Frage an die Experten! Wie soll ich mich jetzt verhalten??? (weitere Entwicklung...)

brunkeP

New member
Hallo Sport- bzw. Fitnessexperten:


ich wende mich an euch, da ich einfach mal guten Rat von Kennern brauche. Ist ein langer Text, aber damit zeige ich euch ja nur, dass ich es sehr ernst meine und wirklich „Support“ benötige.

Vorab: Ich mache nun seit Januar 2012 konsequent Sport, nachdem mein Bauch immer „dicker“ wurde und es bei mir eines Tages einfach mal Klick gemacht hat. Das ganze Bier und die ganzen Spätabend-Fressaktionen“ reichten mir einfach! Als ich im Januar 2012 im Fitnessstudio anfing hatte ich einen Körperfettanteil von 24 %!
Das fand ich schon erbärmlich. Ich bin 23 Jahre alt, wog zu dem Zeitpunkt genau 75 Kilo und bin dabei knapp 1,80 groß. Richtig dick war ich nicht, aber ich musste schon manchmal den Bauch einziehen, um nicht „ertappt“ zu werden. Der Kommentar des Trainers: „Den Körperfettanteil von 24 % hätte ich bei Ihrer Figur jetzt nicht erwartet“… Zumal ich jetzt auch nicht die Kante in Person bin. Da ich in der IT Branche beschäftigt bin und daher meistens im Büro sitze, hatte ich auch keine Power in den Armen und auch wirklich wenig Muskelmasse. Also wirklich die denkbar schlechtesten Voraussetzungen. (Dicker Bauch = Hoher Fettanteil, Dünne Arme = geringe Power & niedriger Grundumsatz)… Aber es hat trotzdem Klick gemacht und die Motivation und der Wille sind bis heute vollkommen vorhanden. Ein Beispiel: Ich habe seit Januar keinen Schluck Alkohol mehr getrunken. Für euch Sportler vielleicht „lächerlich“, aber für einen „seit 6 Jahren ununterbrochenen Partygänger“, gar nicht so gewöhnlich.


So jetzt habe ich ein wenig zu mir geschrieben, jetzt komme ich zum eigentlichen Sachverhalt meines Anliegen:


Bevor ich mich mit Krafttraining usw. auseinander gesetzt habe, habe ich erst mal 5 mal in der Woche das Laufband, das Fahrrad und den Crosstrainer benutzt, um meine Kondition & Ausdauer wieder zu bekommen.
Da ich bis 17 wirklich auf hohem Niveau Fußball gespielt habe, ging dies auch recht flott. (Die Grundkondition war schnell wieder da…) - Nach 2 Monaten „volle Power“ war ich wieder auf einen guten Level und konnte z.B. die 10.000 Meter locker laufen. Jetzt war ich wieder im Saft und habe mir mehrere Beratungstermine bei Fitnesstrainern geholt, zwecks Trainingsplan… (Mir sind immer mehrere Meinungen wichtig…).

Vielleicht mal zur Info, mein Ziel ist es weder ein krasser Bodybuilder zu werden, noch ein Marathonläufer mit Bestzeiten. Ich wollte bzw. will einfach einen gutaussehenden Körper (athletisch) erarbeiten.

Zum Beispiel so:

http://www.esthetique-schweinfurt.de/mediapool/106/1067207/resources/19081772.jpg

…Zudem kann dies für die Gesundheit nicht schaden, wenn ich sehe, wie viele Kollegen in meinem Büro mit Mitte 30 schon wegfallen (z.B. Bandscheibenvorfall).


Zurück zum Thema: Bei meinen Anliegen gingen selbst die Meinungen der Fitnesstrainer in meinem Studio auseinander. Jeder sagte was anderes. Ich habe bisher schon drei Varianten gehört:

1)

Bauen Sie erst komplett das Fett ab und senken Sie Ihren Körperfettanteil. Dadurch bekommen Sie einen schönen Bauch (Sixpack eher möglich) und die wichtige Grundkondition, und bauen Sie dann sauber & fettfrei die Muskeln auf) (Hier war meine Frage, AB WANN soll ich aufbauen, ab welchen Gewicht muss der Turn Arround kommen, damit ich kein absolutes Hemd werde…)


2

Bauen Sie erst Muskelmasse auf (essen essen essen) und dann bauen Sie Fett ab (größerer Grundumsatz erleichtert den späteren Fettabbau) – Gegenargument von einer anderen Kollegin: Wenn Sie jetzt weiter zunehmen und u.a. Ihren Körperfettanteil weiter erhöhen, wird es auch trotz größeren Grundumsatzes sehr sehr schwer wieder runterzukommen um evtl. irgendwann mal einen Six Pack zu erreichen bzw. zu definieren…
Sie schleppen ja auch die KG-Zahl auf dem Laufband dann mit sich her.


3

Muskel aufbauen und Fett abbauen gleichzeitig (riet mir der meiner Meinung nach kompetenteste Fitnesstrainer zu…) . Fahren Sie ein leichtes Kaloriendefizit, machen Sie intensives Krafttraining (sie werden trotz Defizit ein wenig Aufbauen können, da Sie Anfänger sind) und machen Sie danach intensives Cardiotraining (z.B. Intervallläufe für den Fettabbau). An den Tagen, wo Sie kein Krafttraining machen, können Sie noch weiter was an den Cardiogeräten machen und das Wochenende nutzen Sie komplett zur Erholung. Ernährung: Wenig Fett & wenig Kohlenhydrate (wenn mittags und nicht mehr abends) , dafür umso mehr Eiweiß. Führen Sie ruhig mal ein Ernährungstagebuch ein.Ich habe mich dann für die Variante 3 entschieden und ich habe daher folgenden Trainingsplan bekommen:


Meine Trainingswoche sieht derzeit so aus:


Montag: 15 Minuten warmmachen,
1 Stunde intensives Ganzkörpertraining, (Arme, Beine, Brust, Rücken, Schultern)
anschließend ca. 45 Minuten Laufband / Crosstrainer auspowern (i.d.R. Intervallläufe)


Dienstags: 1 x 60 Minuten Crosstrainer
Pause
1 x 45 Minuten Laufband (Normales Joggen)
Wichtig: Kein Krafttraining !!! (Regeneration für die Muskeln)

Mittwoch: 15 Minuten warmmachen,
1 Stunde intensives Ganzkörpertraining, (Arme, Beine, Brust, Rücken, Schultern)
anschließend ca. 45 Minuten Laufband / Crosstrainer auspowern (i.d.R. Intervallläufe)


Donnerstag: 1 x 60 Minuten Crosstrainer
Pause
1 x 45 Minuten Laufband (Normales Joggen)
Wichtig: Kein Krafttraining !!! (Regeneration für die Muskeln)


Freitag: 15 Minuten warmmachen,
1 Stunde intensives Ganzkörpertraining, (Arme, Beine, Brust, Rücken, Schultern)
anschließend ca. 45 Minuten Laufband / Crosstrainer auspowern (i.d.R. Intervallläufe)


Samstag: Spazieren, Ruhephase, Entspannung


Sonntag: Spazieren, Ruhephase, Entspannung


…Diesen Plan ziehe ich jetzt seit März-Juni (knapp 4 Monate) konsequent durch !!!

Auch meine Ernärhung habe ich entsprechend angepasst…

Mein durchschnittlicher Ernährungsplan sieht derzeit so aus:

Vielleicht ein paar Worte vorab: Ich hab immer sehr gesund gegessen. Kaum Fastfood. Immer frisch und darauf geachtet, dass viel Obst, Gemüse usw. im Spiel sind. Trotzdem habe ich mir abends gerne auch mal 500 Gramm Nudeln reingehauen und mir Freitags & Samstag die „Kante mit Bier“ gegeben. Diese Umstellung von „sich abends den Bauch vollhauen & und vollgegessen ins Bett zu gehen“ auf „mittags die Hauptportion zu essen“, war für mich der schwerste Schritt. Nach nunmehr 3 Monaten Durchführung gewöhnt man sich aber dran…

Mein aktueller Ernährungsplan:

Trinke 3-4 Liter Wasser täglich, 5 Tassen schwarzen Kaffee oder Tee,

Morgens Frühstück: Eiweißbrot mit Hühnerbrust,

Mittags: Pute mit Gemüse (klar nicht immer, öfters auch Fisch mit Gemüse usw.)

Nach dem Sport jeweils einen Eiweißshake mit fettarmer Milch.

Abends: 500 Gr. Magerquark + Salat

Dazu nehme ich morgens, mittags, abends jeweils BCAA Tabletten (Werbung muss ich ja jetzt nicht machen)

Mit diesem Ernährungsplan habe ich auch eine tägliche Eiweißaufnahme von ca. 150 Gramm gesichert.

Ich habe jetzt ein Tagebuch geführt (Kalorien) und musste feststellen, dass ich in den letzten Wochen täglich mindestens ein Defizit von 500 Kalorien hatte. Das schon seit mehreren Wochen.
Dies gepaart mit intensiven Training führte zwar einerseits dazu, dass ich meinen Körperfettanteil von Anfang Januar von 24 % auf jetzt ca. 14,5 % senken konnte (okay die Messgeräte sind nicht immer haargenau).. !
Ich persönlich fand das irgendwie natürlich gut, da ich dadurch meinen SIXPACK Ansatz (stehend) das erste Mal im Spiegel sah! (wenn ich überlege dass ich im Januar noch einen richtigen Bierbauch hatte).

Diese Phase führte aber auch dazu, dass sich mein Gewicht von 75 auf 69 gesenkt habe, was ich wirklich nicht so toll finde. Ich will jetzt nämlich auch kein Lappen werden… (siehe oben mein Vorbild, glaube kaum dass er nur 69 kg oder weniger wiegt…).

Nun ja, meine Muskeln haben sich tatsächlich trotz der Defizitphase etwas entwickelt (wie gesagt was Krafttraining anbelangt war ich wirklich ein Anfänger). Zudem konnte ich auch hier und da die Gewichte steigern (mache derzeit immer an jedem Gerät 3 Sätze a 15 Wiederholungen, also eher Kraftausdauer) - Grade die Brust ist schön ausgeprägt und die Beine sind wirklich kraftvoll. Trotzdem merke ich, dass ich jetzt beim Krafttraining stagniere. Habe irgendwie keine Power, mich zu steigern. Habe das Gefühl, dass ich derzeit eher erhalte, anstatt aufbaue. Verständlich beim Defizit!


Meine Frage jetzt an euch: Wie soll ich weitermachen?


Variante 1)

Erst mal weiteres Kaloriendefizit fahren gepaart mit vielen Cardioeinheiten und Muskeltraining zum Erhalt (also wie bisher), um den Körperfettanteil unter 12 % zu jagen? (nach dem Motto: die 2-3 % schaffe ich auch noch, um das erste große Etappenziel schon mal zu erreichen…bauch weg / sixpack definiert.)
Vorteil: Sichtbares Sixpack, erster Erfolg, Motivationsschub / Nachteil: Gefahr der weiteren Gewichtsreduktion; abgemagert aussehen und ausgeschlaucht sein? Zur Info: Fühle mich derzeit trotz Gewichtsreduktion gut & gesund. Und dann mit dem perfekten Körperfettanteil fettfrei aufzubauen? (Sixpack quasi bei 65 KG sichtbar aber auch bei 80 KG, Mein Wunsch) .


Variante 2)

Jetzt ein Kalorienüberschuss fahren zwecks schnellen Muskelaufbaus (und das Gewicht wieder hochjagen, vermeidet auch die „Hämpfling werden“ Gefahr). Hier habe ich halt die Bedenken, dass ich mir die Arbeit der letzten Wochen auch hätte sparen können und der Bauch wieder zulegt, was ich wirklich schade fände.
Stichwort: Erst abnehmen, dann zunehmen. (sinnlos?)
Oder gibt es so was in der Art wie fettfreies zunehmen?


Variante 3)

Versuchen den täglichen Kalorienverbrauch zu decken (grob im plus minus 0 Bereich fahren, habe laut diversen Rechnern ein Grundumsatz von ca. 2275 Kalorien. Also würde ich hier versuchen diese 2275 Kalorien täglich zu mir zu nehmen. Dazu ausreichend Eiweiß - Vor dem Training auch mal wieder Kohlenhydrate, wenig Fett) und einfach so weitertrainieren, in der Hoffnung, dass ich jetzt mehr Muskelmasse aufbauen kann(und mehr Power habe für Muskelreize) und der Fettanteil trotzdem stabil bleibt oder bestenfalls weiter sinkt. (Traumvorstellung: dickere Arme, breitere schulten, trotzdem sichtbares Sixpack)


… Ich habe grade das Gefühl, dass ich es, egal wie ich es jetzt machen werde, falsch mache.
Daher die Frage in die Runde. Bin derzeit etwas verunsichert diesbezüglich. Ich finde das ist jetzt eine entscheidende Phase der Entwicklung, und da möchte ich den richtigen Weg einschlagen! Wie gesagt: Vorbild ist das Bildchen oben. Das ich es ernst meine, seht Ihr ja erstens an der Länge des Textes und an den letzten Monaten. Der völlige Wille ist da! Das sich jeglicher Erfolg nicht von jetzt auf gleich einstellt, dessen bin ich mir ebenfalls bewusst. (Am Ball bleiben!) Als Ziel habe ich mir den Spätsommer 2013 gesetzt!

Bin über jeden ernst gemeinten Rat sehr dankbar!!!

Wirklich!


Viele Grüße aus NRW !!!
 
A

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Re: Frage an die Experten! Wie soll ich mich jetzt verhalten??? (weitere Entwicklung...)
AW: Frage an die Experten! Wie soll ich mich jetzt verhalten??? (weitere Entwicklung.

Also Variante 3 kannst du vergessen, da wirst du nichts großartiges erreichen, entweder definieren oder an muskeln zunehmen beides geht nicht bzw. extrem minimal

Also ich persönlich hab auch mit viel KFA angefangen und hab die zweite Variante benutzt. Das Problem dabei ist aber, dass man eben noch dicker wird und das dann nicht mehr so schön am Bauch aussieht, aber trotzdem selbstbewusstsein gibt, weil dann der restliche Körper ziemlich muskulös ist. Später in der Definierungsphase kämpfst du dann auch härter, weil du deine Muskeln behalten willst. Ich empfehle dir Variante 2 und es gibt fettfreies aufbauen. Nur "essen,essen und essen" ist so nicht richtig. Wenn du immer langkettige Kohlenhydrate ist und weiterhin auf Süßigkeiten und Alkohol verzichtest, dann klappt das. Ok man baut zwar minimal fett auf, aber das kriegst du dann später wieder weg :) Einfach gesagt, aber das is auch nicht so ganz einfach. Ich glaube, dass das sogar irgendwo steht wie das geht.
 
AW: Frage an die Experten! Wie soll ich mich jetzt verhalten??? (weitere Entwicklung.

Ja KFA ist immernoch zu hoch, aber momentan bin ich in der Definitionsphase und habe 10kg abgenommen ^^
 
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