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thespinner

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Hallo, ich bin ernsthaft am Verzweifeln und versuche nun erneut, hier in diesem Forum Rat zu finden, da ich und mittlerweile schon einige Ärzte mit ihrem Latein am Ende sind!

Also, es ist jetzt bereits ca. 6-7 Wochen her, als ich folgenden Beitrag hier ins Forum setzte:

Hallo, ich habe seit kurzem ein unglaubliches Problem und bin völlig ratlos.

Habe vor ca. einer Woche quasi aus dem Nichts einen völligen Leistungseinbruch erlitten! Dieser äußert sich wie folgt: Beispielsweise beim Bankdrücken lag mein Trainingsgewicht (ca. 8 Wdh.) noch vor einer Woche bei 90 kg. Nun schaffe ich diese Wiederholungszahl nur noch mit 75 kg!! Hatte keine Trainingspause, trainiere seit ca. 6 Jahren regelmäßig, kenne mich auch "trainingslehremäßig" aus. Das Interessante an der Sache ist, dass es wohl nur an der linken Schultergürtelmuskulatur liegt, denn ich merke z. B. beim KH-Bankdrücken, dass ich rechts sicherlich noch mit dem alten hohen Gewicht arbeiten könnte - die linke Seite versagt aber völlig! Und genau so verläuft es sich mit allen Übungen, bei denen die Arme frontal nach vorne gedrückt oder von oben gezogen werden (Bankdrücken, Schulterdrücken, Latzug, etc.), sowie bei allen Trizeps-Übungen (z.B. auch Dips). Keinerlei Probleme habe ich hingegen bei engem Rudern, sämtlichen Bizeps-Übungen, Kreuzheben und logischerweise Kniebeugen etc. Ich habe auch keinerlei Schmerzen! - ich merke halt lediglich, dass irgendwas mit der linken Schulter nicht stimmt, weil ich immer total einbreche.

Das sind die Fakten! Allerdings hat sich mein Trainingsgewicht z.B. beim Bankdrücken nunmehr auf ca. 50 kg verschlechtert (!), und ich bin mittlerweile der Meinung, dass es sich um den Trizeps handelt, da der linke Arm bei isolierten Übungen für diesen Muskel völlig versagt, Seitheben hingegen funktioniert recht gut. Die damaligen Hinweise bezüglich Blockaden, Nackenverspannungen etc. haben sich als nicht zutreffend erwiesen. Ich bin also zum Sportarzt. Röntgen, Ultraschall: kein Befund! Also Überweisung zur CT. Hier haben sie leichte Reizung der Supraspinatussehne entdeckt, aber alles nichts aussagekräftiges, was das Problem erklären könnte. Beim Physiotherapeuten bin ich seit Wochen in Behandlung - ohne jegliche Fortschritte. Habe Cortison gespritzt bekommen - ohne Wirkung. Nächster Schritt war zum Neurologen, nachdem mir dies weitere Sportärzte geraten haben. Hier: Nervenleitgeschwindigkeit scheint allgemein OK zu sein, allerdings kommt er nicht an den Nerven, der zum Trizeps führt, ran (glaube, der heißt N. radialis). Er hat mir jetzt Vitamin B-Tabletten verschrieben, da ich scheinbar V. B-Mangel habe. Das kann aber nie im Leben die Ursache des Problems sein! Muss in zwei Wochen nochmal hin..
Ihr könnt euch sicherlich denken, wie mir zumute ist. Stellt euch vor, ihr werdet durch so eine Scheiße im Training ca. 5 Jahre zurückgeworfen und müsst zusehen, wie ihr "langsam vor euch hin atrophiert". Meine Frage nach wie vor: Hat irgendjemand da draußen eine Idee, was das sein könnte (sogar MS wurde mal ins Gespräch gebracht..) oder hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, eine Idee, was ich machen könnte, wo ich hingehen soll, irgendetwas?

Ich danke jedem, der sich die Mühe gemacht hat, diesen langen Text zu lesen und mir vielleicht einen Rat geben kann. Leute, ich weiß echt nicht mehr, was ich machen soll!

Viele Grüße,
Martin
 
Hallo

das hört sich ja alles nicht so dolle an.

MS wäre echt heftig! Aber das kann ich mir nicht vorstellen, da sie das ja auf jeden Fall diagnostizieren müssten. Ich würde erstmal mit dem Training definitiv aufhören !
Du siehst ja wie du dich kontinuierlich verschlechterst, also bringt das sowieso nix, außer das du dich ordentlich verletzten kannst.

Hör auf deinen Körper, er gibt dir ja Signale die du nicht mit weitertrainieren ignorieren solltest.

Mach mal mind. 4 Wochen Pause von jeglichen Sport (auch kein laufen oder ähnliches) und warte ab was die Ärzte sagen.
Bei denen muß mann allerdings als Kassenptient hartnägig bleiben, sonst wechsel halt wieder den Doc.

Wie sieht es eigentlich mit dem Beintraining aus, auch verschlechtert ?

Gruß
Mike
 
Würde auch erstmal für ein paar Wochen mit Training aufhören.
Vieleicht ist ja Dein Körper gerade einfach nur gnadenlos überlastet...
 
Weiteres Training erscheint wirklich nicht sinnvoll.
Eine NLG des Radialis wäre sicher noch interessant.


jeckyll
 
Lass mal eine Kernspintomographie des Kopfes machen um eine MS auszuschließen. Dan nweißt du zumindest, dass es nicht daher kommt.
 
Hallo,

Erstmal vielen Dank für die Antworten! Für weitere Ideen und Anregungen bin ich nach wie vor sehr dankbar!! Das mit MS hat mir auch schon ein Sportarzt gesagt. Sollte man ebenfalls ausschließen können. Werde ich beim nächsten Termin beim Neurologen mal ansprechen..
Frage noch an jeckyll: Kann man überhaupt ne NLG beim radialis machen?? Kennst dich da aus?

Viele Grüße,
Martin
 
Sorry, ich nochmal an Ironmike: Beintraining hat sich nicht signifikant verschlechtert. Kniebeugen laufen nach wie vor recht gut.. Ebenso Kreuzheben und sämtliche Bizepsübungen.

Gruß,
Martin
 
MRT ist alleine nicht ausreichend zur MS-Diagnostik.

Sicher kann man eine NLG beim Radialis machen. Evtl. wäre auch eine Elektromyographie des Trizeps sinnvoll.

Insg. würde ich hier mal auf eine chronische Überbeanspruchung des Trizeps tippen. Hierdurch kommt es zu Kompression des Radialis. Ist eigentlich selten, kenne ich sonst nur von Zimmermännern.



jeckyll
 
MRT ist aber ausreichend, um die multiplen Entzündungen im Kopf zu erkennen.
Sind welche vorhanden wird eine Probe des Rückenmarkswassers genommen. Sind beide positiv, so ist die MS nahezu sicher.
 
MRT ist aber ausreichend, um die multiplen Entzündungen im Kopf zu erkennen.
Aber nur, wenn welche da sind. Finden sich keine (oder zu wenige, oder an falscher Stelle) im MRT, ist die Diagnose MS noch nicht vom Tisch.
Sind welche vorhanden wird eine Probe des Rückenmarkswassers genommen. Sind beide positiv, so ist die MS nahezu sicher.
Wenn eine Störung in mindestens einem Funktionsbereich objektiviert werden kann, ja.
Und natürlich, wenn andere Ursachen ausgeschlossen wurden.


jeckyll
 
Also wenn der Neurologe das nicht schafft, den Nervus radialis zu messen, dann würde ich zu einem anderen Neurologen gehen. Ich arbeitet selbst in diesem Bereich und es ist nicht schwierig diesen Nerven zu messen. Den N. axillaris mal zu messen wäre auch nicht verkehrt, wenn es denn etwas neurologisches sein sollte.
 
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