Es steht leider auch zu befürchten, daß es für das Problem keine (immer funktionierende) Lösung gibt.
Individuallösungen, die recht gut gehen, hängen u. a. vom Zeitpunkt ab, wann die Krämpfe auftreten. Wer z. B. 3 Sätze Beincurls á 10 WDH im Liegen trainiert und am Ende des 2. Satzes pünktlich seinen Krampf erwarten, und den 3. kaum noch ausführen kann, ist mit einer simplen Satz- und WDH-Modifikation häufig gut bedient. Z. B. 2x8WDH. Ähnlich bei anderen Übungen. Wer schon beim ersten Satz zu kämpfen hat kommt damit aber nicht weiter.
Auch Beincurls mit Beinstrecken als Supersatz zu kombinieren kann helfen.
Eine andere Möglichkeit wäre der Versuch, mit Erhöhung der Kadenz die IC "von unter her" an die Spannung zu gewöhnen. Soll heißen, mit sehr geringen Gewichten 6 o. 8 WDH mit 4/4 o. 4/1/4, auch wenn mit diesem Gewicht 15 WDH mit dieser Kadenz möglich wären. Dann langsam (!) im Verlauf die Gewichte erhöhen, darf 2-4 Monate dauern und erfordert Geduld. Auch die Variante mit schrittweiser Verlängerung der Kadenz ist möglich, ebenfalls mit leichteren Gewichten beginnen, Kadenz zu Beginn 2/2, und dann ausdehnen.
Eine Eigenerfahrung wäre das Trennen von Quadrizeps- und IC-Training. Ich habe meine Verkrampfungen eliminiert, indem ich am Beintag nur die Quads bearbeitet habe und dann Beincurls am Brusttag als erstes gemacht habe. Wäre einen Versuch wert, bevor man die längerwierigen Methoden ins Auge faßt. Hat auch schon bei anderen geholfen.
Mineralien kannst Du dabei versuchen, hat aber bei keinem, den ich kenne, entscheidende Effekte gehabt. Was dagegen bisweilen Verbesserungen brachte, war die generelle Zufuhr von (Mineral)Wasser, und davon reichlich. Stilles würde ich bevorzugen.
hatten doch auch mal über die tibialisverkürzung bzw. hüftschmerzen bei starker beugung gesprochen
Gib mit doch nochmal den aktuellen Sachstand.
jeckyll