Allergie!?

kanNzler

New member
Hallo,

ich beschreibe hier mal etwas, was ich schon lange jahre habe, aber mir nie wirklich gedanken drüber gemacht habe.

Fast immer wenn ich mich aufwärme und zu schwitzen anfange habe ich es:
es ist gefühlsmäßig so eine mischung aus jucken und winzigen nadelstichen auf der haut. fast überall am körper, brust, kopf, rücken...
Nach wenigen minuten ist es dann weg. Äußerlich sieht man davon (glaube ich) nichts. Hab mich inzwischen so dran gewöhnt, dass es mir nicht wirklich etwas ausmacht, aber ich merks immer wieder.

Ich hatte es früher z.b. im BBall verein beim aufwärmen und heute habe ich es wenn ich vorm pumpen aufm Ergometer sitze.

Ist es vielleicht so, dass die schweiß-zusammensetzung beim beginn des schwitzens anders ist als sonst? falls ja dann bin ich da wohl irgendwie allergisch...

Weiß jemand etwas darüber?
 
Hallo Leidensgenosse ;)

Du hast zu großer Wahrscheinlichkeit eine Cholinergische Urtikaria. Alles über diese Allergie erfährst du auf www.urtikaria.net.

Scheinbar hast du eine leichte Form davon, aber es war bei mir auch mal leicht, bis ich richtige schmerzen hatte und jede Bewegung eine Qual war. Ich will dir keine Angst machen, es wird dann auch wieder schwächer und bei den meisten Betroffenen helfen Antiallergika wie zB Telfast 180, Ebastel 10mg usw.

Auf Urtikaria.net erfährst du alles über die Krankheit, ein sehr gutes Forum der Uniklinik Mainz wo ich auch ambulant behandelt wurde und ich es momentan ungefähr genauso schwach habe wie du (es war ein paar Monate wirklich nicht auszuhalten).

Geh zu einem GUTEN Dermatologen, oder wenn du in der nähe von Maniz wohnst, fahr da hin - besten Ärzte dafür Deutschlandweit (bin extra aus München dahingefahren.)

Gute Besserung, is ne scheiss Allergie :(
 
Würde ich sofort tun. Leider sind die Ursachen einer chol. Uritkaria so weitreichend, wie der Brockhaus. ALLES könnte es auslösen. Meisten ist es aber ein chronischer Entzündungsherd. Hast du beispielsweise desöfteren Mandelentzündungen? Bei mir war das eines der Hauptursachen, nach deren Entfernung meine Urtikaria um gute 80% zurückgegangen ist.
 
ich habe nie mandelentzündungen.

Ausserdem habe ich keine lust medis zu nehmen, oder irgendwas an meiner ernährung zu ändern.
Ich hab das schon ewig lang, es verändert sich nicht und ich kann damit gut leben. Nen paar stiche für 2 minuten und die sache ist gegessen.
 
Dann hoffe ich mal für dich, dass es so bleibt :)

Die neuesten Antiallergika gg. Urtikaria wie Ebastel 10mg oder auch das altbewährte Telfast 180, unterdrückt im Gegensatz zu allen anderen Antiallergika nur die Histamine und hat ansonsten keine NWs. Zumindest, habe ich noch nie von welchen gehört, die auch wirklich aufgetreten sind.

Eine Urtikaria ist aber meist ein Zeichen, dass irgendetwas im Körper nicht stimmt. Sei es nun eine Entzündung oder was im Darm. Deswegen würde ich eine n gründlichen Check machen lassen, schaden kann es ja nicht ;)
 
Tarantino schrieb:
Eine Urtikaria ist aber meist ein Zeichen, dass irgendetwas im Körper nicht stimmt. Sei es nun eine Entzündung oder was im Darm. Deswegen würde ich eine n gründlichen Check machen lassen, schaden kann es ja nicht ;)
Na gut.
mal schauen was unser jeckyll dazu sagen wird.

Aber wenn ichs schon seit jahren habe wird es wohl doch eher "chronisch" sein?!
 
Ist bei mir doch auch chronisch. Chronisch wird es meistens eben genau dann, wenn eben etwas im Körper nicht stimmt (eventueller Entzündungsherd, bakterielle Infektion im Darmbereich uvm.).
 
hm, denke schon dass man das auch ohne antihistaminika wegbekommen kann. wen es interessiert, kann sich ja bei mir melden ;)
 
Wenn es eine Chol. Urtikaria ist (was es zu 99% sein wird), wird es nicht weggehen, ohne die Ursache zu bekämpfen. Die Krankheit kann so gehen wie sie gekommen ist, aber sie ist nur aktu, wenn sie nicht länger als 3 Wochen andauert.

Natürlich gibt es Alternativen (Kinsiologie uvm.), das ist ja das dumme an der Form der Urtikaria...es kann einfach ALLES sein.
 
"hm, denke schon dass man das auch ohne antihistaminika wegbekommen kann"

stimmt, mit antihistaminika wäre das ja lediglich eine symptomunterdrückung...

jeckyll schrieb:
Man bekommt es MIT auch nicht weg.....

das ist deine ansicht. ich hab eine andere. ich kann mich irren, ich gehe aber davon aus, dass du dich auch irren kannst - ansonsten würde ich keine von dir abweichende ansicht wählen :)

mit dem sich bei mir melden, meinte ich nur, dass ich das per pm klären möchte. wer meint, interesse zu haben, meldet sich bei mir, wer kein interesse hat, lässt es. ganz einfach.
 
Jeckyll, wenn man die Ursache gefunden und auch beseitigen konnte, können Antihistaminika sehr wohl die Urtikaria gänzlich verschwinden lassen. Es sind einige Fälle bekannt, wo nach der Beseitigung der Ursache, die Symptome noch leicht da sind (so wie bei mir). Sollte dem so sein, erhöht man die Medikation und versucht die Symptomatik somit gänzlich zu unterdrücken. Nach einer gewissen Zeit kann es dann passieren, dass der Körper verlernt hat, zu reagieren und voilà die Urti kann weg sein.
 
Jeckyll, wenn man die Ursache gefunden und auch beseitigen konnte, können Antihistaminika sehr wohl die Urtikaria gänzlich verschwinden lassen.
Antihistaminika beseitigen nicht die Ursache, sie wirken nur symptomatisch. Wenn eine Ursache gefunden und beseitigt wurde und noch Restbeschwerden bestehen, wirken sie hier nicht anders. Die Urtikaria verschwindet, teils zeitverzögert, durch Beseitigung der Ursache. Die Antihistaminika dienen praktisch nur zur "Überbrückung" bis zur Symptomfreiheit, die sich aber dann auch ohne deren Gabe einstellen würde.
kann es dann passieren, dass der Körper verlernt hat, zu reagieren und voilà die Urti kann weg sein
Ja, richtig. Das kann der Körper aber auch ohne Antihistaminika.;)
das ist deine ansicht
Dann erklär mir mal, wie Antihistaminika die Ursache einer cholinergen Urtikaria beseitigen.

Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten, sie zu behandeln.


jeckyll
 
Ich sage doch nichts anderes. Klar sind die Antihistaminika nur gegen die Symptomatik, aber bei sog. Restbeschwerden, wie auch ich sie habe, helfen die Antihistaminika (zumindest die neueste Generation wie Ebastel) dem Körper diese Reaktion zu verlernen. Ob das edr Körper auch alleine schafft (villeicht vereinzelt so), und die Antihistaminika nur als Überbrückung helfen, lasse ich mal so dahingestellt - ich hörte eben was anderes.

Als Quellenangabe, kann ich nur meine Ärztin von der Uni Klinik Mainz angeben.
 
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