Eisen aus vergatrischem Essen

Anonym

New member
Ja, ich weiß, daß dieses Thema bereits mehrmals im Forum diskutiert wurde. Und ja, ich habe dort nachgelesen. Allerdings habe ich noch eine Verständnisfrage bezüglich der Aufnahme von Eisen aus vegetarischen Lebensmitteln.

In einem seiner postings schreibt Kurt, daß sich bei der Verwertung bestimmter vegetarischer Nahrungsmittel im Darm Komplexe bilden, welche die Eisenaufnahme behindern. Bei der Verwertung von Fleisch hingegen enstehen Stoffe, welche eine Aufnahme von Eisen sogar begünstigen.

Was ich nicht ganz verstehe: müßten nicht die Stoffe, die bei der Verwertung vegetarischer "Beilagen" entstehen, ihrerseits die Aufnahme des Eisens aus dem in der Mahlzeit enthaltenen Fleisch behindern (etwa: 1 Steak mit 1 Portion Reis)? Da muß bei mir irgendwo ein Denkfehler stecken...

Oder bildet nur das aus den vegetarischen Nahrungsbestandteilen stammende Eisen schwer verwertbare Komplexe, das aus dem Fleisch stammende wird aber unabhängig davon verwertet? Schließlich müßten ja sonst konsequenterweise die bei der Verwertung des Fleischs entsehenden Stoffe auch die Aufnahme des Eisens aus den vegatarischen Lebensmitteln erleichtern...


Kann mir da jemand weiterhelfen?

Liebe Grüße,

J.


Eisen
 
frei vs. gebunden:

Beispiel Vollkorn ohne Sauerteig: das Phytin bindet Eisen. Es gibt kein/kaum freies Phytin, das zusätzlich tierisches Eisen binden könnte

Beispiel Tee/Kaffee/Rhabarber/Spinat: Oxalsäure und Tannine binden Eisen, auch aus tierischer Nahrung. Darum trennen!
 
das schon, aber das ist kein Argument für

eine "trennkost". primär ist es schon so, dass das pflanzliche eisen aus o.g. gründen nicht gut resorbiert wird. du darfst als weiterhin deinen salat und dein gemüse zu fleisch essen:winke:.
schönes wochenende,
kurt
 
die "enden" als Depot ...

... zumindest bei altem, gutem Wein! Die Tannine binden sich an Schwebstoffe (und Säuren?) und werden zum Bodensatz.

Außerdem sind entweder andere oder weniger Tannine in Wein enthalten als in Kaffee oder Tee - die schmecken (v.a. abgestanden) deutlich bitterer als Rotwein! Die Rotwein-Tannine bestehen AFAIK aus Polyphenolen, die auch als Radikalenfänger wirken (daher das "French Paradoxon") - wie das Lycopin von gekochten Tomaten. In meiner Blutspender-Info sind jedenfalls nur Kaffee und Tee als Beispiele für Tannin als resorptionshemmend aufgeführt.

Gruß

chianti

der durch die Barriquitis leider in den letzten Jahren immer tanninhaltiger wurde /phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif - Chianti sollte Chianti bleiben und Bordeaux Bordeaux!
 
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