Kniebeugen, Hüftgürtel, Kreuzweh

reach

New member
Hi there!
Ich mache im Winter u.a. immer Kniebeugen um Kraft für die Sommersaison zu generieren.

Jetzt bin ich bei einem Gewicht angelangt, wo ich Probleme bekomme. Mit 123kg werd ich oft so instabil im Kreuz, daß ich nach 2-3Wh abbrechen muß (danach hab ich dann auch meistens Kreuzweh) Mit 113kg hingegen kann ich locker 15Wh machen.

Die Übungsausführung ist übrigens anerkanntermaßen sauber.
Mir macht das Kreuzweh Sorgen. Ist in diesem Zusammenhang so ein Hüftgürtel, wie ihn die Proteinlaberln tragen zweckmäßig?? Bis jetzt konnte mir keiner genau erklären, was das Ding genau tut.

thx! reach
 
A

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Re: Kniebeugen, Hüftgürtel, Kreuzweh
Hallo

Rücken und Bauch werden durch den Gürtel Stabilisiert, aber da der untere Rückenmuskel durch den Gürtel entlastet wird, wird dieser nicht mit trainiert. Meine persönliche Meinung, vor allem bei schweren Kniebeugen solltest du einen Gürtel verwenden, es entstehen zwar überall dort wo der Gürtel für unterstützende Maßnahem eingesetzt wird eine Schwachstelle, deshalb den Rückenmuskel (und auch Bauchmuskel) unbedingt extra trainieren! Aber Sinn und Unsinn eines Gürtels, das ist ein echtes streit Thema, da hat jeder seine eigene Meinung!

Sportlichen Gruß, RadelChamp
 
Das Kniebeugen funktioniert wie bei allen komplexen Kraftübungen in einer Muskelkette. Die exponiertesten Punkte sind Knie und unterer Rücken. Komplexe Übungen welche einen sehr hohen Koordinationsanspruch haben, sollten möglichst ohne Hilfsmittel ausgeführt werden. Meiner Meinung nach muss der Koordinationsanspruch an erster Stelle kommen, bevor Kraftansprüche an selektive Muskeln gestzt werden. Da jedoch das externe Gewicht beim Kniebeugen auf den den "Schultern" liegt, was normalerweise bei den meisten Sportarten nicht der Fall ist, kann man in einzelnen Fällen mit höheren Gewichten und Hüftgurt arbeiten. Dies jedoch nur mit wenigen Trainingseinheiten, z.B. 6 TE und mit Partnerhilfe. Dies ergibt einen höheren Reiz/Zeiteinheit auf die Bein/Hüftmuskulatur.
Gruss Andreas
 
andreas hat dir die richtige antwort gegeben (mit TE meint er offensichtlich WH, also wiederholungen). ich sehe bei dir keinen sinn, wenn du den widerstand sukzessive steigerst. ansonst ist es besser, nur wenige "saubere" wh zu machen als mehr wh und davon die hälfte "unsauber".
da ich nicht annehme, dass du mit 113kg (wie kommst du eigentlich auf dieses gewicht?) 15 tiefe kniebeugen machst, wäre es für deine sportart zweckmäßiger, die kniebeugen mit weniger widerstand, aber dafür tief zu machen.
alles gute für die neue saison,
kurt
 
prinzipiell braucht es kein "extra"training für den unteren rücken und den bauch, wenn man die komplexen hauptübungen macht (da schließt ja kreuzheben mit ein). dass ein gürtel den unteren rücken signifikant entlastet, stimmt nicht (probier's mal aus), eher noch wird eine übermäßige "vorwölbung" der bauchdecke verhindert. wer kein gewichtheber ist, braucht prinzipiell keinen gürtel. besser mit weniger widerstand "sauber" arbeiten (siehe andreas posting).
gruß, kurt
 
ähm, mit Verlaub, ich mach schon 15 tiefe Kniebeugen mit 113 kg (=je 50kg + 13kg Hantelstange). Möglich, daß die letzten nicht mehr lehrbuchreif sind, aber sie sind schon ok.

Wieso macht es keinen Sinn, das Gewicht zu steigern?? Ist das nicht das Um und Auf beim Krafttraining?? Wenn ich mit dem Gewicht vom Winterbeginn (nach der Eingewöhnung ca. 63kg) arbeiten würde, dann würde ich mich ja fadisieren. Mir geht´s hierbei ja nur um Hypertrophie und max.Kraftsteigerung. KA und SK mach ich eh mit anderen Übungen.

Ist die saubere Ausführung nicht nur Mittel zum Zweck, damit das ganze "gesünder" wird, weil der Stützapparat mitwachsen kann? (Im Gegensatz zB zur fixierten Beinpresse)

jetzt bin ich wirklich etwas verwirrt...
msG! reach
 
15 tiefe Kniebeugen mit 115 kg - alle Achtung!

das ist wirklich keine schlechte leistung! natürlich ist das das prinzip des krafttrainings, aber ich dachte dabei an deine sportart - und die ist eine ausdauersportart und keine kraftsportart. ich denke, dass deine basiskraft für's inline skaten mehr als ausreicht und damit auch eine gute basis für die KA gegeben ist.
ansonst empfehle ich dir, max. 8 wh - und die dafür sauber - zu machen. dann müssten ca. 125 - 130 kg möglich sein. wie gesagt, lieber nur 4-5 wh, und die dafür mit einwandfreier technik als 12-15 wh, wobei die letzen 7 immer "unsauberer" werden und damit nicht nur die trainingseffizienz schmälern, sondern auch ein verletzungsrisiko bergen.
gruß, kurt
 
ähnliches problem

hatte ein ähnliches problem wie du. immer kreuzschmerzen bei kniebeugen mit einem gewicht von über 150kg. wußte weder ein noch aus. mit 130 gings ganz locker bis es mir bei der zwanzigsten wiederholung zu langweilig wurde. hatte dann einen schweren autounfall. dabei wurde der ganze oberkörper eingegipst. weil ich es einfach nicht lassen konnte, bin ich trotzdem trainieren gegangen. siehe da, plötzlich waren 20 wiederholungen mit 150kg kein problem mehr. mein arzt meinte deshalb, dass ich offensichtlich meine rückenmuskulatur vernachlässigt habe. aus diesem grund trainiere ich jetzt auch den rücken. lege mich jetzt auf so ein komisches gerät für hyperextensions u. lege mir 100kg in den nacken. seitdem ich dabei 10 wiederholungen schaffe sind die kniebeugen auch kein problem mehr.
 
Schock!

Wie jetzt, seit Winterbeginn hast du das Gewicht von 63 auf 113 kg steigern können!?
Mir wird schwindlich...jetzt zweifle ich stark an meiner Leistung!
Ohgottohgott!
Hexi
 
Ja leck mich doch ...

du legst dir 100 kg in den Nacken bei hyperextensions? Not bad! Also so einen wie dich hab ich live glaub ich noch nie gesehen. Weiter so!

Gruessle,
buzzo
 
Brems dich wieder ein bissl ein!

Also hie und da sind solche Scherze ja lustig, aber wenn dus übertreibst, fällts irgendwann auf den Nerv!

LG Hexi,
die sich für Scherze dieser Art durchaus erwärmen kann, aber...
 
A

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Re: Kniebeugen, Hüftgürtel, Kreuzweh
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