Das Braten von Speisen sollte grundsätzlich nur gelegentliche Zubereitungsart sein, da hierbei sehr viel Fett verbraucht wird. Der Nährstoff hat zudem die Eigenschaft, dass er sich bei großer Hitzeeinwirkung zersetzt. Die entstehenden Zerfallsprodukte sind gesundheitsschädigend. Jedoch sind Fette unterschiedlich hitzestabil, je nachdem aus welchen Fettsäuren sie bestehen. Es empfiehlt sich daher Fette zu verwenden, die einen hohen Zersetzungspunkt haben. Am wenigsten empfindlich gegenüber hohen Temperaturen sind Kokos- oder Palmkernfette. Sie können ohne Schaden bis 230° C erhitzt werden. Allerdings sollte auch hier darauf geachtet werden, nur ungehärtetes Fett zu verwenden. Da beim Braten Temperaturen um 200° C entstehen können, ist auch Butterschmalz geeignet, dessen Zersetzungspunkt bei etwa 205° C liegt. Die meisten pflanzlichen Öle demontieren sich bei 180 bis 190° C und sind deshalb zum starken Erhitzen nicht geeignet. Sie sollten nur unerhitzt, zum Beispiel als Salatöle verwendet werden. So ist sichergestellt, dass das Vitamin E und andere sekundäre Pflanzenstoffe des kaltgepressten Öles nicht zerstört werden und dem Körper somit zur Verfügung stehen. Empfehlenswert für den Körper und den Geschmack ist es, die verschiedenen pflanzlichen Öle abzuwechseln, da jedes spezifische Inhaltsstoffe sowie einen eigenen, Geschmack aufweist. Allein bezogen auf das Omega3:Omega6 Verhältnis würde ich Rapsöl (1:2,2) dem Olivenöl (1:8) vorziehen. Der Vorteil von Olivenöl trotz seines schlechten Verhältnisses von 1:8 ist, das es durch weitere Inhaltsstoffe eine zusätzliche Schutzfunktion auf die Gehirnzellen ausübt.