Der Speck muss weg...abnehmen, Muskelaufbau und Ernährung eines Fetten

Kausu

New member
Hallo erstmal an alle :)
ich stelle mich erstmal vor, also ich bin 22 Jahre alt, männlich, und zurzeit Azubi. Schon seit ich denken kann bin ich zu dick, ich habe zwar immer mal abgenommen aber nie wirklich den Willen dazu gehabt.
Ich wiege bei 1,85Meter ca. 112Kilo. Ich habe jetzt innerhalb von einem Jahr 7 Kilo abgenommen, aber ganz ohne Sport nur durch eine andere Ernährung, aber auf die Dauer kann das ja nicht wirken, ich will ja so gut wie möglich gegen die Hautschürzen vorwirken/ankämpfen und den Körper straffen. Ich entschuldige mich gleich falls das etwas wirr klingt was ich schreibe, aber für mich ist das alles komplettes Neuland.
Also ich habe das letzte Jahr einige Dinge komplett umgestellt, die Jahre vorher habe ich viel Limonade etc. getrunken, mittlerweile trinke ich nur noch reines Mineralwasser, und 2-3 Tassen Kaffee (ohne Zucker und Milch) am Tag, Alkohol trinke ich auch keinen mehr. Die ganzen Fastfoodartikel sind auch für mich gestrichen seit gut einen Jahr, ich verspüre auch nicht wirklich den Drang wieder was davon zu essen. Ich verzichte auch auf den Fahrstuhl und nehme immer die Treppen, egal wie hoch es geht, und da ich im Außendienst zurzeit noch bin, genau gesagt bis ich nächstes Jahr wieder zur Schule gehe, kommen so einige Treppen zusammen.
Aber ich habe noch große Probleme so zu regeln was ich über den Tag esse, das liegt an meinen sehr unregelmäßigen Tagesablauf, ich bin Mittags nie zu Hause ... so esse ich schnell mal belegte Brote die ich mir von zu Hause mitgebracht habe (ich versuche Bratwurst etc. zu vermeiden) und Obst. Es gibt soviele Ernährungskonzepte, ich kann mich nur nicht wirklich entscheiden welches das richtige ist. Ich möchte meinen Fettanteil reduzieren um gesünder zu sein und Muskeln aufbauen, also mein Gewicht ist mir "egal", nicht falsch verstehen, ich meine damit nur das ich kein Wunschgewicht habe, ich möchte einfach abnehmen und Muskelnaufbauen.
Ich habe hier im Forum von der Anabolen Diät gelesen und dann noch etwas darüber gegoogelt, scheinbar sind einige Leute damit erfolgreich. Würdet ihr mir diese empfehlen?Hier würde ich scheinbar viel Fett zu mir nehmen müssen, nur wieviel. Ich muss gestehen ich verstehe die nicht ganz, die Ärzte (meine eingeschlossen) sagen doch immer man soll so wenig Fett wie möglich essen und auf die Kohlenhydrate achten, verstößt diese Diät aber nicht komplett dagegen? Durch diesen enormen Fettzuschuss müssten doch die Blutfettwerte in die Höhe schnellen, oder? Und ist dieses Ernährungskonzept auf lange Sicht ausgelegt oder nur um das Ziel zu erreichen, nach dem Umstieg zur normalen Ernährung zurück droht sonst ja der Jojo Effekt.
Ich wohne in einer sehr kleinen Stadt und wir haben nur ein Fitnessstudio was 68€ pro Monat verlangt, und ein MCfit gibt es nicht in der Nähe, das kann ich mir leider nicht leisten, da ich nächstes Jahr das Abitur nachholen möchte um zu studieren und somit nur
BAFÖG erhalten werde sowieso nicht. Das würde bedeuten das ich die Geräte kaufen werde die hier im Forum empfohlen wurde, somit habe ich aber leider keinen Trainer ... und von Plänen etc. habe ich keine Ahnung und auf was ich Wert legen sollte.
So ich möchte nicht gleich zuviel schreiben, ich bedanke mich erstmal und hoffe auf Antworten und auch Fragen :)ve
 
A

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Re: Der Speck muss weg...abnehmen, Muskelaufbau und Ernährung eines Fetten
Anabole Diät ... man weiß wie sie abläuft und man weiß wie begeistert die Leute drüber sind, die sie versuchen, aber irgendwas genaues erfährt man nirgends.

Grundsätzlich ist das eine kohlenhydratfreie Diät nach Atkins. Kohlenhydratfrei heißt in dem Zusammenhang genauer die "harte" Atkinsphase wo man unterhalb von 20-30g pro Tag bleibt. Die zum Fettabbau, wenn einem die Muskelmasse egal ist, soweit ich mich in der Materie auskenne das optimale. Man kann extreme Kaloriendefizite erreichen, ohne dass der Stoffwechsel abgewürgt wird. Der Stoffwechsel wird radikal umgestellt: Kohlenhydrate werden zur Energieversorgung von Muskeln und Gehirn nicht mehr benötigt, das übernehmnen sogenannte "Ketonkörper", die aus Fetten hergestellt werden, und von denen gibts genug im Bauchspeck. Die Umstellung ist oft unangenehm, man fühlt sich 2 Wochen sehr schwach, bis sich der Körper dran gewöhnt hat.

Ich hatte auf kohlenhydratfreie Diät was Ausdauersport angeht praktisch keine Leistungeinbußen, hab ganz normal meine Stunde am Rudergerät durchgeführt.

Seit ich Kraftsport mache weiß ich aber wie empfindlich die Leistungen bei schweren Übungen von der Ernährung abhängen. Bei schweren Kniebeugen zum Beispiel muss man ohne Kohlenhydrate mit merklich weniger Leistung rechnen.

Das geht natürlich beim Bodybuilding nicht, deswegen schiebt die anabole Diät ungefähr einmal die Woche einen kohlenhydratreichen Tag ein (trotzdem hauptsächlich komplexe Kohlenhydrate, nicht zuviel Zucker). Es gibt da jede Menge halbesoterische Erklärungsversuche von wegen der Körper "glaubt er ist nicht mehr in Diät und liefert wieder normale Leistungen".
Soweit ich das verstehe, und das ist eigentlich mehr eine Vermutung, bewegt man dadurch einfach einen Tag in der Woche trotzdem die großen Gewichte, was gut für das Muskelwachstum ist. Davon abgesehen wirft einen der Ladetag aber aus der Ketose, da der Körper aber inzwischen daran gewöhnt ist dauert die Umstellung danach aber nicht mehr Tage und Wochen sonder vielleicht Stunden.

Fette oder nicht ist eigentlich nicht offiziell eingeschränkt, nur Kohlenhydrate müssen raus. Außerdem möchtest du wegen der Muskulatur drauf achten, dass du viele Proteine zu dir nimmst. Natürliche kohlenhydratfreie Lebensmittel wie Käse, Eier, Fleisch sind so im Bereich 50/50. Für gesunde Fette supplimentieren viele hier mit Fischölkapseln oder einfacher Leinöl.

Zusammenfassung:
* grundsätzlich kohlenhydratarme bis -freie Ernährung
* Unterbrochen durch kohlenhydratreiche Kurzphasen (üblicherweise 1 Tag pro Woche) die aber auch für besonders sportliche Anstrengung genutzt werden.

Man muss aber drauf achten, dass das praktisch nicht so abläuft, dass man eine Woche hungert und sich dann einen Tag lang vollfrisst. Das geht nach hinten los.

Es gibt hier übrigens ein Ernährung-subfourm, da findest auch was.


Und ja, das wiederspricht den Ernährungsgewohnheiten in unseren Breiten. Kein Brot, keine Nudeln, kein Reis ist für fast jeden Menschen eine starke Umstellung. Die offiziellen Stellen haben irgendwann festgelegt, dass ein Mensch ~50% Kohlenhydrate zu sich nehmen "sollte", das liegt daran, dass die Ernährungswissenschaften gerne viel Blödsinn fabrizieren. Das sind Richtwerte, die sich als gut herausgestellt haben, in einem Kulturkreis in dem die Nahrung traditionell kohlenhydratreich ist. Wenn man seine Gesundheit nicht riskieren will, dann betreibe die radikale (<20g) Phase nur ein paar Monate, dann ist sie im Versuch als unbedenklich bestätigt worden. Für dauerhafte Ernährung auf Jahre hinaus hat auch Atkins sie nicht vorgeschlagen. Bei seinem ursprünglichen Plan wird nach Erreichen des Wunschgewichts die KH-Zufuhr erhöht bis das Gewicht stabil wird.
Zum Abnehmen gibts aber wahrscheinlich nichts besseres, egal was der oberste Kohlenhydrat-Sowjet für eine tägliche Mindestmenge festgeschrieben hat :p

Annahmen, das Blutfettwerte mit dem Fettgehalt der Nahrung ansteigen haben sich inzwischen als zu einfach herausgestellt. Fettreiche Nahrung alleine verursacht das nicht. Mir sind auch keine Berichte bekannt, dass das Problem bei Low-Carb-Typen verbreiteter wäre.
 
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