Knieprobleme- Patella

Krulli1

New member
Hallo!
Wer kann mir vielleicht helfen?
Bei mir wurde ein Knorpelschaden der Patella diagnostiziert. Nach manueller Behandlung mit Spritzen, Bandagen, Krankengymnastik usw., wurde eine Athroskopie durchgeführt ( Gelenkspülung, Knorpelglättung). Aber die Beschwerden - Schmerzen beim Treppensteigen, in der Hocke, oft ist auch beim normalen Gehen ein leichtes Ziehen zu spüren- blieben. Selbst Radfahren, d.h. danach, nicht beim Fahren selbst ist das Knie scheinbar gereizt und schmerzt bei Bewegung. Zum erstenmal traten die Beschwerden bei einem Satz Kniebeugen noch während des Aufwärmens auf. Hatte bis dato nie irgendwelche Probleme oder gar Schmerzen. Ist das für das Auftreten eines Patellaschadens normal oder steckt vielleicht noch was anderes dahinter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und weiß Rat?:confused:
 
A

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Re: Knieprobleme- Patella
ja ähnliche behandlungsgeschichte wie bei mir. knorpelschaden und patella gleichen scheiß hatte ich auch...
wegbekommen... tjo kannst wenig bis nix machen hoffen das es weggeht... tu ich auch schon seit 4-5jahren.... in die richtung... ganz weg is es noch nicht...
 
Patella

Also, die Athroskopie ist jetzt 6 Jahre her. War vorher ein knirschendes Geräusch zu hören, so läuft die Kniescheibe jetzt ruhig. Die Beschwerden allerdings blieben. Habt ihr irgendwelche Tipps für eine Behandlung und hattet ihr Erfolge damit. 15, Du schreibst, daß es noch nicht ganz weg ist. Heißt das, daß es sich schon etwas gebessert hat? Das Ganze ist so verdammt hartnäckig, schlägt auf die Moral.;)
 
Wie sieht's denn mit dem muskulären Gleichgewicht bei der Beinmuskulatur aus ? Wurde das schon mal angeschaut punkto Kräfteverhältnis und Länge ?

Gruss Skyguide
 
Ich würde empfehlen, der Quadrizeps aufzubauen, speziell den Vastus medialis. Zunächst mit leichteren Gewichten und höheren WDH. Dehnung des Rectus femoris.
Radfahren ist gut. Kleiner Gang, hohe Umdrehungszahl.
Funktioniert leider nicht von heute auf morgen. Bei bestehenden Beschwerden das Knie nochmal vom Arzt anschauen lassen.

jeckyll
 
Patella

Zunächst mal Danke für eure Antworten.
Also, wenn ich mich recht erinnere besteht auch einen muskuläre Dysbalance. Darauf wurde aber eigentlich nicht eingegangen, sondern immer nur Spritzen (ca. 40 im Laufe der Zeit), Tabletten usw.
Welche Übungen eignen sich am Besten den Vastus med. aufzubauen und wie und welchen Muskel sollte man entsrechend intensiv dehnen?
:confused:
 
@Krulli: Das ist leider häufig so. Dabei ist die Behebung der muskulären Dysbalancen zwingend notwendig, damit es langfristig gut wird.
Ich bin sicher Kollege jeckyll hatte schon was im Kopf bezüglich Übungen. Deshalb lasse ich ihn erst mal antworten.

Gruss Skyguide
 
Zum Aufbau d. Vastus medialis:
Dieser Muskel ist vor allem bei der endgradigen Streckung des Kniegelenkes beteiligt Da die Schonhaltung bzw. Neutralstellung des Kniegelenkes in einer leichten Beugung zu finden ist, ist zu erklären, daß bei schmerzbedingter Schonung des Knies dieser Muskel
nicht mehr eingesetzt wird. Entsprechend wird der Vastus medialis im Bereich von 0-20 Grad Beugung im Kniegelenk am meisten belastet. Zum Quadrizepstraining eignet sich Beinstrecken mit kurzem Halten in der gestreckten Position. Initial würde ich mit 15-20WDH arbeiten. Beugung nur bis 90 Grad. Beinpressen ist ebenfalls geeignet, Vorteil ist, daß alle Oberschenkelmuskeln trainiert werden. Beine am Ende nicht voll durchstrecken und Beugung bis 90 Grad. WDH wie oben. Immer vorausgesetzt, es ist schmerzfrei möglich.
Radtraining mit kleinem Gang und hoher Umdrehungszahl (90-110 pro Minute) zur Ergänzung.

Zur Dehnung:
Kommt es zu Verkürzungen der Quadrizeps-
muskulatur, erhöht sich die Druckbelastung im Patellofemuralgelenk. Da häufig auch die Muskeln der Oberschenkekrückseite verkürzt sind, empfehle ich, diese ebenfalls zu dehnen.

M.quadriceps femoris (Mm. rectus femoris, vastus medialis, vastus intermedius, vastus lateralis)

Aufrecht hinstellen
Bein nach vorne anwinkeln und am Fußgelenk umfassen
Ferse zur gleichen Gesäßhälfte ziehen, Hüfte dabei nach vorne schieben
Oberkörper bleibt gerade


Oberschenkelrückseite

M.m. ischiocrurales (Mm. biceps femoris, semimembranosus, semitendinosus)

Aufrecht hinstellen
Ferse nach vorne aufstellen dabei Fuß locker lassen
Anderes Bein beugen (nach hinten setzen) dabei mit beiden Armen auf dem gebeugten Bein abstützen, Oberkörper ist dabei leicht nach vorne gebeugt, Gewicht ruht auf dem gebeugten Bein.


jeckyll
 
hm naja gebessert... wie soll ich sagen.... zwischendurch ist es mal besser mal schlechter... ich wills mal so ausdrücken anfangs bin ich nur auf fersen gegangen weil ich die beine nicht abbiegen konnte und wollte... nach nem monat oder so konnte ich wieder normal gehen.... n jahr drauf wieder sporteln, allerdings mit schmerzen aber es war möglich... dann leistungssport mäßig hats auch gefunzt unter mega schmerzen... aber es hat wenigstens hingehaun.... dann wars ne zeit weg, also konnte alles tun ohne schmerzen und seit dienstag is es bei mir wieder da... geht im mom null...
 
Patella

Danke für die Tipps!:)

Wie ist es eigentlich mit der Gelenkbelastung gerade beim Beinstrecken. Laut Arzt entstünden hier große "Scherkräfte". Aber 3 Ärzte - 3 Meinungen.
Und soll man den Beinbeuger auch intensiv trainieren; hierbei keinerlei Beschwerde.
:confused:
 
Bzgl. der Scherkräfte: Kommt auf die Ausführung an. Der Anpreßdruck zw. Kniescheibe und Oberschenkelknochen nimmt stark zu, sobald das Knie die 90 Grad Beugung überscheitet. Deswegen die Bewegung nicht mit entsprechend starken Beugungen durchführen (oder sehr hohen Gewichten). Bei mangelnder (muskulärer) Führung der Kniescheibe treten ebenfalls erhöhte Scherkräfte auf.
Die Beinbeuger solltest Du natürlich weiter trainieren. Ansonsten entsteht ein Ungleichgewicht zwischen Beugern und Streckern. Aber das Dehnen nicht vergessen.

jeckyll
 
Patella

Noch eine Frage bezüglich des Radfahrens. Ist eine halbe Std. täglich ausreichend?
Und sollte man trotzdem ( die Knie sind danach immer irgendwie gereizt ) mit dem Fahren ( Heimtrainer ) weitermachen?:confused:
 
Halbe Stunde ist völlig ausreichend. Wenn Du mit dieser Zeit Probleme hast, langen aber auch 15-20 Minuten. Das Kniegelenk soll nur bewegt werden, nicht belastet.

jeckyll
 
Hi

Also hierzu hätte ich auch mal ne Frage und zwar hab ich mir am Sonntag vor einer Woche das Knie verdreht, Kniescheibe hing aussen. Laut Kernspin die heute gemacht wurde ist das Innenband stark gezerrt und es liegt wohl auch eine leichte Verletzung am Knorpel vor, Minisken und Kreuzbänder sind glücklicherweise heile geblieben.
Jetzt wird bei mir morgen eine Athroskopie durchgeführt.
Diese soll auf alle Fälle eine Spülung und eine Knorpelglättung beinhalten, falls sie dabei noch mehr finden gegebenenfalls noch weiteres.
Mein Knie war bisher in einem Topzustand und ich hatte dort auch noch nie Verletzungen.
Gerade da ich Volleyballer bin, ist meine Sorge nach diesem Thread hier recht groß, daß auch bei mir etwas zurückbleibt.
Wie groß ist eurer Meinung nach bei soetwas die Wahrscheinlichkeit für bleibende Beeinträchtigungen wie Schmerzen,etc.
Danke schonmal für die Hilfe.

MFG
Kresse
 
Die Wahrscheinlichkeit, ob was zurückbleibt und wenn ja, wieviel, hängt davon ab, was dran ist, und was gemacht wird bei der Arthroskopie. Wenn nur das Innenband gezerrt ist und es ausheilt, Du also ausreichend lange Pause machst, wird mit großer Wahrscheinlichkeit nichts zurückbleiben. Auch eine Knorpelglättung ist eigentlich nichts dramatisches, ein Routineeingriff. Langsamer Belastungsaufbau ist notwendig, dann ist normalerweise mit gutem Ergebnis zu rechnen. Laß Dich ausführlich beraten, von dem, der´s macht, hinsichtlich Dauer der Trainingspause, Belastungsaufbau usw.

jeckyll
 
Eine Arthroskopie von einem guten Spezialisten durchgeführt verursacht kaum bleibende Probleme.
Wichtig ist die korrekte Regeneration. Dabei sind Bewegung ohne Belastung und der Ausgleich entstandener muskulärer Dysbalancen die Stichworte.

Gruss Skyguide
 
Hi

so nun gebe ich auch mal was zu diesem Thema ab.

Bei mir ist die Patella rechts dreimal und links einmal rausgesprungen. Habe aber auch eine Habituele Patella (angeborener Schiefstand). rechts wurde beim zweitem mal eine Artroskopie durchgeführt, da knorpelstück weggesprungen, ist aber wieder alles in ordnung.
Links ist auch artroskopiert worden (ca. 2 Jahre her), jedoch ist hier nix in ordnung. Habe schmerzen beim laufen, Trepensteigen etc. Bin auch sportunfähig geschrieben. Der Knorpelschaden ist einfach nicht weggeganken.

Jetzt soll ich da operiert werden und zwar soll mir aus einer anderen unbelasteten region des Kniegelenkes ein Knorpelstück entnommen werden und in die Kapute stelle eingesetzt werden, oder es sollen Knorpelzellen entnommen werden, welche im Labor gezüchtet werden und dann im Knie eingepflanzt werden.

Nun muss ich noch zur Uni Leverkusen um mich über das zweite verfahren zu informieren und hören was sie sagen, um mich dann, in Absprache mit meinem doc, auf eines der Verfahren entscheiden soll.

Nun meine Frage:

hat einer erfahrungen bezüglich dieser Operationen und ist sie zu empfehlen ??
 
Keine einfache Antwort möglich. Wenn Du permanent Beschwerden hast, sind beide Möglichkeiten zu diskutieren. Welche die für Dich geeignetere ist, muß der Operateur entscheiden. Mit entscheidend ist die Größe des Defektes, den es zu beheben gilt. Falls sich in letzter Zeit nichts Wesentliches getan hat, ist das Züchten v. Knorpel und dessen Verpflanzung bei Defekten bis 10cm2 Größe sinnvoll. Das Verfahren nennt sich Autologe Chondrozyten Implantation, ACI in Kurzform. Nach Entnahme u Züchtung des Knorpels wird dieser in einer zweiten OP der Größe des Defektes angepaßt und fixiert mittels Fibrinkleber (oder auch sehr feiner Nähte). Langzeitergebnisse liegen noch keine vor. Die vollständige Rehabilitation dauert etwa 12 Monate, also bis uneineschränkte Sportfähigkeit wieder hergestellt ist.
Auch díe andere Möglichkeit ist limitiert. Hierbei handelt es sich um das sog. Osteochondral Autograft Tranfer System, kurz OATS. Es werden runde Knorpel-Knochen-Stanzen aus unbelasteten Arealen entnommen und dann im Bereich des Defektes eingeblockt. Das ist von der Einheilungsmöglichkeit besser, da es sich ja um Knorpel-Knochen-Anteile handelt, nicht wie bei der Knorpeltransplantation nur um Knorpelgewebe. Die Fixierung des Transplantats ist somit besser. Wunder würde ich nicht berwarten, es ist aber eine gute Möglichkeit, den zunehmenden Gelenkverschleiß zumindest zu verlangsamen. Auch hier ist die vollständige Rehabilitation mit 9-12 Monaten zu veranschlgen.


jeckyll
 
Hallo Leute

Tja das mit dem ambulant war wohl nix, bin eben aussem Krankenhaus entlassen worden, war also eine Woche da.
Das Ergebnis war ziemlich ernüchternd.
Es war zwar wie vermutet der Knorpel nur leider im größerem Ausmaß als zunächst angenommen, er ist zum größten Teil weg, nach den Bildern zu urteilen würde ich mal sagen, sind mir ca. 90 % des Knorpels weggenommen worden. Sportpause Minimum 6 Monate dann langsam wieder anfangen.
Am Tag nach der OP ging mit meinem Knie garnix, es war komplett steif. Muß jetzt seitdem täglich 2 mal mit einer Bewegungsschiene "trainieren" und hab noch zusätzlich 3 Übungen die ich liegend ausführen soll, laufen darf ich nur mit Krücken, wie lange ich Teilbelastung habe weiß ich noch nicht genau.
Jetzt bekomm ich so eine Schniene auch nach Hause damit 2 Wochen lang noch weiter "trainieren" anschließend Krankengymnastik, auf der Schiene schaffe ich eine Beugung von 110 % ohne circa 90-100 %. Am Tag nach der OP waren das noch 0 %.
Könnt ihr mir Infos darüber geben wie groß später wahrscheinlich meine sportlichen Einschränkungen sein werden und wie ich diese minimieren kann, Krafttraining zum Ausgleich ist klar aber in welcher Form.
Sehe ich das auch richtig das ich wohl Volleyball und Ski Alpin aufgeben muß.
Wäre über Antworten und Ratschläge sehr dankbar.

MFG
Kresse
 
A

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Re: Knieprobleme- Patella
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