@Defibrillator:

Hi!
Hab grad zufällig das Wort "Defibrillator" wo gelesen, das is ja ein Wiederbelebungsgerät mit Strom, oder?

mfg Sportler

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Keep on Pumping!
 
A

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Re: @Defibrillator:
Hallo imported_Sportler,

schau mal hier:
was ist .
Ich hab rein zufällig ein Artikel über den ominösen Defibrillator am Start:

Defibrillator


Defibrillator mit Multiparameterüberwachung

Allgemeines
Ein Defibrillator ist ein Gerät zur Erzeugung von elektrischen Energieimpulsen zur Therapie verschiedener lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen. Defibrillatoren gehören zur Standardausrüstung jeder Intensivstation und jedes Operationssaales. Außerdem befinden sie sich auf allen Rettungs- und Notarztwagen, in Rettungshubschraubern sowie in vielen Passagierflugzeugen. Neben der Herz-Lungen-Wiederbelebung, wie sie im Erste-Hilfe-Kurs gelehrt wird, ist die Defibrillation der wichtigste Therapieschritt im Kampf gegen den plötzlichen Herztod.

Aus dieser Erkenntnis heraus werden Defibrillatoren auch mehr und mehr dem geschulten Laien zugänglich gemacht. Bestes Beispiel ist der Flughafen von Chicago. Hier hängen Defibrillatoren wie Feuerlöscher an der Wand. Die Geräte haben eine sprachgesteuerte Benutzerführung und übernehmen die Auswertung des EKGs. Dem Laien bleibt lediglich die Aufgabe, das Gerät einzuschalten und sich an die Sprachanweisungen zu halten. Auch viele große Luftfahrtgesellschaften führen wie erwähnt, mittlerweile diese Geräte auf Langstreckenflügen mit.


Laiendefibrillator am Chicago Airport

Technik
Wichtigster Bestandteil eines Defibrillators ist ein Kondensator, in dem eine vom Benutzer vorwählbare bzw. vorgewählte elektrische Energie gespeichert wird. Diese liegt meistens im Bereich zwischen 2J (Joule) und 360J. Zur Defibrillation werden großflächige Elektroden am Brustkorb des Patienten aufgesetzt oder aufgeklebt, die Energie geladen (ähnlich einem Blitzgerät) und auf Knopfdruck an den Patienten abgegeben. Die Kurvenform des elektrischen Impuls ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. Grobe Richtlinien sind:

Impulsdauer zwischen 1 und 20 Millisekunden
Spitzenspannungen bis zu 4000 V (Volt)
entsprechende Ströme bis zu 80A (Ampere)
Zum Vergleich: eine Straßenbahn fährt mit 600V, ein haushaltsüblicher Sicherungsautomat schaltet bei bei einem Strom von 16A ab und Bundesbahnzüge werden mit 16 000V betrieben.

Oftmals beinhaltet ein Defibrillator weitere Funktion, die in der Intensivüberwachung und -therapie wichtig sind. Exemplarisch seien EKG, Pulsoxymetrie, Herzschrittmacher oder auch Blutdruckmessung genannt. Dies ermöglicht dem Krankenhaus- und Rettungsdienstpersonal mit nur einem Gerät, einen Patienten umfassend zu therapieren und zu überwachen.

Therapeutische Anwendung
Es können prinzipiell zwei Verfahren unterschieden werden:

Asynchrone Defibrillation
Bei der asynchronen Defibrillation wird die Energie unmittelbar nach Betätigung entsprechender Taster an den Patienten abgegeben. Sie kommt zum Einsatz bei ventrikulärem Flimmern und Flattern, sowie bei der pulslosen ventrikulären Tachykardie.

Synchrone Defibrillation
Bei der synchronen Defibrillation , die auch als Kardioversion bezeichnet wird, „wartet“ der Defibrillator nach dem Freigeben des elektrischen Impulses bis sich auf dem EKG eine Kammeraktivität ,ausgedrückt durch den QRS-Komplex, darstellt. Erst während oder bis zu 60 Millisekunden nach dieser Kammererregung wird die elektrische Energie dann abgegeben. Dies wird bei supraventrikulären, also den Vorhof betreffenden Rhythmusstörungen sowie bei Vorhofflimmern und -flattern angewandt.

Grund für die beiden unterschiedlichen Verfahren ist, dass bei der synchronen Defibrillation, also der Kardioversion, verhindert werden muss, die Ventrikel unnötig elektrisch zu erregen. Dies könnte ansonsten ein Kammerflimmern auslösen, was einem lebensgefährlichen Herzstillstand bedeutet. Während der Kammerdepolarisation befindet sich das (gesunde) Herz in einem elektrisch sehr stabilen Zustand. Eine elektrische Reizung wird es mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht in eine Arhythmie überführen können. Kurz nach der Kammeraktivität (ca. 200 Millisekunden) ist das Herz dagegen in einem recht labilen Zustand, der sog. „vulnerablen Phase“. Somit muss bei der Therapie supraventrikulärer Arhythmien eine elektrische Impulsabgabe in dieser Phase unter allen Umständen verhindert werden.

defibrillator1.gif


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Too many Times i have been high...
 
netter Beitrag, vil menr kann ich auch nicht dazu sagen..*g*
Den Nick hab ich mir gegeben, da meine Dr-Arbeit über neue Art von Defibrillation geht..
 
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