Bizeps reproduzierbar kraftlos

Rincewind77

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Hallo allerseits,

schon immer habe ich Probleme mit meinen Schultern, aber aktuell habe ich um meinen rechten Bizeps Angst :( und hoffe daher auf euer nützliches Feedback.

=> Vor drei Monaten wurde bei mir eine Entzündung der langen Bizepssehne rechts diagnostiziert.
Mein Hausarzt diagnostizierte das durch einen "Drucktest", rechts deutlich schmerzhafter.
Die Sonographie zeigte folgendes: "Die Supraspinatussehne -stellweise relativ dünn, etwas echoärmer strukturiert, durchaus im Rahmen einer minimalen traumatischen Läsion DD: entzündlich."
=> Therapie
  • Diclofenac oral
  • Schonung
Soweit habe ich das auch erst mal umgesetzt.
Es wurde auch deutlich besser nach ca. drei Wochen.

Mir ist dann in der folgende Zeit noch ein zusätzlich Knacken in der rechten Schulter aufgefallen.
Laut meinem Physio ist das das Schultereckgelenk.
=> Therapie: Schulterblattgleiten funktional verbessern
Daher mache ich jetzt auch noch fleißiger als vorher Übungen für die hinteren Deltas, Schultermobilität und Dehnung der Brust.

Mein Physio hat auch schon versucht mir die HWS einzurenken.
Knackt zwar durchaus aber eine deutliche Verbesserung hat es irgendwie nicht gebracht.
Ich mach seit dem auch Übungen für die HWS-Mobilität.

Nach wie vor habe ich aber so eine Art Sensibilitätsstörung nach dem Brust-/Rückentraining.
Auch ein starkes Verspannungsgefühl vom Hals bis zur Bizepsmitte habe ich oft direkt nach dem (Brust-/Rücken)-Training.
Das brauch dann einen Tag um langsam abzuklingen.
Auch nach "nur" Liegestütze bekomme ich momentan dumpfe Schmerzen vom vorderem Delta bis zur Bizepsmitte

Da mir das alles keine Ruhe lässt war ich dann vor zwei Monaten bei einem Privat-Orthopäden:
=> Diagnose:
  • Bizepssehne ist beleidigt aber nicht das Hauptproblem!
  • Hauptproblem ist eine Überlastung meines vorderen Deltas!
  • Behandlung mit Infiltration zur Auflösung der Triggerpunkte im vorderen Delta
=> Therapie:
  • Schonung
  • Ausdauersport (!) :hmm:
Meines Erachtens hat die Infiltration außer einem blauen Fleck nichts gebracht.

Mittlerweile habe ich mein Training den Umständen entsprechend und vom Physio empfohlen angepasst:
  • Mache kein Bankdrücken mehr, statt dessen Fokus auf sauberer Liegestütze.
  • Mache viele Physio-Übungen für hintere Deltas, Schultermobilität, Dehnung Brust
Das Knacken ist deutlich besser geworden. Auch diese Verspannungsproblematik hat sich gebessert.
Nach wie vor kann ich aber immer noch nicht in Seitenlage auf der rechten Schulter schlafen. Wenn ich das mache habe ich am nächsten Tag dumpfe Schmerzen im vorderen Delta-Bereich.

Jetzt am Wochenende ist mir aber wieder reproduzierbar folgendes passiert:
Ich war Freitag zwei Stunden im Klettergarten und hatte davon keine nennenswerten Probleme!
Am Sonntag war ich dann im Studio und wollte ausprobieren ob meine Probleme vom Rücken- oder Bizepstraining kommen.
Daher habe ich kein Rückentraining gemacht.
Übungen: Liegestütze, Dips an der Maschine (16 Wdhs.), Flys am Kabelzug (12-16 Wdhs), KH-Seitheben (Max. 5kg), KH-Curls
Bei den Dips ist mir dann ein leichtes Stechen am vorderen Deltas/Schultereckgelenk aufgefallen, hab es daher nach zwei Sätzen abgebrochen.
Bei den Bizepscurls habe ich relativ harmlos trainiert: 5kg/20Wdhs., 7/15, 9/15
  • Direkt danach habe ich rechts ein stärkeres "Pump"-Gefühl als links gespürt.
  • Am Abend habe ich dann auch wieder vom vorderen Delta bis zur Bizepsmitte den bekannten dumpfen Schmerz bekommen.
  • Heute, 24h später, habe ich vom vorderen Delta bis Bizepsmitte ein starkes Muskelkatergefühl. Das Anspannen ist kraftloser als links bzw. schwer möglich! Irgendwie ist der Bereich auch etwas taub bzw. kribbelt.
Das fühlt sich furchtbar an :eek:
Genau diese Symptomatik hatte ich vor zwei Wochen ebenfalls nach dem Rücken-/Bizepstraining!

Und nach wie vor quält es mich nicht genau zu wissen was ich eigentlich habe...
  • Immer noch eine unterschwellige Bizepssehnenentzündung?
  • Eine Brachialgie, also ein Problem mit meiner HWS?
  • Ein Nerven-Problem im Plexus-Brachialis?
  • Eine Bizepszerrung?
Wer hat Erfahrungswerte oder Tipps?

Danke für euer Feedback!

Gruß, Maik
 
A

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Re: Bizeps reproduzierbar kraftlos
Hallo Rincewind77,

schau mal hier:
kraftlos .
Hallo,

ich wollte mal den aktuellen Stand weitergeben.

Die letzten Wochen hat sich mein Problem verbessert:
  • Meine rechte Schulter steht subjektiv eigentlich nicht mehr weiter vor als die linke :D
  • Das Verspannungsgefühl den Nacken runter bis zum Bizeps nach Rücken-/Brusttraining ist weniger häufig aufgetreten und auch weniger stark.
  • Bizepstraining habe ich jetzt schon 2-3 mal wieder leicht gemacht und hatte danach auffällig wenig Probleme.
  • Auch das Schlafen auf meiner Schulter klappt deutlich besser.

Allerdings habe ich mein Training auch entsprechen angepasst:
  • Fast täglich Schultergürtel-/Rotatorentraining
  • Vor jedem Training immer Schultergürtel/Rotatoren aufwärmen.
  • Quasi keine Überkopfübungen
  • Beim Rücken-/Brusttraining versuche ich immer den Oberarm in der Schulter zu fixieren, so als würde ich "versuchen die Stange zu verbiegen". Das soll laut meinem Physio die Stabilität während der Übungsausführung in der Schulter verbessern. Sehr anstrengend...
  • Fast kein Deltatraining (außer natürlich die hinteren)
  • Kein Bankdrücken, Bizepstraining, Rückentraining das den Bizeps involviert, ...
  • Wenig Bügeln ;)

Allerdings habe ich nach wie vor einge Probleme:
  • Nach wie vor fühle ich diese Schmerzen/Verspannung nach dem Rücken-/Brusttraining.
  • Immer noch habe ich das Gefühl das rechte Schulterblatt schlechter kontrollieren zu können als das linke.
  • Über eine Stunde bügeln führt nach wie vor zu Schmerzen im vorderen Delta.
Da mir das alles keine Ruhe gelassen hat war ich jetzt nochmal bei einem Orthopäden. Der hat mich zum BWS-Röntgen und Schulter-MRT geschickt.

Das BWS-Röntgen war unauffällig.

Vom MRT hier der Befund:

MRT der rechten Schulter:

Technik: T1-gewichtete SE-Sequenz paracoronal, T2-SPIR-Sequenz paracoronal, 3D-WATS-Sequenz in axialer Ebene, T2-TSE-Sequenz in parasagittaler Ebene.

Indikation: Lagerungsabhängiger Dauerschmerz, subacromiales lmpingement

Hypertrophe AC-Gelenkarthrose mit diskretem Knochenmarködem der juxtaartikulären Knochenabschnitte. Das Acromion leicht deszendierend eingestellt mit diskret sklerosierter Unterfläche. Der subacromiale Raum ist ca. 5 mm breit. Die Supraspinatussehne zeigt im subacromialen Verlauf lediglich diskrete Signalalterationen. Der M. supraspinatus ist kräftig ausgebildet. Auch die übrige Rotatorenmanschette kräftig angelegt. Die Sehne des M. infraspinatus, des M. subscapularis sowie die lange Bizepssehne sind intakt. In der Sehnenscheide der langen Bizepssehne zeigt sich minimal Flüssigkeit. Kein Gelenkerguss. Die gelenkkommunizierenden Bursen ebenfalls flüssigkeitsfrei.

Ergebnis: Der Befund spricht für eine diskrete Aktivierung einer AC-Gelenkarthrose. Weiters zeigen sich diskrete degenerative Veränderungen im subacromialen Verlauf der Supraspinatussehne. Sonst regulärer Befund.

Den finde ich schon spannend! Kann mir eventuell einer helfen daraus Erkenntnisse abzuleiten? Sind 5mm im subacromiale Raum z.B. nicht schon ganz schön wenig? :hmm:

Der Orthopäde war der Meinung das die AC-Gelenkarthrose nicht mein Hauptproblem sein kann und hat mir daraufhin den C5-Wirbel eingerenkt. Hat auch deutlich geknackt. Der Arzt war happy und vermutet das war's gewesen. Ich soll zu Kontrolle in einem Monat kommen.

Ich habe seitdem erst einmal Rücken trainiert, aber ich habe das Gefühl diese Verspannungen sind deutlich besser geworden, mal beobachten 8)
 
Hallo
das ist ja mal was ganzbesonderes. Endlich habe ich mal jemanden gefunden der sich mit dem gleichen misst rumplagt wie ich es tu !
ich schlage ich jetzt schon ein geschlagenes Jahr mit diesen von dir erklärten Problemen !

Wie geht es dir denn jetzt und wie sieht dein weiterer weg aus ?
ich hoffe das ich jetzt auch bald mal mein MRT bekomme, bin echt verzweifelt !

Kannst du mir mal deinen Trainingsplan zukommen lassen ! Und einfach nochmal berichten wie es dir geht usw !

Würde mich echt über eine Info von dir freuen !

Lg
Andreas
 
Die letzten Wochen waren bei mir sehr gut :)

Ich habe tatsächlich quasi keine Verspannungsprobleme mehr von Hals runter zur Schulter. Da hat das Einrenken der Halswirbel wohl wirklich was gebracht :clap:

Ich habe in den letzten Wochen auch brav die Physioübungen weitergemacht:
Zum Aufwärmen immer mit 1,5 kg Gewichten:
- Vorgebeugtes Seitheben mit Zusammenziehen der Schulterblätter
- Scarecrows
- Hintere Deltas, also ohne Zusammenziehen der Schulterblätter.

Ich mache zweimal die Woche Rücken und nur einmal Brust :)

Für den Rücken mache ich momentan
- Weites Rudern an der Maschine
- Latzug
- Facepulls am Kabelzug
- KEINE Klimmzüge

Für die Brust
- weite Liegestütze mit Band
- Wide Chest Press Maschine (die hat einen angenehmen Winkel)
- manchmal Flys am Kabelzug
- KEIN Bankdrücken

Bei den Schultern mache
- Seitheben zwischen 30 und 90 Grad
- Vorgebeugtes Seitheben
- KEIN Schulterdrücken

Beim Trizeps meide ich Überkopfübungen.
Bizeps mache ich nach wie vor kaum :(

Beine ganz normal: Kniebeuge, Beinpresse, usw.

Manchmal nutze ich zu Hause die Schulterhilfe.
Das Brust-Dehnen und die Schulterflexibilitätsübungen habe ich reduziert.

Alle Übungen versuche ich sehr sauber, langsam und fokussiert auszuführen. Um große Gewichte geht es mir momentan nicht.

Alles in allem läuft es gut :)

ABER ich steigere mich ja jetzt wieder konsequent im Gewicht wie auch mit den Übungen... Und das hat jetzt wohl wieder Folgen...

Letzte Woche habe ich mal wieder KH-Bankdrücken versucht... das war irgendwie nicht so gut :-( Naja, ich beobachte das weiter.

Nächste Woche habe ich einen Kontrolltermin beim Orthopäden. Den werde ich mal fragen wie es mit der Arthrose jetzt normalerweise weiter gehen wird...
 
Auch heute ist mir wieder aufgefallen das mein Schlüsselbein/Brustbein-Gelenk reproduzierbar knackt wenn ich mit der Langhantel (ohne Gewichte) Frontdrücken wie vom Physio erläutert mache.

Das kann jetzt aber nicht die Arthrose in der Schulter sein, oder?
 
A

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Re: Bizeps reproduzierbar kraftlos
Hallo Rincewind77,

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