bandkrücken flach mit einer Lh musst du auch sehr stabilisieren
wenn du zB BD auf einer Multipresse machst (wo die Stange einen fixen Bewegungablauf hat - nicht sietlich schwanken oder drehen kann) werden so die Brustmuskeln isoliert > beim freien BD müssen andere Partien viel mehr unterstützen

LH Training ist KH Training jedoch immer vorzuziehen, da man bei einer LH eben mehr Gewicht benutzen kann
bei einer KH muss man eben noch mehr stabilisieren > da man jedoch weniger Gewicht benutzt, wächst der Muskel nicht schneller


zusätzliche verteufle ich KH Training nicht ;) - LH ist oft einfach vorteilhafter


Hierarchie

Langhanteltraining
Kurzhanteltraining
Seilzugtraining
fixes Maschinentraining

achja:
wie oben erwähnt: Hierarchie dient nur Fortgeschrittenen - Anfänger sollten auf Maschinen zurückgreifen
 
jetzt hab ich das verstanden!

Allerdings finde ich Kurzhanteln auf gar keinen Fall schlechter als Langhanteln was die Trainingseffektivität angeht. Ich finde man sollte immer eine Periode mit der LH arbeiten und dann wieder mit den Kurzhanteln als Abwechslung.
Und was die höheren Gewichte angeht, denke ich nicht, daß die einen besseren Muskelwachstum stimulieren können. Bei mir jedenfalls ziehen sauber ausgeführte KH Übungen immer besser rein als die gleiche Übung mit der Langhantel.

ciao
 
mehr Gewicht (korrekt bewegt) bedeutet mehr Muskelwachstum - das ist wissenschaftlich erwiesen

KH sollte man ja auch nicht vernachlässigen - aber eher mehr mit LH trainieren
ich spreche da aus Erfahrung, weil ich 1 Jahr lang KH Brust trainiert habe, und meine Muskeln zwar sehr stark geworden sind, vergleichsweise mit LH Bankdrücken (welches ich derzeit mache - und weniger lange) aber nicht sehr viel gewachsen sind

meine Trainer und Trainingskollegen (davon auch ein jemand, der damit sein Geld verdient - der 4stärkste Österreicher seiner Gewichtsklasse) haben mir dies dann bestätigt

KHarbeit macht sehr viel Spaß und definiert den Muskel exzellent
aber man sollte -wenn man es bevorzugt betreibt- auf jeden Fall alle 10 Wochen mind 5 Wochen LH Trainieren; denn sonst kann es passieren (für mich klang das damals auch extrem bitter, den KH drücken war und bleibt meine Lieblingsübung), dass die Brust fast nicht mehr weiterwächst


wie du eben schreibst: am besten periodisch Arbeiten oder gleich kombinieren
das ist eben am empfehlenswertesten
 
@Blachi
Wenn ich brust trainiere dann mache ich KH und LH drücken.
Und die Multipresse kann ich für Anfänger nur Empfehlen , weil man das Gewicht kurz bevor es auf die Brust kommt , einhängen kann. Ich selbst hatte auch schon mal beim Frei LH bankdrücken die Stange plötzlich auf der Brust und musste um Hilfe schreien ;)
Aber jetzt komme ich mit der LH sehr gut zurecht und ziehe sie der Multipresse vor.
 
@killer ;): das ist eigentlich das Beste
ich trainiere ebenfalls beides
einfach desswegen, weil ich auf KH nicht wirklich verzichten will, weil die Übung sehr viel Spaß macht
aber ich Trainiere im Verhältniss 2:1 - da LH einfach vom sichtbaren mehr bringt

naja..viele Anfänger fangen mit der Multi an - aber je schneller sie das freie BD machen, desto schneller erlenen sie, die Stange schwankungsfrei zu halten

ein Anfänger kann ja mit der 20 Kilostange lernen und muss nicht gleich Gewicht draufpacken
aber wie gesagt: für Anfänger sind Maschinen wirklich zu empfehlen



Verletzungsrisiken:
LH ist da wirklich kritisch ;) vor allem wenn man viel oben hat, keiner absichert und plötzlich ein Kraftzusammenbruch kommt
eine ungedämpfte Stange mit viel Gewicht kann locker Quetschungen anrichten, Rippen brechen oder gar zum Hals rollen

aber KH Drücken ist ebenfalls nicht gerade gefahrlos
ich war einmal unvorsichtig und habe mit zuviel Gewicht KH schräg gedrückt, als plötzlich die linke Hand nicht mehr stabilisieren konnte und zu Boden rasselte

mit letzter Kraft konnte ich den Bizeps nach oben reißen und somit verhiondern, dass mir meine Schulter auskegelt wurde
dafür hatte ich ca 3 Wochen eine extreme Zerrung im linken Bizeps :(

am verrücktesten ist jedoch LH Nackendrücken ohne Hilfe...definitiv!
 
@Blachi: ich lese von dir jetzt schon zum 2. Mal die folgende Aussage:

mehr Gewicht (korrekt bewegt) bedeutet mehr Muskelwachstum - das ist wissenschaftlich erwiesen

Dazu hätte ich gerne mehr Informationen. Wie ist der Zusammenhang / Mechanismus ? Welche Studie trifft darüber welche Aussage.

Gruss Skyguide
 
1) Zusammenhang/Mechanismus: Das Training ist ein körperlicher LErnprozess: Am Anfang eines Trainings vermag der Körper nur weniger Muskelphasern für eine Bewegung zu aktivieren. Je öfters(zeiträumlich) er diese Bewegung durchführt, desto mehr Muskelphasern kann er einsetzen, da im Hirn und den entsprechenden Extrimitäten neue Nervenbahnen gebildet, und vorhandene Stränge neu verschaltet werden.
Wenn mehr Gewicht benutzt wird, wird der Körper zusätzlich "gezwungen" selbst bei weniger "Erafhrung" mehr Muskelstränge an der Bewegung zu beteiligen.
Es werden mehr Muskeln miteinbezogen (was dem natürlichen Muskelbau des Menschen entspricht), und dadurch können mehr wachsen.
(Gutes Beispiel: das Maximalkrafttraining: wenn man nur 3-6 Wiederholungen macht, werden bis zu 15% mehr Phasern an der Übung beteiligt - dies liegt nicht an der Zahl, sondern am reinen Gewicht, welches bewegt wird...)
"Je mehr Gewicht sie bewegen, desto schneller wachsen ihre Muskeln", sowie welche, die aktiv gar nicht an der Übung beteiligt zu sein scheinen [Zitat:Synergistisches Muskeltraining - Novagenics, Klaus Arndt].
Z.B. bei Kniebeugen und Kreuzheben: weil hier eben von Anfang an soviele Muskeln beteiligt sind, kann man mehr Gewicht nehmen bzw. umgekehrt- umso mehr Muskeln müssen beteiligt werden > und es ist ja allseits bekannt, dass diese Übungen im ganzen Körper Muskelwachstum bewirken.
Kniebeugen sind die beste Übung für die Muskelentwicklung, Kreuzheben die 2tbeste, dann Bankdrücken und Klimmzüge, schweres Drücken über den Kopf etc.
"Sie trainieren mit diesen Übungen auch die Muskeln, die auf einem Blick nur unterstützend beteiligt sind, besser, als es mit Isolationsübungen möglcih wäre, ganz einfach, weil mehr Gewicht im Spiel ist" [Titat: siehe oben]

Schon in den Anfängen des Kraftsports haben die BBs ihre gewaltigen Körper mit schweren Grundübungen aufgebaut, nicht mir Trizepskickbakcs oder Ähnlichem (zB Reg Park, Steve Reeges)

"Ein synergistisches Training kommt der Natur des Menschen, d.h. seiner Anatomie, viel näher, als unzählige Isolationsübungen. Einfach deshalb, weil der menschl. Körper so ausgelegt ist, möglichst viele Muskeln auf einmal bei einer Bewegung zu beteiligen"..."Nur so kann Kraft am effektivsten ausgenützt werden. Dabei unentfaltet ein Muskel den Großteil seiner KRaft, ein oder mehrere unterstützen ihn dabei und weitere stabilisieren die Bewegung"..."Beim Bankdrücken wird eben nicht nur die Bursustmuskulatur trainiert. Als Sysergisten unterstützten die vorderen Schultern, sowie die Trizepse und die unterarme stabiliserien die Bewegung. Somit ist auch für diese Muskeln ein Trainingseffekt vorhanden. Und da der Trainingseffekt, also die Wirkung auf das Muskelwachstum, vom bewegten Gewicht abhängt, ist Bankdrücken nicht nur die beste Übung für die Entwicklung der Brustmuskulatur, sondern auch die effektivste Übung für die vorderen Schultern und die Trizepse.
Schließlich können sie beim BD viel mehr Gewicht bewältigen, als beim Nacken oder Stirndrücken. Nicht nur, dass sie mit einer Übung gleich 3 Muskelgruppen trainieren, sie tun dies auch effektiver als es mit einer einzelnen Übung für jede diese Muskelgruppen möglich wäre"


ich kann dir da eben das Buch "Synergistisches Muskeltraining" von Klaus Arndt, Novangenics nur bestens empfehlen

...
 
weil hier eben von Anfang an soviele
Muskeln beteiligt sind, kann man mehr Gewicht nehmen bzw. umgekehrt

Einfaches Beispiel: wenn deine Griffkraft das schwächste Glied ist, wirst du beim Kreuzheben nur sehr wenig Gewicht nehmen können. Jede Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied und das gilt auch für Muskelketten.

Entscheidend für das Wachstum eines spezifischen Muskels ist primär die Aktivierung möglichst aller Muskelfasern. Der Körper verwendet für eine identische Bewegung sogenannte motorische Einheiten (immer die selben Muskelfasern). die maximale Kontraktionszeit einer kontraktilen Einheit beträgt ca. 1 Sekunde. Reicht die Regenerationzeit nicht aus, so sinkt diese Zeit drastisch. Durch die Wiederholung der Bewegung und damit einhergehende Erschöpfung der motorischen Einheiten wird der Körper gezwungen dieses Schema aufzubrechen und andere Fasern hinzuzunehmen.
Beim Maximalkrafttraining im niedriegen Wiederholungsbereich geht es primär darum den Körper dazu zu bringen für eine Bewegung möglichst viele kontraktile Elemente auf einmal zu aktivieren.
Diese beiden Mechnismen bilden zusammen vereinfacht ausgedrückt das was als intramuskuläre Koordination bezeichnet wird.

Zwischen der intramuskulären Koordination und der maximalen Hypertrophie besteht kein direkter linearer Zusammenhang.

Der Zusammenhang mit der herausragenden Wirkung der Grundübungen ist ein anderer. Durch die Summe der gesetzen Reize erfolgt eine höhere Hormon-Produktion. Diese Theorie konsequent umgesetzt hätte zur Folge, dass wir immer ein Ganzkörper-Programm machen müssten.

Gutes Beispiel: das Maximalkrafttraining: wenn man nur 3-6 Wiederholungen macht, werden bis zu 15% mehr Phasern an der Übung beteiligt - dies liegt nicht an der Zahl, sondern am reinen Gewicht, welches bewegt wird...

Diese Prozentangabe bezieht sich wohl eindeutig auf die gleichzeitig angesprochenen Muskelfasern, was sich durch das höhere Gewicht ergibt und sagt nichts auf über die Anzahl Fasern, die im Laufe der Übung angesprochen werden.
Jede Übung, die bis zum Muskelversagen durchgeführt wird hat ein Maximum an Muskelfasern genutzt und zwar solange, bis die verbleibenden erholten Fasern nicht mehr für eine weitere Bewegung reichen. Daraus lässt sich schliessen, dass die maximal mögliche Anzahl an erschöpften Muskelfasern nur durch das kleinst mögliche Gewicht zu erreichen wäre. Dieser Mechanismus wird im Rahmen der Intensitätstechniken auch benutzt.

Gruss Skyguide
 
"Einfaches Beispiel: wenn deine Griffkraft das schwächste Glied ist, wirst du beim Kreuzheben nur sehr wenig Gewicht nehmen können. Jede Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied und das gilt auch für Muskelketten. "

wenn die Griffkraft zu schwach ist, sollte man vielleicht zusätzliche Übungen für die hiesigen Muskelpartien unternehmen

dazu steht die Aussage, ja nicht im direkten Konflikt mit dem Inhalt dieser Tatsache.
1) reden wir darüber, dass mehr Gewicht mehr Muskelwachstum fördert, und nicht darüber, dass man so zB weniger heben kann und andersartig mehr.... :)
2) ich gehe mal davon aus, dass wir von Personen reden, die grundsätzlich genügend Griffkraft haben diverse Stangen hochzuheben
denn wenn du so wenig Griffkraft hast, wirst du auch nicht effizient T-Bar rudern, Klimmzüge machen, Lat ziehen können...ja selbst bei sitzenden Curls hast du dann die Probleme :)

ich kann ja auch so gut sagen, dass jemand mit einem Bandscheibenvorfall nicht mehr so effizient Kniebeugen machen kann > aber an der Tatsache, dass Kniebuegen für den ganzen Körper gut sind, ändert das wenig

individuelle Schwächen kann man bei einer Allgemeinforschung ja nicht miteinbeziehen ;) - das würde den Sinn der allgemeinen Aktion ja ziemlich in Frage stellen

und wenn jemand so wenig Griffkraft hat, wird er zwar so lange trainieren, bis seine Arme abfallen, aber Rücken und Beine nicht bis zum Muskelversagen trainieren können - oder willst du mir jetzt sagen, dass die Unterarme über genauso viel Kraft verfügen, wie der Lat Dorsi

und an der Griffkraft werden einfache Drückübungen wie BD garantiert nicht scheitern


"Entscheidend für das Wachstum eines spezifischen Muskels ist primär die Aktivierung möglichst aller Muskelfasern."
richtig, wie oben angefürht

"Der Körper verwendet für eine identische Bewegung sogenannte motorische Einheiten (immer die selben Muskelfasern)."
der Körper lernt ständig dazu - je öfters eine Bewegung ident abläuft, desto mehr Muskeln kann er dazu heranziehen - er "lernt" Bewegungen besser auszuüben indem er mehr Nervenbahnen für die Bewegung verknüpft

das läuft ab, wie bei einem Baby - dort lernt das Hirn auch immer mehr, wo es welche Muskeln besser beteiligen kann

laut deiner Aussage würden eine permanente motorische nicht lernfähige Bewegung dazu führen, dass wir noch immer auf allen 4ren krabbeln würden UND sämtliche Bewegungsabläufe bei der geburt zumindest über 50% ausgeprägt wären



>wie oben angeführt



"Beim Maximalkrafttraining im niedriegen Wiederholungsbereich geht es primär darum den Körper dazu zu bringen für eine Bewegung möglichst viele kontraktile Elemente auf einmal zu aktivieren.
Diese beiden Mechnismen bilden zusammen vereinfacht ausgedrückt das was als intramuskuläre Koordination bezeichnet wird. "
jep..MK Training beansprucht eben die interstrukturären Muskelphasern noch mehr - daher treten weniger sichtbare Erfolge auf
aber mehr gewicht lässt trotzdem mehr Phasern mitwirken - und 8-10 Wiederholung sind eben für die meisten Menschen ideal zum sichtbaren Erfolg

und wenn man 8-10 Wiederholungen mit mehr Gewicht ausführt, werden daher auch mehr Phasern beteiligt :)


aber du kannst gerne bei deiner Ansicht bleiben(ich bin sicher, dass wirst du auch) - ich sehe an mir selbst, wie ich die besten sichtbaren Erfolge erziele..und die habe ich nicht durch KH Drücken oder isolierte Reverse für die Schulter erzielt
 
@Blachi: Es geht nicht um's Fazit. Ich bin ein absoluter Verfechter von Training mit hohen Gewichten und Grundübungen. Mit geht's schlicht und ergreifend darum, dass die angeführte Argumentation nicht korrekt ist.

ich kann ja auch so gut sagen, dass jemand mit einem Bandscheibenvorfall nicht mehr so effizient Kniebeugen machen kann > aber an der Tatsache, dass Kniebuegen für den ganzen Körper gut sind, ändert das wenig

Sorry, das ist keine Argumentation, dass ist Polemik :(

laut deiner Aussage würden eine permanente motorische nicht lernfähige Bewegung dazu führen, dass wir noch immer auf allen 4ren krabbeln würden
UND sämtliche Bewegungsabläufe bei der geburt zumindest über 50% ausgeprägt wären

Da hast du wohl den Unterschied zwischen dem motorischen Zentrum im Kleinhirn mit seinen Bewegungsmustern und den motorischen Einheiten (intramuskulär) übersehen.

interstrukturären Muskelphasern noch
mehr - daher treten weniger sichtbare Erfolge auf
aber mehr gewicht lässt trotzdem mehr Phasern mitwirken

1. was sind interstrukturäre Muskelfasern ?
2. die Anzahl beteiligter Muskelfasern über die gesamte Übungsdauer ist unabhängig vom gewählten Gewicht, wenn die Übung bis zum Muskelversagen ausgeführt wird.

Gruss Skyguide
 
von Polemik kann ich da nicht so viel erkennen, es tut mir aber leid, wenn du es so interpretierst

aber mal ernsthaft:
eine Schwäche einer einzigen Person hat für mich nur sehr wenig, mit dem Vorgang tausender Menschen zu tun

fehlende Unteramrkraft kann ich ebenso wenig als Argumentation gegen einen komplexen Muskelvorgang ansehen

und einfach nur zu sagen, dass proffessionelle Personen (damit meine ich jetzt nicht mich, sondern eben alle, die mir dies gesagt haben bzw. Buchautoren!) falsch liegen(imerhin entspricht meine Argumentation der Meinung vieler anderer - eben auch der Synergistischen Trainingslehre), weil jemand keine Griffkraft hat, ist für mich einfach unlogisch!


der Körper lernt Bewegungen aber nicht nur in den Muskeln und deren Zellen sondern auch im Hirn (das Kleinhirn sendet Impulse aus, die eben zur Muskelkontraktion führen > und eben - wie du geschrieben hast- für Gleichgewicht und Motorik verantwortlich sind -- aber in der Großhirnrinde entstehen die eigentlichen Programme für eine bestimmte Bewegung in den Zentren der Willkürmotorik; sie verknüpfen die Gerhinteile so miteinander, das eine gesamte Bewegung vollständig ausgeführt werdne kann>> zB muss eine Person, die über ein Brett balanciert erst einmal unzählige Male Einzelbefehle pber die Pyramidenbahnen(verantwortlich für koordination der Grundmotorik) an die Muskeln schicken)


1) Muskelphasern die eben im tiefen Inneren des Muskels liegen

2) das würde bedeuten, dass ich -unabhänig von MaximalKraft Training oder Hypertrophie- immer gleichviele Muskelphasern beanspruchen würde (vorausgesetzt, ich gehe immer zum MV)

kannt du deine These irgendwie bestätigen? - ich kam bis jetzt immer zur Gegenteiligen Fassung (egal ob ich Trainer fragte -bez. Hatfieldprogramm [oder wie man die schreibt;)] oder es gelesesn habe :confused:
 
@Blachi:

Die Griffkraft-Thematik soll nicht dazu dienen das ganze Prinzip umzustossen sondern war als bildliche Darstellung einer grundsätzlichen Problematik in dieser Theorie gedacht.

Deine Ausführungen zum Thema Bewegung in Ehren sehe ich hierfür in diesem Zusammenhang keine Relevanz da wir von intramuskulären Vorgängen und schlussendlich von Kraftsteigerung / Hypertrophie sprechen.

2) das würde bedeuten, dass ich -unabhänig von MaximalKraft Training oder Hypertrophie- immer gleichviele Muskelphasern beanspruchen würde vorausgesetzt, ich gehe immer zum MV)

Das ist abhängig davon wie gut die Ansteuerung der Muskulatur funktioniert und damit auch von deinem Training. Wenn du immer mit sehr hohen Gewichten trainierst wird dein Körper grössere motorische Einheiten bilden. Dann wird es schwierig mit kleineren Lasten diesen maximalen Fasereinsatz zu erreichen. Die Auswirkungen davon kann man auch deutlich an der Feinmotorik erkennen.

Betrachte einen Muskel mal als Regelkreis. Dann siehst du automatisch die Aktivierung von weiteren Muskelfasern als Folge der Differenz von Ist- zu Sollposition. Oder hast du eine physiologische Begründung anzubieten welcher Mechanismus dies verhindert ?

Natürlich funktioniert dies nur in einem gewissen Bereich. Die Last muss so gross sein, dass die Erholungszeit der gerade nicht kontrahierten Fasern nicht ausreicht.

Gruss Skyguide
 
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