Hallo!
Also ich nehme jetzt 3 Monaten ab und halte mich eigentlich dabei an genau das, was hier im Forum erzählt wird:
Als erstes sollte man sich mal klar machen, warum man abnehmen will. Bei mir stehen ganz klar Gesundheit und Wohlbefinden im Vordergrund, dann kommt die Fitness (ich möchte vor allem meine Ausdauerleistung etwas stiegern) und dann das Aussehen (eine gesunde Portion Eitelkeit schadet nicht, das sagt auch Kurt).
Auf die Energiebilanz kommts an (hast Du ja selbst auch erwähnt). Dazu hilft es zuerst einmal grob zu wissen, was man so in sich reinstopft und was man verbraucht (zum Verbrauch gibts hier einen Rechner, der zumindest einen Richtwert ausgibt, an dem man sich orientieren kann). Das würde ich jedoch nicht übertreiben, sonst hat man später nur noch Kalorientabellen in Kopf und der Ansporn zum Abnehmen wird der Falsche (die Kalorien nämlich). Wenn man grob die Richtung weiss reicht das. Nach ein paar Wochen merkt man ganz von alleine, ob mans richtig macht oder nicht.
Rainer sagt immer "Verbote sind verboten" und genau so halte ich es auch. Ich esse eigentlich alles was mir schmeckt, doch übertreibe ich es nicht mehr. Wenn man gerade die Sachen die man mag und früher viel gegessen hat strikt weglässt, denkt man zum eigentlich den ganzen Tag nur dran ("ich darf keine Schokolade essen") und irgendwann kommt der Heisshunger und das ist dann viel schlechter.
Am einfachsten die zugeführten Kalorien verringern kann man, indem man deas Fett reduiziert (nicht ganz weglassen). Vorallem auf die versteckten Fette achten. Das klappt bei mir sogar, obwohl ich die Woche über täglich in der Kantine esse. Lieber mal Reis, Nudeln oder Salzkartoffeln statt Pommes, Soßen weglassen, wenig überbackene Sachen, weniger Käse bei der Pasta, weniger Soßen mit Sahne. Achtung auch bei parnierten oder frittierten Sachen, die Pannade saugt auch immer viel vom Bratfett o. Frittierfett auf. Das heisst jetzt nicht das man das alles nie essen sollte (s.o). Langsamer essen hilft auch (ich neige selbst immer zum Schlingen) denn dann merkt man rechtzeitig, wenn man satt ist und überfrisst sich nicht so.
Das alleine reicht meistens noch nicht. Sport gehört genauso dazu. Krafttraining bringt meist mehr als Ausdauer (solange man nicht extrem viel Ausdauer macht) und ist auch nachhaltiger, wegen des Nachbrenneffekts (erhöhter Stoffwechsel nach dem Training). Wichtig ist auch hier, dass es vor allem Spass macht und das man nicht mit dem "Ich will abnehmen"-Gedanken den Sport macht, sondern weil man Freude daran hat. Eine gesunde Mischung aus Ausdauer und Krafttraining ist das besten und wenn man beides am gleichen Tag macht, dann zuerst Kraft und dann Ausdauer. Zwei mal die Woche Krafttraining und ein bis zwei mal Ausdauer, im Wechsel, damit sich der Körper auch anpassen kann.
Die Waage würde ich bei der ganzen Geschichte ganz vergessen. Ich weiss momentan nicht, was ich wiege und ermittle das nur, wenn ich mittels Ergometrie meine Leistungsfähigkeit ermittele (ca. alle 10 Wochen). Ansonsten einfach auf die Klammoten und den Gürtel achten, mal im Speigel gucken und den Kneiftest machen (Bauch, Trizeps).
Die Geduld sollte man auch bewaren. Keine zu utopischen Zeile setzen. Lieber etwas langsamer und dafür mit mehr Freude und Lebensqualität.
So klappt das jetzt bei mir (sollte ja ein Erfahrungsericht werden) super. Ich fühle mich viel wohler als vorher, bin fitter und hab schon einiges abgenommen (fast 4 Grütellöcher enger). Der Sport macht mir Spass und ich freu mich auf den Sommer, wenn ich draussen Rad fahren kann. Die Motivation ist noch voll da, ich will bald mal neue Sportarten ausprobieren und beim Essen entsteht bei mir nie Frust. "Schuld" daran hat auch das Forum hier. Hier findet man immer wieder tolle Tips, die einen weiterbringen.
Viele Grüsse,
Stephan