Faszinierender Artikel!

Eine schönes Bildnis, Duke!

Beispiels Arzneimittelforschung: Die Uni Basel besitzt nun ein Patent auf einen HIV-Wirkstoff. Entwickelt wurde der Stoff aber als optischer Aufheller (Bestandteil von Waschmitteln, etc. - Absorbiert UV-Licht, verschiebt die Wellenlänge in den Blaubereich (Stokes shift) und strahlt die Energie wieder ab -lässt somit Wäsche "weisser" aussehen). :D Einerseits lustig, andererseits zeigt dieses Beispiel auch, wie ungerichtet, unelegent und zufällig Forschung ist. Durch Stolpern kommt man zuweilen weiter.

Wenn wir darüber diskutieren wollen, wie toll doch der Mensch ist, dann dürfen wir auch nicht vergessen, dass wir unseren Planeten schinden und zerstören und es in der dokumentierten Menschheitsgeschichte ganze 290 friedliche Jahre gab...

Auch zu erwähnen wäre unsere Anteilslosigkeit an den Schicksalen in der dritten Welt. Ich weiss, ist abgedroschen. Aber doch so real. Da sammeln unsere Neureichen beispielsweise Ferraris und kaufen Gucci leer, spenden aber noch nicht mal nen Pfennig.

Oder wie ist sowas wie das 3. Reich möglich, wo doch der Mensch ein so erhabenes Wesen ist?

Der Mensch ist in meinen Augen nicht so brillant, wie Stacki es sieht, sondern vielmehr ein armes Geschöpf.
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Wohl wahr. Ich sehe keinen Unterschied zwischen dem Menschen, der mit einer Keule seinen Rivalen tötet und dem Mensch, der sein Gegenüber mit einer Partikelkanone pulverisiert.

Das, was wir Zivilisation nennen, das, was wir glauben, dass die Menschen vor 10.000 Jahren noch nicht hatten, ist nichts weiter als die regsame Anhäufung unnötiger Notwendigkeiten.

Sie lassen uns glauben, dass wir etwas besseres, etwas besonderes seien, weil wir zum Mond fliegen und uns auf Autobahnen bewegen. In Wahrheit bleiben wir doch immer noch ein Tier mit einem gefählich starken Gabe, sich seines Verstandes zu bedienen. Mehr nicht.
 
Und doch sind wir Menschen und können unserem Dasein nicht entfliehen. Einzig der Suizid erscheint mir als Ausweg. Und doch hat man als "gesunder" Mensch sowas wie einen eingebauten Schutz, der einen vor diesem Abgrund zurückweichen lässt. Nicht mal dazu bin ich fähig.

Oder gibt es vielleicht doch Hoffnung? Auch dies können wir nicht mit Gewissheit verneinen, weil wir es nicht wissen.

Vielleicht können wir ja unsere niederen Instikte überwinden, oder zumindest unbedeutend machen, durch Bildung demokratischer Staaten mit Gewaltenteilung und dergleichen? Vielleicht wird uns die atomare Keule in Zukunft vor Kriegen schützen? Vielleicht ist unser Los ja günstig, vielleicht stolpern wir und fallen in die richtige Richtung?
 
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